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nolds kirchen-und ketzer-historie, WIN. I. lib. XVIs-y/.- *
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Lutherus , (Paulus) ein söhn des vorhergehenden, wardan. 15;;. zu Wlttrnberg gebühren. Nachdem er sich unter an,führung Philipp» Melanchthonis und Viti Winshemii, die La-teinische und Griechische spräche bekannt gemacht, ergriff er aufjenes einrathen das ssudium Mediein-e, und wurde an. 1557.j» Wiltenderg Doctor. Hierauf begab er sich auf die Universi,tät Jena , und fieng daselbst an zu lesen; wurde aber bald her-nach bey dem Hertzoge zu Weimar , Johan. Friderico , Leib,Medicus, welche stelle er bis an. 1*67. vertreten. Hernach ver-sähe er eben diese bediennng bey dem Churfürsten von Branden burg , Joachims II. und da dieser das zeitliche gesegnet, beriefihn der Churfürst zu Sachsen , AugustuS, und sahe feinenglücklichen fucceß in Chymicis mit grossen begnadigungcn an;inmaffen er verschiedene medicamenta, als unguentum exnitro, magiiterium perlarum, aurum potabile , &c. in dieapotheck geliefert. Nach Augnsti todc blieb er bey Christia-no I. führte sich aber gegen einige, die einen unterschied zwi-schen der lehre Luther « und Melanchthonis machen wollten, inreden etwas frey auf, weswegen er verleumdet, und an. 1^89.seines amts entsetzet wurde. Darauf hielt er sich einige jähre zuLeipzig als eine privat-person auf, bis ihn der Administratordes Churfürstenthums, Guilielmus Fridericus, zu einem Leib-IVledico bestätiget, worauf er an. I;SZ. gestorben. DreJJWiorat. de Paulo Luthero. Freherus.
Luthrspurg, ein altes schloß in der Graffchafft Toggenburg,unterhalb Lichtensteig an der Thür gelegen. An. 17,0. haben dielandleuihe dasselbe, bey anwachsender Uneinigkeit mir ihremHerrn dem Abt zu St. Gallen und anscheinender gefahr, nebstdem schloß Iberg und Schwartzenbach eingenommen und be-setzet.
* Luthumiere, (Franc, de Ia)ward gebohren im dec. an.1617. Sein gcschlechte kommt von alters her aus der Nor-mandie, und hieß ehedeffen le Tellicr. Er war ein söhn Jo-hannis, Freyherr« de la Luthumiere, rc. und Gouverneursin den städten Dalloqne, Cherbourg , und Charlolka du Bec-Cre-spin. Ob er schon der älteste söhn seines vatters war, so begab ersich doch in den geistlichen stand , studirte die Theologie zu Pa ris , und verfügte sich von da nach Rom , wo er Auditor desCardinals Grimaldi seines vettern ward, welcher eben um diesezeit als Päpstlicher Nuntius nach Franckreich geschickt worden.Den 2. januar. an. 1644. wurde der Abbe Luthumiere von demNuncio beordert, der theologischen Facultät zu Paris die bulledes Papsts Urbani VIII. zu überbringen, worinn er Jauseniibuch und dessen lehr-jatzeverdämmere. An. is47.den iz. jun.ward er zum Priester gemacht, und gedachte man ihn schonweiters und zu den höchsten geistlichen ehrm-stellen zu erheben,wofern er nicht selbsten gezciget hätte, daß er darnach nicht trach-tete z er zeigete mehr eifer der kirche zu diene». Zu diesem endeverband er sich mit etlichen frommen Geistlichen in der Pfar-rey Brix, und lebte in einer communität mit ihnen. Seinzweck war, das volck und die sämtlichen Pfarreyen der Baroniede la Luthumiere zu ihrem heyl zu unterweisen. An. 1648.bauele er ein Haus bey dem kirchhof der Haupt-kirche zu Brix,und faßte den cntfchluß , ein Seminarium daselbst aufzurich-ten , worinn die sugend in den sprachen, in der Philosophieund Theologie sollte unterrichtet werden, und da er in acht ge-nommen, daß die Land-Geistlichen sonderlich sehr unwissend wä-ren , und deswegen bey dem volcke in grosse Verachtung gekom-men , wollte er das seinige beytragen, dem kirchen - stand ge-schickte junge leuthe anzuschaffen. Bald darauf beuchte ihndie stadt Vallogne kvmmlicher zu seinem zweck, und tractirledeswegen mit