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bcmühete er sich, dasjenige wiederz» seiner Dioeces zu bringen,was sein Vorfahr an das neue Stift Bamberg abgetreten hatte.Er brachte es auch bey dein Kayser Conrado dahin , daß er ihmdie Abkey St. Aegidii übergebe» wollte; doch, daß er die reli-quien St. Wilibaldi nach Nürnberg bringen, und feinen sitzauch dahin verlegen sollte, welches er sich auf gewisse art gefal-len ließ. Als er aber die Päpstliche einwilligung zu erhallen,nach Rom reifere, wurde ihm unterwegens jemand nachgesen-det, welcher ihm zurück zu kehren andeuten muste. Dieses be-trübte ihn dermasscn, daß er auch in eine kranckheit fiel, undden heiligen Wilibaldum bat, er möchte ihn nicht wieder leben-dig nach Aichstätt zurück kommen lassen, welches auch gesche-hen. Er starb zu Frcysingcn an. 1042. rm augstmonat, und wardzu Aichstätt begraben. Auf sein gradmahl wurde folgendes epi-taphium gesetzt: Ecce, Dei Servus, Prad'ul jaceo hic Heri-bertus. Eruscbius , in epitome p. 184. Von FalckensteiN,Nvrdg. alterth. 1.16. p. 102. seqq.
Heribertus , ein Geistlicher zu Orleans , so ein Manichäerwar, mit welcher ketzerey er durch ein weib, so aus Italien kam, angesteckt worden. Er schlug sich zu einem andern, nah-mens Lisojus, welche beyde die vornehmsten und gelehrtestenvon der gantzen Clerisey waren , und brachten es durch ihr an-sehen dahin, daß sie viel andere leuthe auf ihre meynung brach-ten. König RobertuS, welcher zü Orleans rcstdirte < verstun-melte an. 1017. daselbst ein Concilium ; allein da sich diese beydenicht accommodiren wollten, gebrauchte er das selbiger zeit indiesen fallen gewöhnliche kurtze, aber nicht allzu Christliche Mit-tel , und ließ sie nahe bey der stadt verbrennen. Baromus , an.4017. Dupleix . Mezeray , bist. Gall. *
Serie, eine provintz im glückseligen Arabien, sonst Adra-mira genannt.
* Hericourt, lat. Ilericuna, eine kleine stadt und Hcrrschafftim Mümpelgardischen , sollte vermöge des Ryßwickischen frie-dens dem Hertzoge von Mümpelgard gehören, wird aber nochvon Franckreich besessen. Univ. Lexka».
* Hericsurt, (Ludov. de) ein söhn Carole Juliani de He-ricourl, und enckel Juliani, Herrn von Hedouvillc, war zu Sois-fons den 20. aug. an. 1687. gebohren. Er legte sich mit fleißguf die Rechte, und erhielt an. 1712. eine stelle unter den Par-lements - Advocaten zu Paris . Im folgenden jähre ward erpon dem Abt Biguon in die gesellschafft derer, so an dem .Jour-nal des Savans arbeiteten, aufgenommen. An. 1719. gab erzum ersten mal sein werck, les Loix Ecclesiastiques de France,mises dans leur ordre naturel, heraus, welche nach dem öftersgedruckt worden. Er starb einige zeit hernach. Univ. Lexknn.
* Herigerus oder Hariqerus, ein Abt zu Lobe, fuccedirtedem heiligen Fulquino an. 990. und starb an. 1007. Er war einguter freund des heiligen Norqeri, Bischoffs zu Lüttich . SeineHistorie der Bischöffe zu Lüttich hat Nr. Chapeauville zu Lüttich 1612. in 4. und den tractat de Corpore & Sanguine Christi con-tra Paschasium Radbertum der Pater Cellot zuerst heraus gege-ben. Herigeri vita 8. Cnsmari stehet in den alten actis SS. Herr-schen», unter dem i8. april. Sonsten hat er auch noch Vi-tain S. Remacli und S. Landoaldi, ingleichen einen Dialogunide Dissonantia, quae videbatur in Ecclefia de Adventu Domi-ni, geschrieben. Sroeertius , Athen , steig. Sigebertus Gembla-eenjis, 137. Mir aus. Du Ein , bibl. du X. fiecle.
Herimberga, des heiligen Guiliclmi, Hcrtzogs von Aquita-nien, Septimanien und Burgund tochter, gieng in das klosterChalons an der Seine, worüber ihr bruder die inspection hatte.Der König Lotharius, alö er selbige stadt überrumpelte, ließ siein den fluß werffen , aus antrieb des Hasses, welchen er widerihre samilie trug. M. d'Epem. origine de la Maison de Fran-ce. Theganus. Ann. Berlin .
