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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Sluss« slebsld&tef Pharsalia hat man tiocft Carmefi rtanegyricutftadCalpurnium Pisonem, welches WXtM «!öttfltUo «nb Om-9 s*a Tactt, snnäl. lib. XV· & X» Au-

SÄffÄÄcani. Eusebius , lib. IL chron. ad anaoSo Gyraldus ScCrinitus , de Poetis. Patin. m epirt H«c*.Roman rer. script. P. I. & II. c. u. Fabric. bibl. Latin,p. 77. seqq. *

LUCARIA, ein fest, welches die Römer den -8. und ro.jul.beaienaen, weil sie sich, nachdem sie von den Galliern geschlagenwaren, in einem luco oder kleinen walde zwischen dem Tiber -stuyund der sogenannten Via 8alaria versteckt hatten. Kai. Rom .Vet. Feßus, in Luearias. Voßus, etymol. Pitifcus.

St. £ucctö, einer der 4. Evangelisten , war gebürtig, wiedie Alten melden, von Antiochia , der Haupt-stadt in Syrien ,wosclbsten es sehr wahrscheinlich ist, daß er von dem ApostelPaulo sey bekehret worden. Seiner profeßion nach war erein Nedicus, welches man aus der epistel ad Coloff. IV. 14.schließen kan. Denn daß daselbst der Evangelist Lucas ver-standen werde, ist bey den gelehrtesten auslegen, ausser streit.Daß er aber auch ein mahier sollte gewesen seyn, wie Nice-phorus, Simeon Metaphrastes , Gretserus und andere vorge-ben , ist schwerlich zu erweisen, ohngeachtet man einige, ge-mählde vorzeigen will, die er soll verfertiget haben. Im übri-gen war er ein beständiger reise-gefährte des Apostels Pauli,welchen er auch wol bis an dessen Märtyrer-tod nicht mag ver-lassen haben. Wiewol einige vorgeben, er hätte Paulum zuRom gelassen, wäre wiederum in die Morgcnlande geretset, undhätte in Egypten, wie auch in den gegenden von Libyen dasEvangelium geprediget. Epiphanius aber meldet, daß er in Dal.malten, Galatien , Italien und Macedonien das Evangeliumverkündiget. Die zeit und art seines todes ist ungewiß, und sinddarvon bey den Alten uMerschiedliche meynungen. Seine schrif-ten sind das Evangelium, darinn er weitläufig das leben, dentod und die wunder Christi beschreibt, wie er solches von Paulound den andern Aposteln empfangen hatte; und dann die Apo-stel-geschichte,darinn er die pflantzung der Christlichen kirche, unddie vornehmste geschichte der Apostel, sonderlich Pelri und Pauliaufgezeichnet hat. Dorotheas , dc vit. & mort. Apostol. Theo -ptylatfus, prooem. in Luc. Simeon Metaphrastes , ap. Suriumad d. 18. octobr. Kicepborus, hist. eccles. üb. II. c. 4;.Gretserus, de imaginib. non manufact. & S. Luc. pict. c. 18.19. Cave, hist. litter. script. eccles. it. in antiquitatib. Apost.in vit. Lucs. Heideggcrus, in enchirid. bibl. lib. III. c. 4.

Lucas, genannt der jüngere, war einEinsiedler, und lebte indem X. sieculo. Der P. Comdefis hat sein leben heraus gegeben.

Lucas, zngenannt Chrysoberges , war Patriarch zu Con-stantinopel, und folgte an. 1149. dem Chariton in dieser würde.Er hielt einen Synodum, davon man in den Commentariis desBalsamon Nachricht finden kan, und starb an. 1166. Baisa.man, in comment. nom. Phot. Spond. in ep. Bar.

Lucas, war ein Abt Nomis St. Cornelii ohnweit Lüttich ,und ein Canonicus Prämonstratenfer-ordcns. Der author deschronici , so der bibliolheck der Patrum mit beygefügtt, setzet ihnin das VIII. feculum, allein es ist viel gewisser, daß er an. 11,0.gelebet. Er halbem Miloni, Bischosszu Terouanne, einenCommentarium über das hohe Lied Salomonis dediciret, wel-ches nachgehends an. 1518. zu Friburg gedruckt, und mit in diebibliothecam Patrum gesetzet worden. Trithem. de script. ec-cles. Gesner. in bibl. Andr. bibl. Belg.

