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desselben «rosse aelehrsamkeit in Chronologicis feine lands-Ieu-tl!. ins beldndere auch Usserius, welcher ihm den sieg gegens^caliaer ohne scheu soll zuerkannt haben. Von ihm hat manEtS·“ evlriis Annorum Formis; Pralect. deNatSÄi; de Origine Fontium; Defensi Tract deFormrsAnnorum contra Jos. Scaligerum , cum examme Canon sa-coc.; Emendatio Temporum contra Jos. Scalig. Solis & LunaePeriod. de Anni Solaris mensura ; Canones Chronolog. & Se-ries Magistrat! Triumphorumque Romanorum. Lettres to jam.Usher u. a. m. Noch viel andere wercke auch über die Theolo-ie und die Historie finden sich in manuscript in 22. banden,ey Doctor Lamphire. Wood , Athen . Oxon. Collier, lup-plem. Sca/igeri script. *
f> «dfus, (Martinus) war von Lübeck und Professor in demCohegio Sapientiae zu Heidelberg zugleich mit Zacharia Ursino ;als aber andere zeiten in der Pfaltz einfielen , retirirte er^sichnach den Niederlanden , und ward Professor Theologia: zu sra-nccker. Seine söhne sind gewesen Balthasar Lvdius und Jo-hannes Lvdius. Balthasar kam zu Dordrecht ins Predig-amtum das jähr 160;. und starb an. 1S27. Er hat einige schnf-len, als : Waldensia ; Faculam accensam Historie Waiden-sium ; Novum Orbem seu Navigationes primas in Americam Tund vier söhne hinterlassen , die allerseits Prediger geworden;der älteste hieß Jsaac, und starb als Prediger zu Dordrecht ,dessen söhn Matthäus ebenfalls Prediger gewesen, und eineschöne bibliotheck gesammelt hat. Jacobus , der andere söhnBallhasaris Lydil, ist zu Dordecht ebenfalls Prediger gewe,sen, Und hat Sermonum Convivalium Fibros II. ; Agonisticasacra ; Florum Sparsionem ad Historiam Passionis Jesu Chri sti ; Belgium gloriosum ; Dialogum de Coena ; NiederländischeGctichle, rc. geschrieben. Der andere söhn Martini , mit nah»wen Johannes, war zu Ondewater in Holland Prediger, undhat Prateoli Concilia Ecclesiae Christianae mit seiner Critique,Barnesii und Balei Vitas Pontificum mit seiner eontinuation,Nicolai de Clcmangis Opera mit seinen noten und einem Glos-sario drucken lassen. Er hat wieder zwey söhne gehabt, diePrediger geworden. Bayie.
* jsye, (Thomas) gebohrcn zu Chard in Sommersetshirean. 1621. den 2;. mertz , ward allda, und , weil er es mit denNon-Conformistcn hielte, zu Londcn Prediger, aber auch nachdes Königs Caroli ll. Wiederkunft abgesetzet, und starb den 7.junii an. 1684. Er hat im Englischen Explicationem Cate-chismi minoris ; Grammaticam Anglicam; viele Predigten ,und anders mehr geschrieben. Wood.
* Eyford, (Wilhelm) ein Prediger der kirche zu Schire-dourn, gedohren zu Plysmere bey Newburyan. i;sy. ist den;. octob. an. 168?. gestorben, und hat im Englischen Detectio-nem Errorum , Haerelium & Blasphemiarum , quae in nostrosaeculo enatae simul & toleratae sunt , Lvnden 16;;. in 4.Fundamenta Religionis Christianae , Opfvrd 1652. in 8.Auctoritatem Magistratuum circa Res sacras cum LibertateChristiana conciliatam ; Interpretationem Cognominum , qutejn multis legibus occurrunt; Legatum junioribus Christianisad Sacramentum Eucharistiae accommodatum , ibid. 1S56.in 8. nebst vielen unterschiedenen Predigten heraus gehen lassen.
Wood.