* Hering, (Ioh.) war zu Oldenburg an. 1999. den 27.april gebohren. Sein vatter, Anton, J. U. L. der Hamelman-tii chronick verbessert, und einen schönen tractat de fidejussori-bus, Franckfurt 1606. und Turin 1619. in fol. heraus gege-ben , war bey dem Grafen zu Oldenburg Hof - und geheimerRath, und starb an. 1610. den 19. jun. Nachdem er zu Altorf und Leipzig die Rcchtsgelchrsamkeit studiret, practicirte er zuGrubenhagen, Göttingen und Osteroda. Nachqehends wur-de er an. 1629. Syndicus des Dom - Capituls zu Bremen , an.1632. Oldenburgischer geheimer und Cantzley - Rath, und nacherhaltener dimißion an. 1639. Stifts - Rath und Syndicus desDom - Capituls zu Verben. Wegen der kriegs - unruhe begaber sich an. 1646. nach Bremen , und wurde Gräflich - Oldenbur-gischer geheimer Rath von Haus aus, worauf er an. 1691. aufsneue das Syndicat des Dom-Capituls zu Bremen übernahm,sich aber wegen besorglichcr Nachstellung von da nach Olden burg , und endlich nach Hannover wandte, allwo er an. 1698.den 7. mertz sein leben endigte. Er hat geschrieben : SummumCapitulum Collegii & Status Provinci® Bremensis ; Discur-sum de Homicidio doloso Caini , Bremen 1632. in 8. deAppellatione in vallem Josaphat , ib. de Jure Alolendina-rum, Franckfurt 1624. und 1663. in 4. Historianr sacram deTobia ; Biblische Betrachtungen vom Christlichen leben.
Univ. s.exicim.
Heringe, eines der ältesten adelichen häustr in Tsw'.w,,,.und Nieder - Sachsen, welches, einiger meynüng nachters den Gräflichen character geführet, ,ve.I man findet " daß
Hugo, Graf von Heringen , an. 1148. das kloster Gerade be-schenckct. Olearius führet an, daß sie aus Licfland in Thüringen gekommen; es ist aber glaublicher, daß sie vor alten zeiten durchden orden aus Thüringen sich dahin begeben habe. BertholdusHering wird in einem Verkaufs - contract, an das kloster Wal-ckenried von den Grafen vonHohenstein an. 1279. gegeben, alszeuge angeführet. Owe Hering hat an. 1370. das veste schloßWagenmannesdurg in Holstein erobert. Johannes hat viel dar-zu contribuiret, daß im gedachten jähre die sogenannte sterncn-äcsellschafft von mehr denn 2000. Heßischcn vom Adel zumstände kam. Bussv Hering lebte ums jähr 1402. Heinrich waran. 1699. Dom - Herr zu Lübeck , und Georg Albrecht aufGroß-mehlern, starb an. 1710. als Chur - Braunschweigischer Gene-ral - Major mit Hinterlassung eines einzigen sohnes. Eaw. jo~vius , manuscr. von Thür. Grafen . Okay. synt. rer. Thür.Leuckfeld. antiq. Walckenr. Danckrverth. top. Holsat. Fabri-cii orig. Sax. p. 657. Gpangenbergs Adel-spiegel, P. II.
Heringen , ist (r.) eine stadt nebst einem schloß und Amtin Thüringen , in der güldenen Aue, an dem fiuffe Helm, sotheils den Fürsten zu Schwartzdurg, theils den Grafen vonStollberg zugehört. An. 1990. den 27. jun. ist sie bis auf dasschloß und r. Häuser abgebrannt. (2.) Ein kleiner orl in Lief-land. OVsl·. synt. rer. Thür. tom.I. p. 173. SpangenbergsManirsfeldifche chronick. Tromsd.
Herisau , ist der graste und volckreicheste flecken in dem Ap-penzeller - lande der ausser» Roden an dem Beulbach gelegen ,hat eine uralte Pfarr - kirche, welche vor St. Galli zeiten, undalso vor dem VI. seculo gestanden.
