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indes) die Aemter Lichtenberg, Bußweiler, Jngweiler, Nen-weiler , Pfaffenhoftn, Westhofen , Wolffgangshclin, Brrimat,Lichtenau , wozu die jetzige vestung Drusenheim gehört, Wiü-stett/ Lomderg, Niederbronn , Wördt und Hatten. Ihre er-sten besitzer waren die Herren von Lichtenberg oder Claremont ,welche jchon zu den zeiten Kaysers Ludomc, Pu an. 8rl. tnanseilen aelebet, und nach diesem vrel hohe gelst-und weltlichestmter betleidek haben. Die beyden letzten von diesem ge-ichlechte waren Ludovicus und Iacobuö. Jener hinterließvon Anna/ Marqgräfin von Baden/ 2. tochter : Elisabetham ,welche an Graf Simon Weckern zu Zweybrücken, und An-nam/ so an Graf Philippen zu Hanau vermahlet ward. Erstund an. 14-8. dem Bischoff Wilhelms von L-kraßburg widerdie Straßdurger bey, und kriegte hernach mit Emichen demalten/ und Schaffrieden , Grafen von Leiniugen/ welchen letz-ter» er gefangen bekam. Der streit wurde an. 1451. zuPfortzheim dahin beygelegt , daß Graf Schaffried die stadtBrumat an Lichtenberg abtreten muste. Endlich hatte erauch grosse irrung mit feinem bruder Iacodo, dem Ober-vogt zu Otraßburg. Dieser hatte sich an Anna/ Gran» vonMvrß und Sarwerden, vermahlt, aus welcher heuralh zumtheil das gezäncke zwischen den Herren von Lichtenberg undGrafen zu Sarwerden entsprungen. Sie verließ ihm kernekinder. Daher hieng er sich an eine concubine, welche vielUnglücks im lande stiftete- daß darüber die bruder in hartenstreit geriethen. Doch gab Ludwig nach- und übertrug seinenhalben theil der Grafschafft bey seinem absterben an. 1471« mitbewilligung seiner tochter-männer an diesen seinen bruder Ja-cobum/ welche großinüthigkeit diesen dahin bewog-daß er ftinbereits gemachtes testament, darinn er den Bischoff Ru-precht zu Straßburg zum erben eingesetzt - wieder zerrisse. Erhatte nicht allein das glück, daß ihn der Kayftr Fridericus III.als er bey ihm zu Straßburg in seinem Hofe abtrat - zumGrafen machte, sondern er brachte es auch noch bey seinemleben dahin, daß die Grafen von Zmcybrücken und Hanau an. 147;. von dem Bischoff zu Metz, als von welchem dergröste theil der Grafschafft zu lehn gehet, mit derselben ge«meinschafftlich, und zu rechter mannschafft, wie die wertedes lehn-briefs lauten, belehnet wurde. Als aber derselbe an.148°. verstarb, fuhr der Bischoff von Straßburg aus vorwanddes erwehnten tcstaments, ehe noch der tob den Grafen vonZweybrücken und Hanau kund wurde, zu, und nahm einengrossen theil der Grafschafft weg. Wollten nun die erbenwohl oder übel, so musten sie ein stück der lande, worunterdas schloß Lichtenberg, für Bischöffliche lehn erkennen, und8000. fl. für die investitur erlegen, wofür sie zum besitz derlande kamen, die sie unter sich gleich theilten. Es geschaheaber, daß Simon Wecker von Zweybrücken der jüngere ohnemännliche erben verstarb, und /eine lande an seinen bruderJacob, Grafen zu Bitsch, übertrug. Hierwider setzte sich zwardes Simon Weckers tochter, Amalia, welche an Graf Philip-pen von Leiningen verheurathel war. Allein Graf Jacobdrang damit durch, daß die manns-personen auch bey erb-lehndie weiber ausschlössen. Ob nun wol Simon Wecker eck te-stament gemacht, darinn er seine 2. tochter zu erben einge-setzt , so habe sich doch Amalia mit Jacobs verglichen, und sichmit Oderbronn und einigen dörfern abfinden lassen, welche siedem Grafen von Leiningen zugebracht. Wiewol die Leinin-ger sagen, daß die übrige erb-folge darbey vorbehalten wor.den, wenn Graf Jacob ohne manns-erben versterben sollte.Als nun Jacob an. 