Mr. Auvry, dem Bischoffe von Coutance , um einalt Bischöfflich Haus, welches er nur um roo. livres verpachtethatte. Diesem versprach er dafür jährlich und nnablöslich i;o.und über diß ihm eine andere gelegenheit anzuschaffen, wo errcfldiren könnte, wann er »ach Vallogne käme. Aus dem al-ten erhandelten gedäude aber machte er ein grosses und präch-tiges 8eminarium, zum besten der jugend, sonderlich denen, diesich zum dienst der kirche wiedmcten. Obschon dieses werck vonMr. Auvry, und auch von seinem Nachfolger in dem Bißthum,dem Herrn le Clerc de Lesseville, gut geheiffen worden, und da-hero dasselbe bald m grossen ruf kam, und sich unzehlich vielschüler aller orten her daselbst einfanden, so bekam es auch baldseine feinde, welche über dessen glücklichen fortgang eifersüchtigwurden, und denselben zu hemmen, ausstreueten, daß der lan-feniimus in diesem Seminario gelehret würde. Dieses gerucht,ob es schon an sich selbst falsch gewesen , nähme doch bald demSemmario feinen guten nahmen , und entzog ihm feine schüler;deswegen, damit dadurch der provintz der davon zu hoffendenutze nicht weiter entrissen würde, präsentirte man an. 1664.dem Bischoffe von Coutance eine bittschrift. Der damalige Bi-schoff, Mr. de Lesseville, wollte die fache selbst untersuchen, undverfügte sich deswegen nach Vallogne; und nachdem er die da-zu erforderlichen zeugen angehört, und völlige informativ» ein-genommen , fand er das Seminarium unschuldig, und verbotdeswegen bey strafe der excommunication, ferner dergleichenreden wider dasselbe auszustreuen. Also wurde,so lange dieser Bi-schoff lebte, den feinden des Seminarä der mund gestopft. An.r6üü. folgte auf ihn Air. de Lomcnie de Brienne; diesem wur-den philofovhische Theses aus diesem Seminario gewiesen; erHtstsr. Lexieon IV. Theil.
exannnirte dieselben, und fände sie gleichfalls orthodox, daß erden Professor , als den Urheber dieser schrifken, ernennete, dieTheologie zu lehren. Um eben diese zeit wurden die streitigkei»ten den Janscnismum betreffend, von dem Papst Elemente IX.einiger Massen beygelegt, da denn der Abbe Luthumiere und seineübrige Geistliche alles unterschrieben, was der Papst und dieübrige Gallische kirche an Janjenii fünf propvsitionrn verdam,met hatte. Deswegen verhofften sie nun in frieden zu leben,zumal da der König selbst sich ihrer angenommen , und diesel-ben ferner anzufechten verboten hatte. Dessen ohngeachtekwurden sie von neuem des Jansenisim angeklagt, und demzu folge an. Itz7l. Mr. Morion, ein Doctor Theologie beyder Facultät zu Paris , zu ihnen geschickt. Er hatte ordre, indiesem Seminario das Loneilium Tridentinum auf den fuß derGallischen nicht Jaufenistischen kirche zu erklären, und war denSeminaristen nicht zum besten gewogen, und mochte also dieDoctores des Seminarii bey der Facultät nicht gerühmet haben.Da nun Luthumiere sahe, daß er, ohngeachtek aller bittschriften,die er eingeleget,daß man die «rrthümmer seiner Professoren nen-nen, und untersuchen sollte, nichts ausrichten könnte, so gab erdas lehren auf,und begnügte sich mit feinen Professoren den übri.gen canonischen stiftungen feines Seminarii obzuliegen. Erblieb also bis an. 1685. da er einen Königlichen befehl erhielte,trafst dessen er alles < was Geistliche in dem Seminario waren,abschaffen muste. Er gehvrchete diesem befehl, und seit der zeit,vbfchon sich Luthumiere alle mühe gegeben, seine stiftung wie,der empor zu bringen, so konnte er es doch nicht erhalten;deswegen vermachte er das Seminarium und dessen dependentz,bücher und meublen, der Congregation der Patrum Oratorii,welche es aber auch seitherv nicht hat wieder in aufnähme drin.gen können. Luthumiere aber selbst starb an. iSyy. den i;.sept. seines alters 82. jähr, und ward in der capclle des Semi-narii begrabe«. Memoires.
