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fen , an. i ohne erben abqieng, kamen dessen hinterlasseneaüther, wiewol mit grossem streit, an die Grafen von Pap-penheim , und von denselben durch Heurath an die Fürsten vonFürstenberg. lmhof. N. P. Spen. hist. inlign. p. 684. L«ce/.stemm. Germ. Crusii annal. Suev. P. 111 . Tromsd.
f Don den ältesten Grafen oder Herren von Lupffen,welche schon ins jähr 796. gefetzt werden , hat man bis aufan. 9-°. keine besondere Nachrichten. Die folgenden erzehltCrusius, annal. Suev. P. II. lib. 111 . c. 9. Der oben gemeldteGraf Johann, war erstlich Dom-Küster, hernach Bischoffzu Costantz an. restgnirte an. 1517- den zi. oct. undstarb den 8. may an. 1^1. zu Engen . Um die mitte desXIII. saeculi haben diese Grafen das klostcr Gnadenzell oderOffenhauscn helffen stiften , und nachgehends an. 1262. reich-lich beschenckt. Zu der Grafschafft gehöret auch das schloß He-wen , oder Hohenhewen, wovon das Hegbw den nahmen ha-ben soll. Von dem succeßions-streit siehe Pappenheim undStÜllNgeN. M. Steinvoeeg. MSct.
Lupold, Leopold, Ertz-Bischoff und Churfürst zu Mayntz.Von feiner ankunft findet man nichts aufgezeichnet. Er ist einMönch zu Fulda und Dom-Probst zu Bamberg gewesen, undan. 105». erwehlt worden. Als der Kayser Henricus 111 . fei-nen söhn Henricum IV. an. 1054. zu Aachen von dem Ertz-Bi-schoffe Hermanns zu Cöln crönen ließ , setzte sich Leopolduö dar-wider , und wollte behaupten, daß das recht Kayser und Köni-ge in Teutschland zu crvncn allein dem Ertz-Bischoffe zu Mayntzgehöre. Er starb an. 10,9. und ward in seinem gestifteten St.Jacobs-kloster zu Schönbcrg begraben. Brußhius, de Episcop.Leben der Churfürsten zu Mayntz.
Lupold, ober Leopold, Bischoff zu Worms , wurde an.1197. erwehlet, und hielt es beständig mit des Kaysers Philipp!pariey, welcher ihn auch an. 1200. mit macht wider Siegfriedzum Ertz-Bißthum Mayntz befördern wollte. Er muste aber,nachdem jener die Päpstliche confirmation hatte, zurück stehen,und ward noch dazu in den bann gethan. Unterdessen verwü-stete er gedachtes Ertz-Bißthum mit feuer und schwerdt, bisan. 1208. der Kayser Philippus ermordet worden, da er dennsowol Mayntz als Worms mit dem rücken ansehen müssen.Doch gieng er an. 1209. mit einer kleinen armee in Italien ,und brachte so viel zuwege, daß der Papst ihn wieder ins Biß-thum Worms einsetzen ließ, worauf er fein leben angefangenzu bessern, welches vorhero sehr ärgerlich muß gewesen seyn;denn als einsmals sein bruder zu ihm gesagt: Bruder, wo dudich nicht änderst, so wirst du uns alle in die Hölle ver-führen , soll er geantwortet haben: wenn wir beyde in dieHölle fahren , will ich dir meinen ort gern einräumen,wann dir derselbe etwan besser anstehet. Er ist an. 1217.verstorben. Brußb . Bucel.
Lupus , von Oliveto, ein General des St. Hieronymi-ordensin Spanien , lebte an. 1420. Man hält dafür, daß er eben derjeni-ge sey, welcher Regulam Ordinis sui; Sermones de Tempore ; deSanctis, &c. geschrieben. Tritbem. de script. eccl. Gesner. bibl.
Lupus , Protospada zugenannt, ein Apulier , hatte diesenzunahmen daher bekommen , weil er oberster Capitain der leib-wachl war. Er lebte zu anfana des XII. soculi , und schriebeine chronicke vom Königreich Napoli von an. 860. bis 1202.so Anton Caraccioli an. 1626. nebst einer continuation, wel-che bis an. 1519. gehet, und einen ungewissen authoremhat,drucken lassen.
