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man einen noch gantzen und vollkommenen cörper, dessen haaremit einem göldenen faden gebunden/ angetroffen , wie auch ei-ne lampe, nebst der Überschrift: Tulliols filis meae , welchesanzuzeigen schiene/ daß es Ciceronis tochter wäre, so vor sovielen jähren gestorben sey. Allein , kaum hatte man dencörper nebst der lampe in die lust gebracht, so verlosch diese/und der cörper wurde zu asche. Desgleichen wird auch versi-chert / daß unterschiedliche dergleichen lampen in dem gebiethevon Dilcrbo gefunden worden, welche gleichfalls, nachdemdie freye lust darzu gekommen/ ausgelöscht, worunter inson-derheit Olybrii Marimi von Padua seine den arösten ruf ver-ursachte. Sie bestund aus 2. schalen/ einer göldenen und ei-ner silbernen, die mit einem wunderwürdigen fasst angefülltwaren/ weicher eine dazwischen/ oder wie andere wollen , dar-unter gesetzte lampe ohne unterlaß brennend erhielte. Alleindiß alles ist falsch, und die unter der erden immer brennendelampen eine pure fabel; wie dann an Liceto bey grosser geschick«lichkeit und ungemeiner lesung eben dieses am meisten auszu-setzen ist/ daß er alles/ was nur seltsam und ungläudlich schie-ne/ gar zu leicht geglaubt hat. Ferner gab auch Licetus vor/daß der göttin Kestä ewiges feuer von dergleichen art gewe-sen. Mein darinn irret er , sintemal dieses feuer deswegenewig genennet wurde, weil man von einer zeit zu der anderndaraufacht hatte/ und es Niemals ausgehen ließ. Crajfi, elog.d’huom. Jet. *
Eichet/ (Franciscus) ein Franciscaner von Brescia , in Ita lien gebürtig/ wurde an. izitz. zum General seines ordenö zuLyon crwchiet/ und verfertigte Commentarios über den iMagi-ftrum 8'ententiarum, nebst andern stücken. BeOarmm. de script.eccles. IVading. annal. Min. Witiot . &c.
Lichfield, lat. Lichfeldia , ist eine stadt in Stassordshire,118. Englische meilen von Londen / in einem niedrigen und mo-rastigen gründe gelegen / 'an einem kleinen und nicht tiefensee / woraus ei» kleiner fluß kommt, welcher in die Blithe ,und hierauf nebst selbiger in die Trente fallt. Durch gedachtensee und fiuß wird die stadt in 2. theile unterschieden , so durcheine drücke und einen dämm an einander gefügek find. Dernähme Lichfield soll so viel heissen/ als das selb der leichen/ weilnemlich unter des Kaysers Diocletiani regierung eine grosseanzahl von todten Christen - cörpern daselbst unbegraben gele-gen. In dem südlichen theile , welcher der grosse, ist eineschule nebst einem dem heiligen Johanni gewiebmeten Hospi-tale. In dem andern theil stehet die Haupt-kirche/ welche al-lein genug ist / den on berühmt zu machen. Sie wurde umdas «ahr 6;6. von dem Northumdrischen Könige Oswy er-bauet, und deroselben Bischöffe mit vielen schönen ländereyenbegäbet. Nachdem aber die alte kirche an. 114z. von Rogeriode Clinton / dem 3 7. Bisthoffe dieser Diceces, niedergerissenworden, ließ er diejenige erbaue«/ welche anjetzo da stehet. DerBischöffliche sitz war allhicr bis an. 1102. da ihn Robert vonLimsey/ der zzste Bischoff dieses orts/ nach Coventry verlegte,und sich davon tjtuliren ließ. Wein Hugo Novant/ der 6teBlschoss nach ihm, brachte ihn an. n88. wieder zurück nachLichfield / wiewol nicht ohne widerstand der Mönche zu Co ventry . Endlich wurde der streit durch Savensby, den 4tenBlschoss so nach gedachtem Novant an diesem orte war/ bey-geleget, und zwar fast eben aus diese weise/ als wie man vor-her zu Wells gethan/ da man nemlich Bath und Wells in einBißthum vereiniget. Denn es wurde beschlossen, daß sich derBlschoss von beyden orten nennen, doch Coventry in dem