1570. verstarb, und nur eine einzige toch-ter Ludovicam Margarelham, Graf Philipps des V. von Ha-nau gemahlin, hinterließ; so siel die Zweydrückische verlas-senschafft, so viel weiber erben konnten, und unter derselbender halbe antheil der Grafschafft Lichtenberg a» Philippen vonHanau, welcher ex capite limultanea: invelliturX, und weil sei-ne gemahlin die Amalien einmal ausgeschlossen hätte, das landzu sich nahm, dessen nachkommen allemal von den Bischöffenzu Metz darüber belehnt worden , und bis an. 1594. in geru-higem besitz verblieben. Allein an. 1,98. gab Ludwig von Lei-ningen wegen seiner mutter der Amalien eine klage vor demMetzischen Lehn-Gericht ein, und schützte nebst andern grün-den vor, daß zwischen Graf Jacob zu Bitsch und seiner Mut-ter auf Vermittelung Graf Philipps zu Hanau selbsten ein ver-gleich getroffen worden, trafst dessen angeregte lehn auf siefallen sollte r wenn Jacob ohne männliche erben verstürbe.Worwider man Hanauischer seits eingewendet, daß solcher ver-gleich viele Mangel habe, und Graf Philipp denselben als Vor-mund seiner frau gemacht, in welcher absieht er seinen nach-kommen nichts vergeben habe. Dergestalt ist Hanau bis hie-her in besitzder lande geblieben, welche neuerer zeiten Johan-nes, Graf Reinhards bruder, zu seinem antheil bekommen, derseine residentz zu Bußweiler gehabt, bis er nach absterben ge-dachten bruders, Herr von allen Hanauischen landen worden.Sonst hat Lichtenberg mit andern Elsaßischen Reichs - lehengleiches schicksal gehabt. Denn vbwol im Westphälischenfrieden §. 87 · ausdrücklich versehe», daß der König von Franck-reich die Grafen bey ihrer Reichs - immedietät wegen der El-saßrschen lande lassen sollte ; so hat doch derselbe an. 1676.durch die vorgeschützte bekannte reunionen das gantze landan sich gebracht, welches er auch bis auf den Ryßwickischenfrieden behalten, in welchem ausgemacht wurde, daß dieGrafschafft an seinen rechten Herrn zurück gegeben werdensollte, wobey es hernach im Rastäbkischen und Badenischen ftie.
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den verblieben. Endlich ist zu wissen, daß der Kayser Ferdj,nandus ll. an. 1625. die anwartschafft auf alle HanauischeReichs-lehn, und also auch, in so weit auf die Grafschafft Lich-tenberg an Churfürst Joh. Georg I. von Sachsen gegeben,weiche desselben Nachfolger Ferdinanbus III. an. löz g. und je-de folgende Kayser bestätiget. DieferGrafschafft halber hallendie Grafen von Hanau besondere sitz und stimme auf den,Reichs-tage. Nach des letztern Grafen von Hanau, IvhannisReinhardt, an. 17; 8. crfolgtem tobe fiel diese Grafschafft anden dißmaligen Landgrafen von Hessen-Darmstadt . Schwdtr,theatr. prsetenC üb. VI. p. 851. Von RönigShovM, m daElf. chronick.
Lichtenberg, oder Llaremont, ein sehr vestes berg-schloßinder Grafschafft gleiches nahmens, 2. meilen von Elsaß-Zaberu,und 2. von Hagenau gelegen, ist mit einem brunnen verforgt,welcher die ersten Herren, solches zu bauen, angereitzl habensoll. Um an. 13 54. hat Heinrich von Lichtenberg seinen vailerHermann darauf belagert, und das schloß erobert. An. 167s.·haben es die Kayscrlichen besetzt gehabt, die Franzosen aberhaben es belagert und eingenommen, worauf sie es noch star-cker bevestiget, und ohnerachtet des Ryßwickischen friedens-schlusses, der solches an die Grafen zu Hanau zu restiiuirmgebietet, bis auf den Rastädtischen frieden behalten, da sie eswieder einräumen sollen. Sonst ist das schloß ein Slraßbm-gisches lehn, davon der Ursprung bey dem Hertzog in der Äs.chronick, lib. V. c. 56. zu lesen.