Lucas von Leiden, ein berühmter mahler und kupfer-stecherzu Leiden in Holland , welcher seinen zunahmen von diesem or-te , allwo er an. 1494. gebohren worden, bekommen hat. Erwar der arbeit so unmäßig ergeben, daß er fich nicht einmalzeit zu schlafen nehmen wollte, weswegen seine mutier öfterskommen, und ihm das licht wegnehmen mnste, damit er sichzur ruhe begeben möchte. Da er kaum 9. jähr alt war, gaber schon einige kupfer-stiche heraus. Er konnte auch aus glasmahlen, und mit scheide-wasser in kuvfer einbeitzen. NachdemAlbert Dürer , ein vortresticher mahler, einige von seinen stückengesehen, that er um feinet willen eine reise nach Leiden , «mmit ihm bekannt zu werden. An. 1525. nahm er sich vor, diegantzen Niederlande durchzureisen, und die berühmtesten mah-let, die er nur antreffen konnte, zu besuchen. Als er nun nachMiddeldurg kam, fand er daselbst einen seiner profeßion, nah-mens Johann de Maubeuge, welcher ihm in der kunst und an-dern Vortheilen und sonderbaren gaaben bey nahe gleich war.Weil nun selbiger auf ihn neidisch zu seyn schien, bildete sich Lu-cäs ein, daß er ihm etwas gift beygebracht hätte. Dem seynun wie ihm wolle, so erfolgte doch hierauf, daß er 5. oder 6 .jähr hernach ein kräncklich leben führte, und an. 15;;. im39. jähre seines alters sterben muste. Meurs Athen . Batavlib. I. Sandrarts Akademie. Felibien, entret. für les viesdes Peintr. &c.

Lucas Tudensis , war Diaconus und nachmals Bischofszu Tuy in der Spanischen provini; Gallicien, und lebte in demXIII. foculo zu den Seiten Gregor» IX . Er that verschiedenereistn nach dem Orient und in andere länder, um sich allda so-wol von der religion als den gebräuchen dieser völcker zu un-terrichten. Nach seiner zuruckkunft schrieb er 3. buchet widerdie Albigenscr, und auf befehl Beringariä seiner Königin eine«hronicke von ansang der weit bis auf seine zeit, welche von

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Schotto tom. IV. Hifpan. illustr. heraus gegeben worden v,

saus, chron. Hifpan. c. 4. Voßus, de Hist . Lat. II. c . s7 .

Lucas, (Franciftus) von Brügge , wareinvoävrvonki-ven und Decanus der kirche zn St. Omer . ErwarlirLediLschen, Griechischen, Syrischen, Chaldäischen und andern su-chen gar wohl erfahren, weswegen er auch mit Benedicto AnaMontano und andern zu Verfertigung derKöniglichen Bibel ver-ordnet worden. Er starb an. 1619. den 19. febr. verschieden«schriften hinterlassend. Danmter sind : Notat, in S. Bibliaquibus variantia discrepantibus exemplaribus loca summostudio discutiuntur; Comment. in IV. Jesu Christi Evange-lia ; Notarum in varias Lectiones in Evangeliis occurrenteslibri II. quorum uno Graeca:, altero Latin® varietates expli.cantur; Tractatus de Chaldaica S. Scripturae Paraphrasi; Itine.rarium Jesu Christi ex IV. Evangeliis. Andr. bibl. Belg.Mir itus, de fer. fec. XVII. Simon, hist. critique des veriionidu N. T. ch. 21.