* ü,uti, (Benedictus) ein berühmter mahler, war zu Flo-rcntz an. 1666. gebohren. Nachdem er erstlich von Ant. Domi-nico Gadbiani einer guten Unterweisung genossen, übte er sichzu Rom vornemlich nach den besten statuen und gemählden,und erwarb sich dadurch mit der zeit eine solche geschicklichkeit,daß er mit unter die vortreflichste» Historien - mahler gezehletwurde. Er wurde von dem Kayser geadelt, und zum Ritter er-kläret , da ihm dann der Churfürst von Mayntz nebst demAdels - brief auch zugleich ein mit diamanten reich besetztescreutz überschickte. Der Groß - Hertzog von Florentz aber be-zeigte seine Hochachtung, die er vor seine gemählde trug, inson,derhcit darinn, daß er ihn in einem von seinen pallästen zu Rom wohnen ließ. Er starb an. 1726. Abcedarh pttoric», p. 2;.
Lutorius pbifcus, ein Römischer Ritter, wurde durcheinen ausspruch des Raths am leben gestraft, weil er, (in Hoff-nung eine ansehnliche Verehrung zu erhalten, dergleichen ihmvorher Tiderrus , dem er ein getichte über den tod des Germa-nici überbracht, reichen lassen,) ehe noch einmal der jüngereDrusus, ein söhn Tiber», gestorben, und da er nur gefährlichkranck lag, gleichwol auf dessen tod voraus verse gemacht, jasolche bey glücklich erfolgter genesung des Drusi einigem frauen-zimmer in dem Hause des P. Petrvnii vorzulesen kein bedenckengetragen , so daß dann nachmals von denen, so das geticht an-gehört, die einige Vilellia, des Petronii schwieger-mutler, nichtsdavon wissen wollen, die übrige aber wider Lutorium zeugnisablegten. Tiderius ließ sich solchen ausspruch zwar in der thatgefallen , stellete sich aber doch durch sein schreiben gegen denRath, als ob ihm solche strafe eines fehlers, der zuletzt nur inblossen werten bestanden, zu viel dünckte, gab auch zu verste-hen , daß man zu sehr mit Vollziehung des gefällten Urtheils ge-eilet hätte. Welches dann eine ursach gewesen , daß der Rathdie nachmals lange in Übung gebliebene wichtige Verordnungmachte: kein zum tvde verdammter sollte vor dem zehenden tagehingerichtet werden , welches ziel nachmals der Kayser Theodo-sius bis auf dreißig tage verlängert hat. Taät. lib. III. c. 49.51. vro, Üb. LVU. Bayle. *
Eutry, ein stabilem am Genfer-see im Amte Lausanne, ineinem schönen reblande, zwischen Lausanne und Vevay gele-gen. Bischoff Berchkhold zu Lausanne , hat bey ansang desi;.jahrhunderts die mauren darum geführt. Es gehörte vordiesem eigenen Herren, die Majors oder Maver von Lutry ge,nannt, von welchen es an das Bißthum Laufanne gekommen.Es war auch ein Priorat darinn. An. 147s. ergab sich Lutry an die stadt Bern , ward aber wiedergegeben. An. 148». ha,den etliche Savoyer und Laufanner das städtlein überfallen. AISauch an. 1488. die von Lutry in Mißverständnis mit dem Bi-schoffe gestanden, haben sie das Bifchöffliche haus überfallen,und dessen Amtmann nebst etliche» andern erschlagen. Wor-auf Bern und Freyburg sich ins Mittel gelegt, die fache vertra.gen, und die von Lutry in eine strafe von ;;oo. fl. conbemni-ret. An. iz;6. kam das städtlein mit dem übrigen Pais deVaux an Bern . Plantvn , abrege p. 50z. Steteler. ad an.1488. *
Lütter am Barenberge , ein Braunfchweig-Wolffenbütte-lifch Amthaus, 2. weilen von Goslar , so nach anzeige deralten ruderum sonsten den Tempel - Herren gehöret, nachge-hends haben es die von Schwicheld besessen, von welchen esan das Haus Braunschweig gekommen ist. Der ort istGg gg; f»„*