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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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vorbanden sind. Acta Concil. VI. cECumen. Amsiasius . in vit.Pontific. Baronius, ad an. 677. & 681 Cave, &c.

Macarius II. Patriarch zu Antiochie» , war von geburtein Armenier. Er succedirte einem Patriarchen , der eben die.sen nahmen führte, der ihn auch auserzogen hatte. Er entschloßachder, die aufstchr dieser kirchc einem andern, nahmens Eleu­ therius , zu überlassen, und reisete nachPalastma, woselbst ervon den ungläubigen, die er in der Christlichen rellgion unttr-richten wollte, sehr übel tractiret, und ins gefangnis qeworffenwurde. Doch kam er wieder los, gieng nach Occident , undkam in Flandern » woselbst er an. iou. in einem kloster ge-storben. Surius , ad diem 10. apr. Barmiur, in ann. &c.

Macarius I. Patriarch zu Constanrinopel , folgte,an.i;-78. dem Patriarchen Philotheo , befaß aber diese wurdenur 2. jähr und 7 . MVNat. Onuphrius , in chron. Spondanus,ad an. 157 %. Cyprius, chron. eccles. Gr. p. 277.

Macarius II. wird auch von etlichen unter dre Patriar-chen zu Constanrinopel gezehlet, welcher zu dieser wurde er-haben wurde , da der Patriarch IeremiaS 11 . um das jährr;?;. abgesetzt wurde. Er besaß diesen stuhl nur,eine kur-ve zeit, und melden etliche, daß er gleichfalls abgeletzt, an-,dere aber, daß er in dieser würde gestorben sey. Von andernwird er aus der zahl der Patriarchen ausgeladen. Gene.brardus, in chron. Spondanus, in annal . Philip. Cyprius , inchron. eccl. Gr. &c.

Macarius I. Bifchoff zu Jerusalem , folgte an.; 12. demHermoni, oder wie ihn andere nennen , Thermoni. Er warnicht der geringste unter denen, die sich der ketzerey desAm widersetzten. Wie er sich dann auch auf dem Concilio zuNrcäa befand , und daselbst die rechte lehre wider Arium ver-.theldigte. Der Kayser Constantinus befahl ihm auch, acht haben auf die grosse kirche, die er zu Jerusalem bauenließ, und schrieb deswegen einen weitiäuftigen trief an ihn.Er starb an. z;i. nachdem er der kirche zu Jerusalem 19. jährvorgestanden. Baronius, in annal. & in martyrolog. ad diem 10.jnart. Theodoret. lib. I. c. 5. Epiphanias, hirres. 69.

Macarius II. Bifchoff zu Jerusalem , folgte dem BifchoffPetro um das jähr 546. Er kam in verdacht, als wenn er dielehre des Origenis hegte, dannenhero er von den Priestern ,die unter ihn gehörten, weggejagt wurde. Er legte aber seineUnschuld an den tag , indem er des LZrigenis irrthümmer ver-dammte , wurde also wieder restituiret, und stund seiner kir-che 4. jähr vor. Nicephorus , lib. XXVII. c. 26. Evagrius ,lib. IV. Surius , ad diem rz.Uov. Moschus, in prat. spirit.c. 69.

Gt. Macarius , war der erste Abt in dem kloster St.JacobzuWürtzburg, an. 1140. wohin er aus dem Emmerans-klostervon Regenspurg geruffen wurde. Er war von geburt einScholkländer, und hakte sich als ein pilgrim nach Teutsch,land begeben, allwo er wegen seines unsträflichen Wandelsund wegen vieler wunderwercke von Bifchoff Embrich zuWürtzburg zu dieser Abts-stelle ansersehen wurde. Denn daerzeblet man von ihm, baß er bey einem gastmahl durch seingebal den wein in Wasser verwandelt, weil man ihm keinWasser vorgesetzt, er aber keinen wein trincken können. Esführt Trithemius in dem chron. des klvstcrs St. Jacobi«in diploma von Bifchoff Embrich auf, darinnen dieser sol-ches wunderwerck selbsten gestehet. So hat er auch den falldes churns von seinem kloster, der sich eben zugetragen, alser zu Rom mit dem Papst an der tasel qespeiset, im geistegesehen , und dem Heil. Vatter angezeigt, welcher durch ein-gezogene Nachricht die Wahrheit befunden, daß der thurn ineben selbiger stunde umgefallen. Ferner hat er einen sterben,den mann durch ein blos gesegnetes Wasser zur stunde curiret.Endlich soll an. >Z6z. der Abt Johannes in dem kloster St.Jacob den augenblick von einer gefährlichen kranckheit gesund'worden seyn, als er sich nur auf St. Macarii grab , wel-ches in dem gedachten kloster befindlich, gesetzt. Andererfachen zu geschweigen, deren Trithemius c. 1. gedruckt.