Lucas, (Richardus) ein gelehrter und gottseliger Britan.nischer Theologus, welcher zu ende des vorigen und im ansangdes gegenwärtigen feculi storiret, war um das jähr e^x. inSchottland gebohren, von bannen er sich in Engelland begeben,und daselbst unterschiedliche geistliche ämter bedienet: Er Mauch eine reise in Franckretch gethan. Er ward Prediger oderVicar bey der St. Stephans-kirche in Londen ; dann Dockoder Professor der Theologie, und an. 1696.de»;. marlTiT.bendarius von Westmünster. In seinen besten jähren halle erdas Unglück, daß er seines gesichts beraubt wurde; dadurch erzwar in seinemPredig-amt verhindert wurde, aber seinen an«geist in Verfertigung vortresticher buchet zum besten des Ehrnic».thums nützlich übte; da es ihm dann, wie er zu sagen vsieg-te, eben ergangen, wie einem soldaten, dem die rechte Handabgehauen worden, der aber mit dem stnmp, so gut möglich ,für sein vatterland zn fechten fortfähret. Er starb, nachdem er ;.jähr vorher durch continuirliche kranckheit fast gantz untüchtigin seinem Predig-amt ist gemacht worden, den 29. jan. an.171;.seines alters 67. jähr, und ward wegen seiner gottseligkeii,«-lehrsamkeit und eifer bey den vortrestichsten Männern , als Bi-schoffBurnet rc. sehr beliebt, obgleich D.Eduard seine böse hingeund falschen eifer an ihm, wie an andern vortresiichen man.uern, gewaltig exerciret. Seine in Englischer spräche heraus-gegebene schriften, davon einige auch ins FramtjW undTeutsche übersetzt worden, find: Practical Christianity . tut!»ches im Französischen unter dem nahmen la Morale de'lEvan.gile heraus kommen : Enquiry after Happiness, in theilenin 8. Christian Thoughts for efery day of the month, Theplain mans Guide to Heaven ; The Dutv af Servants; Ser-mons tom. V. deren einige erst nach seinem tode von seinensöhn Richard Nag. Art. und Mitglied von Sidneji LolledzinCambridge , sind heraus gegeben worden. Endlich delaNatu.re & Excellence de la Relig. Chretienne. Ex eius script. LtNeve, Fast. *

* Lucas, (Paul) ist im 1714. bis z»m 17,7. jähre auf be-fehl Ludovici XI V. in die Türckey , in Asien , Syrien , in desgelobte land, u. s. w. gereiset. Dahero denn vorhanden ist:Nouveau Voiage duSieur Paul Lucas fast en 1714 - i 7 J 7 · P arordre de Louis dans la Turquie, lAste, Syrie, Palestine, Hau-te & Basse Egypte. Hierin» findet man eine ziemlich aus-führliche nachncht von der regierungs-forme, vondemkirchen»staat, und der natürlichen Historie von der Türckey,Syrien , demgelobten lande und Egypten. Univerfal-Lexiam.

* Lucas, (Theophil.) ei» Engklländer, von welchem vor.Handen sind: Alemoires oder Nachrichten von den verschlagt»nen streichen und lustigen begegenheiten der beruffensten fpte»ler und betrüget unter der regierung Caroli II. Jacobi H.Wilhelmi III. und der Königin Anna in Engelland, bannnnachdem zeugnis des tiluls alle geheime spieler-künße, undalle betrügereyen, die sich durch geschwindigkeik der Hände inallen Englischen, Holländischen, Französischen, SpmilchM'und Italiänischen spielen, in charten, würfeln aus einer tModer tonst anbringen lassen, entdeckt werden. Es ist dieseschuft im jähr 1719. aus dem Englischen ins Teutsche »der-setzet worden. Gniversal-Lexicon.

Lucaytsche Insuln, liegen auf dem Nar del Nort in fime-rtta, nordwärts von den insuln Cuba und St. Donnngo,die furnehmste darunter ist Lucaonia oder auch Nen-Provin?'welche den übrigen allenden allgemeinen nahmen giebet, Ja»hama ist die merckwürdigste, und zwar wegen des berüchliglmschnellen canals zwischen dieser insul und dem vesten lande, iw»chen die Spanische filber-flotten bey ihrer rückkehr von Mem«nach Europa gemeiniglich durchstreichen müssen, worinn sie amschon manches mit golb - blatten beladenes schiff durch M'bruch zum tribut lassen müssen. Die sogenannten Bahaina-spinnen finden sich in dieser insul. Guanasai ist wegen dem sihrustophoro Cvlumbo merckwürdig, dann wann er diese insin nMentdeckt,und also seine reise-gefährten nicht an land gebracht hal-te, so hätten sie wider ihn sich empört, und ihn über bord gc-schmissen, dahero er ihr den nahmen St. Salvator gegeben Hai.Tumosamana, Cignateo und Majaguano sind uberhanvifruchtbar an maitz, haben eine temperirte gesunde lnft, und sin»det man sehr viel tauben darauf, sie gehören meist pcn Lvä>nicrn. Haintzelmanns geograph. p. 8r7- *

Lucca