* J£yU>e, (Thomas) ein Engelländcr, welchen Baleus ohnerecht Lyle, Lusitanus aber und feine Nachfolger verstümmelterweife File gencunct, begab sich in den Dominicaner-orden, undwurde zu Canterbnry, wo er auch studiret hatte, MagisterTheologiae , wie er dann keine gemeine gelehrsamkeit, den da-maligen zeiten nach, besaß, und auch durch seine predigtensich bereits einen nahmen gemacht. Er nahm hierauf an. 1,44.eine reise nach Aviguvn vor, als eben Clemens VI. allda ge-genwärtig war. AIs nun um diese zeit der Bischoff zu Ely inEngelland mtt tobe abgegangen, und zu seinem Nachfolger Ala-Nils von Walstngham, welcher Prior an diesem letztern orte ge-wcien, zum Nachfolger war erwehlet worden, mit dieser wählaber es nicht gar zu richtig zugegangen, so verwarf solche Cle mens VI. und confcrirte das »erledigte Bißthum an obgedachtcnLylde, dessen löbliche qualitäten ihm nicht unbekannt waren.Dieser Lylde also wurde im monat julio zu Avignon cingewey-het, und trat noch in ermeldtem i?44. fahre sein Bischöffli'ch amtzu Ely an, verwaltete auch dasselbe bis an. i;üo. mit grossemrühme. Allein er fiel um diese zeit in des Königs Eduardi III.grosse Ungnade, weil er den neuen Bischoff zu Licbfield, Ro-bertum Stretton, welchen der König darzu vorgeschlagen hat-te, nicht comecriren wollte, nachdem sich bereits der ErN-Bt-schoff zu Canterbnry solcher Handlung zu unterziehen bedenckengetragen, < und auch der Papst mit des Strcttons vorgegange-ner Blschofflicher Promotion gar nicht zufrieden war! Ermusre „ch , so bald er deswegen seine entschuldigung bey demKomge vorgebracht, aus dessen äugen entfernen, und es ward'b'ndarbey zugleich der Hof verboten. Dieser qelegenheit nunsuchte sich iiuondcrhcst die von Wake, welche mit dem König-
augenblicks zu nutze zu machen,und sollen einige hierbei) gar behaupten, daß es auf des Kö«mgs anstiften geschehen jcy. Dann da dieselbe bereits eine ge-raume zeit her mit dem Lylde, an dessen Bißthum ihre selbersticiien, allerhand grentz-und andere streitigkeiten gehabt, welche,wer! sie wegen ihres grossen anjehcns und reichthums im landevor unerträglichem übcrmuth, der Bischoff hingegen etwas hi-
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tzig und nicht von vielen Hof-complimenten war, immer md-ter um sich griffen, und da kein theil dem andern jm gerinn-sten etwas nachgeben wollte, in öffentlichen haß und vaschgungen ausschlugen, so meynte sie nnnmehro die gelegenezeiterwartet »u haben, da sie ihr muthlein an dem Bischoffe recht-schaffen kühlen könnte. Zu dem ende stellte sie eine öffentlicheklage wider ihn an, und gab ihm darinn schuld, als ob aussein angeben eines ihrer lust-häuser sey in brand gestecket ttoi,den, welches doch, einige von ihren eigenen Unterthanen ausleichtsinnigem gemuthe oder aus bekrunckenheit gethan, und«sie darüber ertappet worden , zu adwcndung der strafe alle schulddißfalls fälschlicher weise auf den Bischoff geschoben hailru.Noch eher aber alö Lylde von der wider ihn angebrachten kla«Nachricht erhalten hatte, war die sententz schon darauf abgefchi,daß er den geschehenen brand-schaden ersetzen sollte, und muilter davor der von Wake 90. pfund sterling bezahlen. Wieiimnun das hierunter empfundene unrecht weit heftiger als bitt»ctirte und erlegte strafe zu gemülhe drang, so bat er sich hqdem Könige eine audientz aus, und stellte darinn das illegaleverfahren wider ihn so nachdrücklich vor, daß der König sel-ber ein mißfallen darüber spüren ließ, und die fache in reiß»chere deliberation zu bringen versprach. Es lief aber dem chu.geachtet zu Huntingdon, wo die anderweit anbefohlene unlei«suchung dieser fache vorgenommen werden sollte, so gar stuchi-los damit ab , daß Lylde nicht einmal eine abfchrift von der mi.gen richterlichen sententz heraus bringen konnte, weil die mWake schon alles in die wege eingerichtet, und untetkuethalte. Er »ahm dahero seine zufluchr von neuem zu dem Kö-nige , mochte aber vor grossem eifer vor das offenbare »uraltund gemalt einige harte reden haben mit unterlauffen lasicu,welche den König gewaltig und umso mehrverdricsscnmum,je deutlicher daraus geschlossen werden konnte, als vbihmLMdie meiste schuld dabey zulegte. Da nun hierdurch bey dem Kö-nige der alte groll wider den Bischoff aufs neue rege worden»so beschwerte er sich gegen selbigen bey dem Parlemente pnachdrücklich , und es wurden alle reden des Bischvffs aufsschlimmste ausgeleget, auch was man nur von seinen feinden z»seiner noch grösser» verschwärtzung aufbringen konnte, «Htäauf die bahn gebracht. Ob sich aber gleich Lylde wider alle be»schuldigungen wohl zu verantworten wußte, so wurde doch»Parlemente in favor des Königs ausgesprochen, und Löstemuste, wo nicht noch eine neben-strafe dictirct worden, aufseine ledcns-zeit den Königlichen Hof zu meiden, zur sententzanhören. Es geschahe hierauf nicht lange zeit hernach, kjzwischen den Bischöfflichen und der von Wake bedienten einerencontre vorfiel, in welcher ein lackey von der letztern Mcydas leben einbüffele. Weil man nun solches abermal dem Ti-schoff schtild zu geben , und wider ihn zu denunciren gesonnen,und dieser aus dem vergangenen in das künftige keine guterechnung vor sich machen konnte, so verkaufte er seine meistemcublen, und gab das gelb seinen vertrautesten freunde», beydenen er sich auch heimlich aufhalten wollte, in Verwahrung.Allein er wurde ausgekundschafftet, oder er stellte sich aus er-folgte öffentliche cilalion , nachdem vorhcro seine gülhcr einge-zogen worden, und seine revenuen dem gemeinen fisto anheimgefallen, von selbsten vor Gerichte, und erwiese nicht nur,daß er weder um den todtschlag gewußt, noch solchen auf cunigerley weise veranlasset, sondern wollte auch diese feine Un-schuld gegen den Ertz^Bischoff von Canterbury mit einm, erdebestärcken. Dem ohngeachtct wurde er vor schuldig ccklarct,und zwar in so ferne, daß er den thater nach verübtem tobMagtviffentlich vcrheelet, und fortgeschafft hätte, welches alles er ie.doch mit gutem gründe widerlegte und verneinte. Mlode.sioweniger, und da auch gedachter Ertz-Bischoff etwas zu derKönigs mißfallen vorzunehmen bedenckcn trug, und aho mmdem Lylde riech , daß er des Königs gnade wieder zu gewinne»trachten sollte, so sahe sich Lylde' genöthiget, weil >hm.mMittel zu Vertheidigung der Unschuld abgeschnitten waren, Mzustucht anderswo zu suchen. Er wandte sich also an den Mbund reisete selber nach Avignon , und bewegte denselben cmiveine uinständilchc erzehlung alles dessen, was man dlchero innihm vorgenommen, zu grossem mitleiden, dergestalt, NH"Papst darauf an die St. Paulus-kirche daselbst eine oitlnNiweCitation anhängen ließ , strafft deren die gewesenenRichter , welche Wilhelm L-chareshnll , Wilhelm Thorv-G'ricus Grcene, Wilhelm Nockton und Simon Lranton hte icn,sich persönlich vor ihm stellen sollten, und als sie solchethaten , mit der crcommunication alsobald hinten drein w«.Der Bischoff zu Lincoln muste solche vubliciren, und mQJtstrecken, da dann der indessen gestorbene Simon Draokon^der ausgegraben, und anderswohin verscharret wurde.ließ der Konig, welcher beydes wider den Papst und dch wsehr entrüstet war, durch ein patent im lande fchattten , daß nichts von Päpstlichen Verordnungen ms Aciw sbracht noch publicirt werden sollte. Und als dem ohngcaweinige dem Bischoff zu Rochcstcr, als damaligen Reichs-L»»^meifier, eine Päpstliche bulle wegen dieser sirclligmicn >überbringen sich unterfangen, so wurden sie, weil »c jia) nwzeitlich genug aus dem staube gemacht, gefangen ‘Kid· 1 ' “etliche davon aufgeknüpfet, etliche aber mit naien und Mabschneiden , und noch etliche mit langwieriger gefanejm»strafet. Es ist daher leicht zu gedcncken, wie lehr uvaPapst die erhaltene Nachricht davon empfunden haben