* I'Heritier de Villandon, ( Maria Johanna) war an.1664. im monat nov. zu Paris gebohren. Ihr vatter war Ri.colaus l'Heritier, Ecuyer , Seigneur de Nouvellon, Räch desKönigs, und ordentlicher Französischer Historiographus , auSeinem alten edlen gefchlechte aus der Normaudie. Die Mutter,Francisca le Clerc, war eine anverwandtin des Herrn Duvair,der sich in der wichtigen stelle eines Siegel - Verwahrers vonFranckreich so sehr durch seine liebe zur gelehrsamkeit, als durchseine eigene gelchrtheit berühmt gemacht hat. Das spiel, wo-mit ihre tochter sich in ihrer kindheit belustigte, war die erler-nung der alten und neuen, auch der fabelhassten Historie. Ihrvatter , von dem man die tragödie de la Mort d’Heracle undandere kleine poetische stücke, wie auch verschiedene andere wer«cke, unter welchen die Übersetzung der Annahum Grotii dasvornehmste ist, gedruckt erhalten hat, lehrete sie auch die Dcht-kunst. In ihrem 14. jähre hatte sie schon verschiedene gelehrtewerckgen verfertiget. Sie brachte es auch in erlernung der Mu-sic sehr weit. Ihr vatter aber starb ihr gar frühzeitig ab. Dieersten schriften, die von ihr gemein gemacht wurden, waren einkleines gctichte, der gefrorne Frühling genannt, wozu die da-mahlige jahrs - zeit gelegenheit gab ; und ein Rondeau, darin-nen sie alle schönen ermunterte, sich ihrer vervunst wohl zu be-dienen , wenn sie die fallstricke der liebe vermeiden wollten; wel-che beyde stücke im Alercure Galant vom julius an. 1689. ste-hen. Mademoiselle des Hvulieres, deren mutter den Französi schen Musen so viel ehre gemacht hat, setzte diesem Rondeau einanders entgegen, worinnen sie behauptete, daß die Vernunft oftein schwaches gegen - mittet wider die liebe sey. Beyde poetischestreit - schriften sind sehr sinnreich. Mademoiselle PHeriticr er-hielt mit ihren verse» in unterschiedlichen Academien den zumwett - streit ausgesetzten preis, als an. 1692. von der GesellschafftPalinot zu Caen , an. 1699. und 169Ü. von der Academie derLantermsten zu Toulouse , welche letzte sie gar unter ihre glie-der, bey gelegenheit des letzten preiscs, aufnahm, da diese ehrevorher von dieser Gesellschafft noch keinem srauenzimmer er-theilt worden war. Auch auswärts erkannte nian ihre Ver-dienste. Die Academie de Ricovratl zu Padua sandte ihr denbenennungs - briefzu einem mitgliede an. 1697.^». Le Triom-phe de Madame des Houlieres war ein wcUläuftigeres stück,als Mademoiselle l'Heritier noch unternommen hatte, und istwider das bevwort Precieuse gerichtet, womit Boileau Des-preaux diese Dame in feinen satyrcn beleget hatte. Man hatihr viel ehren-bezeigungen dieser glücklichen Vertheidigung we-gen erwiesen, die erstlich alleine, hernach mit ,n ihre Ouvragesdivers gedruckt worden ist, die an. 1699. heraus kamen. Siestund mit den vornehmsten Personen ihrer zeit in guter bekannt-schafft. Mit der Mademoiselle de Scudery war sie so vertraut,daß jener letzte verse, die sie in ihrem leben machte, an diesegerichtet waren. Sie hat daher hinwiederum dieser freundinandencken in einer eigenen beweglichen schrift zu verewigen ge-sucht : L'Apotheose de Mademoiselle de Scudery , Piece me-lde de prose & de vers, Paris 1702. Da eine von den Da-men , die mit der Mademoiselle l'Heritier bekannt waren } nachMadrid reifere, bestclletc sie dieselbe zu ihrer correspondcntin,sonderlich was gelehrte Neuigkeiten anbetraf. Dieser bricftwcch-sel wurde an. 1703. unter der aufschrift: Erudition enjouee,in drey kleinen bänden gedruckt. Der Abt de Mauroy prästn-tirte sie Ihrer Königlichen Hoheit der Printzcßm von Orleans .Daher nahm sie anlas auf dieser Printzcßin Vermahlung mitdem Hertzoge von Lothringen ein glückivünschungs - gctichte zuschreiben', welches mit einigen andern voesicn, die ne auf dievermählungs - lustbarkciten gemacht hatte, in ein bändgcn an.1688. zustimmen gedruckt wurde. Als die Hcrtzogin von Re,mours, Maria d'Orleans de Longueville, starbt welche die
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