titulvoran stehen sollte, ingleichen daß sie ihre Bischöffe wechsels-weise zu erwchlen, und beyde zusammen nur ein Capital zumachen befugt seyn sollten, «n welchem man den Prior vonCoventry für das Haupt zu erkennen hätte. In solchem stän-de blieb es, bis die Priorey zu Coventry von Henrico VIII. zer-trennet , und durch eine Parlements-acte dem Decano undCapitul zu Lichfield die macht zuerkannt wurde, daß sie denBtschoff allein erwehlen möchten, welcher aber den vorigentitul behielt. Die einkünfte dieses Bißthums erstreckten sichvor dem so hoch, daß es an. 79;. zum Ertz-Bißlhum gemachtwurde, worunter die Bischöffe zu Winchester, Hereford, Sid-nacester, Dorchester, North-Elmham und Dunwich gehörensollten. Unter diesen ist Stdnacester und Dorchester nachge-hends zur Dioeces Lincoln und die 2. letzten z» Norwich ge-schlagen worden, auch mithin das Ertz-Bißlhum wieder einge-gangen. Anjetzo begreift diese Dioeces die gantze GrafschafftDardy und Stassordshire, nebst einem guten theil von War-wick und Shropshire , zusammen 557. kirch-spiele in sich.Um guter ordnung halber hat sie 4. Archidiaconien, nemlichStaffvrd, Darbn, Coventry und Shrewsbury . An. 164;.wurde Bernhard Stnart Esme, des Hertzogs von Lennox undGrafen von March jüngster söhn, zum Grafen von Lichfield und Baron von Newdury gemacht. In dieser würde folgteihm Carolus Stuart, sein vettcr, welchen der König CarolusII. an. 1660. zum Hcrtzog von Richmond und Lennox ernannte.Als aber dieser m seiner Gcsandtschafft an den König von Dä-ncmarck an. 1672. dieses zeitliche gesegnete, so wurde von er-meldlem Könige der Graftn-titul von Lichfield 2. jähr hernach,nemlich den 5. ,umi an. 1674. Edward» Henrico Lee, Baronenvon Spcllcsbury und Burggrafen von Quarendon, gegeben.Das schloß zu Lichfield war in dem einheimischen Engelländi-schen kriege mit einer garnisvn von dem Könige besetzt, wurde
Histor. Lexicon Ifs. Theil.
«JOT den 2. May am 1642. von den Parlements-trouppen unterMylord Brook eingenommen. Den 22. dieses monats bela,gerten eS die Königlichen vvlcker zum andern mal, woraufes den 8. apr. nach einer bey Hopton-Heath geschehenen Nie-derlage von 3000. mann , welche die stadt entsetzen wollten ,an Prmtz Robertum übergeben, aber nachgehends von denParlements-trouppen wieder erobert wurde. Ob es nun wolder Komg den 3°. may an. 1649, aufs neue bestürmte und ein-bekam, so wurde es doch in eben demselben jähre den ist. juniivon dem Lord Fairfar nach der schlacht bey Najeby tviederumhlnweggenommen. Lichfield ist eine Pfaltz-Grafschafft, undhat ausser der haupt-noch drey Pfarr-kirchen. Camdenus,deicr. Angl. BeevereU, delic. de la Grande-Bretagne.
„ t Lichfield und Loventrv, Bißthum. Das Bißthum Lich-fielb war zu ansang allein gestiftet, und soll von Oswy, Königevon Mercia , an. 656. aufgerichtet worden seyn. Der erste Bi-schoff ,st Dwina gewesen. Auf diese weise währcte es unterseinen Nachfolgern, Cellach, Trumhere, Jarumam, Cedda rc.deren einige ihren ptz nach Ehester transftriret haben, bis aufRobert de Limesey, welcher an. 1102. weil ihm die siluation vonEhester nicht anstünde, den Bischöfflichen sitz nach Coventry ver-setzet. Von dieser zeit geht die ordnung der Bischöffe von Lich field und Coventry an, als gewesen: an. 1121. Robert Peche,II2Y. Roger de Clinton, 1149. Walther Darbeut, und sb wei-ter bis auf die zeiten Henrici VIII. von bannen sich die solardieser Bischöffe also verhält:is 34. war Blschoss Rowland Lee, Leg. Doct. folgt;iS 43 · Richard Sampson , zuvor Blschoss von Chichester .i;; 4 . RalfBayne, 8 . T. P. bietet ward an. i;;s. entsetzt,und starb bald hernach.