Lupus , (Scrvatus) ein Benedictiner-Mönch, aus Franck-rerch gebürtig. Der Abt Alderieus von Sens schickte ihn inTentschland,' allwo er in dem kloster Fulda des Hrabani Maurischüler worden, auch nachdem er sich allda in die 8. iahr aufgerhalten , annoch einige zeit bey dem Abt Eginhardo zu Seli-genstadt sich aufgehalten. Nach seiner zurückkunft wurde erder Kayserin Judith , Ludovici Pii gemahlin, bekannt, welcheihm die Abtey zu Ferrieres, Bethlehem genannt, nebst der zuSt. Josse de Mer, gab. Er war bey allen vornehmen leuthenzu feiner zeit in grossem ansehen, wie aus seinen briefen erhel-let, die er an den Papst Benedictnm 111 . den König CarolumCalvum , Lotharium und Enalphum, König in Engelland,Eginarbum und Rabanum, die er seine lehrmcister nennet,wie auch an Hincmarum von Rheims , Jonam von Orleansund andere hohe und berühmte Personen mehr geschrieben hat.Seine briefe geben ein grosses licht von dem zustande seiner zeit.Papirius Massonius hat sie an. i?88. in 8. herausgegeben,und Andreas du Chene hat selbige nach der zeit dem dritten romovon den scribcnten der Französischen Historie beygefüget. Lu pus hat auch ein buch de tribus Qumstionibus , nemlichvon dem freyen willen, der gnaden - wähl und dem löfe-geldChristi, welches er auch für die gottlosen bezahlet, wiewolMauguinus solche einem Priester zu Mayntz dieses nahmensbeygeleget, geschrieben , welche Sirmondus < Antonius Grim-bertus und Mauguinus heraus gegeben haben. Es sind auchnoch einige andere wcrcke von ihm vorhanden , als: Vira S."Wigbem, Abbatis Fritislariensts; Vita S. Maximini, EpiscopiTrevitenfis. Seine schriften sind zusammen von dem Ba-luzio mit anmerckungen an. 1664. in 8. heraus gegeben, undnachmals in dem Xlv. tom. p. I. der bibliothecse Patrummit einverleibet worden. Man sagt insgemein, er sey an. 8z 2.gestorben. Allein es ist gewiß, daß er noch an. 86i. gelebet.
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TrithemiuS hat zwar Lupum Servatum und Lupum denMzu Ferrieres , als zwey besondere Personen unterscheiden itoilen. Aber er führet keinen genügsamen gründ hiezu an, uimhat auch deswegen wenig beyfall unter den Gelehrten gesnnden
Sigrbert. c. 93. cat. l'ntbem. in chron. Bellarm. de script.'eccl. Baron, in annal . PoJJev. in apparatu. Sammartk. tomlyGall. Christ. Cave. Vcjßus, de Hist . Lat . Du Pm, & c . *Lupus , Bischoff zu Troyes in Franckreich, warvonNgebürtig, ein bruder Vincentii Lerinenlis , und hemathelGmeniolam, die schwester Hilarii, Bischoffs zu Alles, h426. begab er sich mit seinem bruder in das berühmte flojiatt.rins , und in dem folgenden jähre wurde er zum Bischoff mTroyes gemacht. Zwey jähr hernach that er eine reise mit in-ner Mutter bruder, Germano, nach Brilannicn, daselbffmiden Pelagianern zti difputiren. Man sagt, daß damals tutidie krafft feines gebäts die Britanni einen mercklichen sieg roitrrdie Sachsen und Pictos erhalten; daß aber einige melben, awäre zum andern mal an. 448. mit Germano nach Butan«gereiset, wird von andern widerlegt. Er starb an. 47,. uni>bezeugen von seinem grossen anfchen unterschiedene lad,Mkder Alten , sintemal ihn unter andern Sidonius AvM«iPatrem Patrum , Episcopum Episeoporum , & alterum laccasui Jacobum genennet hat. ' Einige melden auch, daß rr tn»Attila , der Hünnen König, entgegen gegangen sey, und dadurchfeine stadt von dessen Verwüstung befreyet habe, dcrglncknauch von dem Papst Leone gemeldet wird, dannenherodienstunter dessen soldaken entstanden , Attila wäre von zivemiul,den thieren, einem wolf und löwen , anfgehallen weckn.Sonst hat man von ihm eine epistel, die in seinem und WEuphronii, Bischoffs zu Autun , nahmen an Talalium, Ä-schvff von Angers , geschrieben : de Solennitatibus, &de bi-gamis Clericis , & de iis , qui conjugati assumuntur , tininoch eine andere epistel an Sidonium Apollinarem. Eudm,de laude Eremi» Projper. Beda. Sigebertus , in chron. Sa-nius, lib. VI. epist. I. Baralis , chron. Lirinens. Saimtate,Gall.Christ.tom.IIl. Surius , ad d. 29. jul. VJserius&Sil·Hngfieet. in antiq. Britann. Cave, &c.