Lichtenberg, ein in dem eingang des Odenwaldes gelege-nes und dem Hause Hessen-Darmstadt zuständiges schloß undAmt, so vorzeiten den titul einerHerrschaft geführek,vonde,ren ehemaligen besitzern man nichts zuverläßiges aufgezeich,net findet. Das schloß muß zeitlich von der samilie ab, undan die Grafen von Catzenelnbogen gekommen seyn, weil an.1515. und 1560. dasselbe der Catzenelndogischcn Gräfin zumwithum-sitz gegeben worden. Kayser Carl IV. hat ihm nickPrivilegien als jahr-und wochen-märckte ertheilet, welche Land-graf Georg I. bestätiget, der auch an. 1570. das schloß erneuert,wtnckelmanns Hess. bcschr. k. II. c. 2. p. 97.
Lichtenberg, ein Amt und schloß im Hertzogthum Zwey-brücken, zwischen dem Amte Meisenheim , Sarbrücken und Bir-ckenfeld gelegen, bestehet fast in lauter geburgcn.
Lichtenberg, ein Landes-Fürstliches schloß am fiusse Lech inOber-Bayern , >ns Rent-Amt München gehörig.
Lichtenberg, eine Herrschafft in der Grafschafft Looks, inden Niederlanden , an dem lincken ufer der Maase, übetMastricht gelegen.
Lichtenberg, eines von den vornehmsten Cammer- gütherndes Hertzogs von Braunschweig , nicht weit von Wvlffenbülikl,hat ein altes derg-schlvß.
Lichtenberg, eine kleine stadt, nebst einem auf einem bergewüste liegenden schloß und Amt im Voigilande, dem Markgra-fen zu Bayreuth gehörig.
Lichtenberg, ein ansehnliches geschlecht in Crain, iwtcWum das jähr iü6o. die Freyherrliche und bald hernach die Gräf-liche würde erhalten. Es hat von der adelichen samilie dererSchwaben oder Swaben, in selbigem Hertzogthume, ooudenen Heinrich an. 1296. Berthold an. 1558. und Lüdcr ;uCaroli V. zeiten sich hervorgethan, seinen Ursprung. Denn Jo-hann Schwab heurathete um das jähr 1540. Margarelhamvon Lichtenberg, die letzte ihres geschlcchts, (welches schon an.n6;. dem lurnier zu Zürich beygewvhnet, und sich in Oester reich , Kärndten, Tyrol und Crain ausgebreitet gehabt) undbrachte dadurch deren güther nebst dem nahmen Lichtenbergauf seine samilie. ' Johann Joseph Schwab von Lichtenberg,Kayserlicher Oberster, wurde an. 157;. von den Türcken gr-,fangen, und starb zu Constantinopel. Wolf Andreas Gmvon Lichtenberg, ist an. 167;. in einem treffen geblieben , undhat etliche söhne nachgelassen. Scbanleb. stemmst, tom. I. In.L. J. G. Lukantscb'uti. regia nob. Carn. tom. II. Spangen-bergö Adelfp. L. II.
Lichtenberg, eines der ältesten und anfehniichsien adelichenHäuser in Thüringen . Heinrich von Lichtenberg unterstundsich MM40S. seinen Landes-Herren, Marggraf Friedrichen undWilhelmen zu Meisten, fehde-bricfe zuzusenden. Marnniu»ist an. ij 98 - fub dato Gotha mit dem holtze unweit Ilmenau ,fein söhn Albrecht aber an. 1440. fub dato Weimar mit demRilter-gulhe Fiedelhaufen beliehen worden, welches dessen nach-kommen nebst Wölfis , so sie an. 1509. erhalte», annoch beuhcn.Hans Christoph zu Fiedelhausen hat an. 1655. bey dem leichen-proceß Hertzog Bernhards zu Weimar die sahne des Hneog-thums Bergen getragen. Höns Coburgische chronick. Mu‘-leri annal. Sax.
* Lichtenberg , ein schloß in Unter-Crain, vier meilen vonder stadt Laybach, und nur einen niusqueten-schriß von Zpa-gensberg auf einem ziemlich hohen Hügel gelegen ; hat aberwegen der umherliegenden berge keine beliebte ansucht; wcnches jedoch durch die im sommcr hier herum bcsindllche fußteluft wieder ersetzet wird. Valvasors ehre des Hertzogthum»Crain, XI. p. H7· Tromsdorffs accur. neue und alle gcogr.von Teutschl. i. p. 54· Es ist auch hier herum das land mitobste und andern flüchten gleichsam besäet. Valvawr, l. c.l>. 557 . keg. Sonst ist es das stamm-haus eines desondecn^ge-