1539. Thomas Bentham.i» 8 °. William Overton , 8 . 1 . k.
1609. Georg Abbot, 8. 1 . P. hernach Bischoff zu Londen .
1610. Richard Neyle, damals Bischoff von Rochester , her,
nach an. 1613. nach Londen versetzt.
1613. John Overal, 8.1. k. hernach Bischoff zu Norwich .
1618. Thomas Morton , Bischoff zu Ehester, hernach an.1632. auf Durham transftriret.
1632. Robert Wright, Bischoff von Bristol .
1643. Accepted Frewen , 8.1. k. an. 1660. zum Ertz-Bi߫thum von Jorck transftriret. -
1661. John Hacket , 8. T. P. starb an. 1670, seines alters79. jähr.
1671. Thomas Wood, 8. T. P.
1692. William Lloyd, Bischoffvon St. Assaph , befördertan. 1699. zum Bißthum von Worchester.
1699. John Hough, Bischoff von Oxford .
1717. Edoard Chandler, 8.T. P.
17... RichardSmalbrokh 8 . T. D. Wharton , Angl. sacr.
God.'voin. Rymer . Le Neve. Regiß. £V? annot.
Lichtenau, eine kleine stadt und vestes schloß, disseit desRheins in der Ortenau an den Badischen grentzen, 3. Meilenvon Straßburg , dißmal dem Landgrafen von Hessen-Darmstadtgehörig. Es ist auch ein Hessen -Casselischrs stadtlein dieses nah.Mens. Topogr. Alfat. N
Lichtenau, ist ein städllein und vestes schloß in dem Marg,graslhum Anspach , i. meile von Ansvach, und gehört der stadtNürnberg . Marggraf Albrecht von Brandenburg hat es an.1552. geplündert und geschleifet, den bürgern aber geld gege-ben, und selbige mit einem eyd dazu verbunden, daß sie sich inseinem und seines vettern, Marggraf Georg Friedrichs , lan,den niederlassen wollten. An. 1632. wurde es, nachdem esvorher» von den Nürnberger» wiederum erbauet und bevesti-get worden, von den Kayserlichen mit accord erobert, denen esaber die Schweden abgenommen, und der stadt Nürnberg re-stltuiret. Cbemnitius , vom Schweb, kriege. P. II. Zeder, to-pogr. Francon. & append. p. 32.
* Lichtenau , eine kleine stadt im Paderbornischen, in derHerrschassl Bracke!. Zeiler. topogr. ’Westphal. p. 57. Hamel-ntunn* delin. urb. & oppid. weltphal. in opp. p. 78. 0tiward ehemals von einem Grafen von Marck, der Friedri-chen von Patberg gegen das Stift beystunde, in die asche ge-leget. Krantzius , Metrop. X. 49. Humelmann. hitt. Com. deMarca opp. p. 528.
* Lichtenau, ein schloß in Ober-Oesterreich, welches in demsogenannten Mühl-V»ertel,nahe bey dem marckt-stecken Haßlachin einem tiefen gründe lieget. An. 1440. hat eö Martin von Gebtmit Ursula, einer tochter Wolfgangi Iörgers, erheurathet, wor-auf es bey dessen nachkommen bis zu anfange des XVII. feculigeblieben, da es an Henricum Hörleinsperger gekommen. Alsaber mit demselben sein geschlecht ausstarb, gelangte es durchdessen tochter Elisabeth Hörleinspergerin an den Freyherr»Dietmayer Schiftr. Dieses letzter« enckelin Anna Elisabetha,Sigismundi Vchlftrs tochter, hat es ihrem gemahl, Johann»Secundo, Grafen von und zu Printzenstein, Maria Gabriela,Gräfin zu Printzenstein aber an. 1728. Josephs, Grafen vonWclfperg und Primör, zugebracht, von Hoheneck, beschr.von Ober-Oesterr. tom. II. p. 801.
Lichtenau, siehe Lonradus von Lichtenau.