Lupus ,,(Christianus) ein berühmter Catholischer UM.gr>5 und Königlicher Professor zu Löven , war an. 1612. ;uNpern gebohren , und nahm in dem jähre feines Msden Augustiner-orden an , worauf er sich nach erlernten Puim-nioribus , und sonderlich der Rhetoric, j» den höhnn lt«L>»vandte, auch daher, (da er annoch gar jung war) »onseintnObern tn das berühmte Cölnische kloster geschickt wurde, mdarinnen andere die Philosophie zu lehren. Er stund auedirnner Prosestion dergestalt vor , daß er bald einen pimnahmen , und sonderlich wegen seiner lehre und gcschiekMilttn dlsputiren,des damaligen Päpstlichen Legaten FabiiCWbe-ständige Hochachtung erlangte. Die schriften, so er damalstzrr.aus gab, waren : Programmata Philosophia: ; Libelius deOvoanimato ; lind Apologire pro Anima Ovi , & Ercmitici suiOr-dmis Primogenitura , so er wider die Marpurgische Univcrfflitund einen Canonicum Regulärem verfertige» müssen. Hicrauiwurde er Professor Theologie z» Lvvcn, allwo er die TheMlaus den schriften der Alten schöpfte, und seinen znheran cot»k^ug/.auch damit nicht wenige in Verwunderung feste, >ntmsie nicht begreiffen konnten, wenn und wie dieser Philosephuseine so grosse belesenheit tn derH. Schrift , in den Concile,ttni) in den Kirchen-Dättern sich beygeleget. Er hakte aber ei-ne grosse menge bücher gelesm, und sich sehr uiel bände mexcerptis gemacht , die ihm sowol, als still ungcmein gk.dachlnls, lreflich zu statten kamen; daher brachte er es end-lich jo weit, daß er auf eine jede ihm vorgelegte frage aus dem
sieg reif gelehrt antworten konnte. Also soll er einst dem bar.vinal ^elix 40, schwere fragen, so dieser ihm M
emmal vorgelegt, glücklich erörtert haben. Nichts destomi-ger werd ihm bey solchen gaaben eine sonderbare beschelteMnachgerühmt. Endlich kam er nach Douay < allwo er Plbald , sowol bey den layen als bey der Clertsev beliebt »«»'·AWer zog er die lehre des Augustini, so fast ganh.«gessenhelt gerathen war , wieder an das licht, und rencllkcr-nach, auf seiner Obern bcfehl, wieder nach Löven. Iadau rraber die Magister-unt» voctor-würde in der Theologie jupfangen willens war, verurfachten ihm einige miWMgrosse hlndernis. Es hatte der Papst Urbanus VIII . des jJ»<senil buch, Augustinus genannt, vcrworffcn , undtmoX. wider fünfdarinn enthaltene sätze ein cdicl publMuwelchen befehlen aber man nicht überall gehorchen >!>#>ienn die des Augustini lehre beygethan waren, bcsnMsich , daß hiemit Augustinus selbst vcrworffcn würde.diesen war auch Lupus , welchen der Apocrisiarius des Mmische» stuhls, als einen ungehorsame» und auswieglcraiWhe, dannenhero er ernstlich verbot, daß man ihm den crlvWten gradum nicht conferiren möchte. Lupus ertrug dmen M»mit sanstmuth; seine freunde aber , darunter der gelcbmk-Johannes Rivius war, brachten es bey dem Genewl u>-ncs ordcns dahin, daß er sich feiner bey dem Papste a»nsr"nund zwar mit so gutem Nachdruck, daß seine Promotion m4, ftbr. an. r 6 ;j. vollzogen wurde. Allein nachdem ^ni>oaiutius X. todt, und Alerander VII. an seine stelle gekommcu ir«,suchte der Pro-Apocrisiarius zu Brüssel ihn bey dem W™'chen stuhl von neuem zu schwärtzen , und den Par^u