* MACARONICA , (Poemata) also nennet man die La-teinische kurtzweilige Ppemata , welche insgemein in heroi»scheu Lateinischen verfett , aber mit einmischung vieler Ita-liänischer oder anderer Wörter aus andern heutigen sprachen,geschrieben sind ; die Wörter aber, welche aus andern sprachengenommen werden, bekommen eine Lateinische termination,und machet sich der Poet darinnen kein bedencken , hochtraben-de und gemeine redens-arten , wie auch die spräche der Heldenund allergemeinsten leuthe durch einander zu werssen , welckieszustimmen ein seltsames qemisch machet, und so es natürlichund mit lustigen einfällen vermischet ist , zwar wunderlichdurch einander, iedoch zur knrtzweil nicht unangenehm klinget.Diese gattung poesie hat den nahmen von den ItaliänischenAlacaroni , welches eine art von kleinen kuchen aus Mehl , eyernund käse rc. gemachet ist , und von den Welschen land-leuihenfür eines ihrer grösten leckerbissen gehalten wird. Also soll dasPoema Macaronicum auch gleichsam ein zustimmen geflicktesfreyes und bäurisches Heroicum seyn. Theophilus Folengi ,welcher ungefehr um an. r?2o. floriret hat, soll dessen Urhe-ber gewesen seyn. Wenigstens behauptet Mascuratus in demdialogo zwischen ihm und Saint-Anqe , (welchen Naudäusüber die wider den Cardinal Mazarin aufgesetzten schriften«nd piecei volantes geschrieben) daß dieser Folengi, wenn er

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die Macaromsche Poesie nicht aufgebracht, sie auf das Mi-ste in mehrere Vollkommenheit gefctzet habe, und daß daNii.caronicmn von Rimini , welches Guarinv dasei!« anin sechs büchern pudliciret, nicht das erste gewesen, jiWmiidas von Folengi, schon an. 1520. herausgegeben worden©wartn. Caxella Poema ist wider Cabri den König von 8»«.Magog geschrieben, in der that aber eine satyrr wider densten, unter welchem der Verfasser gelcbet. Des Folengi Mac,,ronicum aber heißet er Merlino Coccayo , und ist sowel i,zseltsamen Idyll als der wunderbaren einfälle wegen mehr alldes Rimini seines geachtet. Balbus ist der Heros deslichtes , und hat verwunderliche kam darinn, auch wird in d^selben gerühmt, daß der author dieses getichts, neben imburlesque , sehr viele nützliche und wichtige lehren auf ei"!künstliche weise mit einfliehen lasse. Diese werde mögenddem Rabelais zu seinem Pantagruel anlas gegeben haben, «denn auch ocarcon in seinem Virgile traveih , und «nkttdieses im Französische » nachgeahmet haben , welche aber inpurem Französischen geschrieben , und nur die Heroica »eine lächerliche weise vorstelleleg. Gabriel Bauäsus, uTbomaJJm , elog. tom. II.

Macassar , oder Macazar, ist eine ansehnliche stail w'der insul dieses nahmens, die auch Celebes genennet >rni,einer von den Moluckischen insnln auf dem Indianischen mm>welche einen sichern und bequemen Hafen hat, da die kauf-leuthe weder vor die einfuhr noch vor die abfuhr der Mrenetwas geben dürfen. Man hat viel steine daselbst, nllfin iieeinwohner wissen selbige nicht zu gebrauchen, und ßnb,.Moscheen in dieser stadt, nur von valm-holtz erbaue!. DePortugiesen hatten mit einem der Könige in dieser tnful n,nen vergleich getroffen, um die gantze Handlung daselbsl «sich zu. ziehen, auch bereits allda ein forc mit 5. baimaufgeführet. Allein die Holländer brachten es zuwege, idselbige ausgetneben wurden, und haben also jetzunb miieHandlung in Händen. Sie haben auch den Kömg von J!a>cassar beredet, seine stadt zu bevestigen, und Häuser ui bauen.Selbiger ist ein Mahometaner, gleichwie auch Derpiietitii!von seinen Unterthanen dieser religion beypflichtet, öie lei-te,1 sich so genau nach dem Alcoran, daß sie nicht einmalpalm - wein trincken wollen , welcher sehr gut ist, utii imiEuropäischen wein nichts nachgiebt. Es sind sehr weniggvtzeu-diener daselbst anzutreffen, und die Jesuiten haben,wiewol ohne fortgana, die Catholische lehre in dem laniezu predigen versucht. Es sind um die stadt hemm, meauch in der gantzen insul eine grosse menge cocus und Zn,dianische feigcn-daume. Der cocus-baum wachst sehr dachauf, und bringt oben auf dem Wipfel viel blätter Hern»,gleichwie auch der palm-baum thut; die frucht ist mit ei.ner grünen rinde oder schale bedeckt, welche, wenn ße reifist , wie flachs gesponnen werden kan; das inwendige liestwird gantz hart, bedecket eine weisse Materie, und miniermitten nut einem frischen und gesunden wasser angefüllet;der Indianische feigen - bäum hat sehr lange blätter, nebsteiner blüthe, die so lang alö rine sauft ist, und eine trautevon ohngefehr 100. feigen hervor bringet. Diese trauten |itej*den sie ab, ehe sie noch reif werden, und essen sie, wenn negedörret sind. Einige davon sind bisweilen so groß,, dap nekaum 2. männer tragen können. Diese feigen schmeacnwie bohnen. Thevcnots und Linschotens Jndmnlichereife.

Macazar, oder Macassar, ist eine grosse insul in Aflazwischen Borneo , Gilolo und Mindanao, welche auch (e-lcbes genennet, und unter die Moluckischen insnln gerechtwird. Sie bestehet aus unterschiedene» kleinen miuln, neso nahe an einander liegen , daß man sie insgemein nureine achtel , ist 100. weilen breit und 200. lang, um oe»greift 6. Königreiche in sich, unter welche» das vormom^das von Macassar ist , »ebjt einer stadt gleiches uiihmem,so in dem südlichen theile der insul liegt, und einen nmernHafen hat. Es ist sehr gute luft darinnen, wie and einser Überfluß an allen nothwendigen lcbensmntteln. m ii*kam zu Paris eine historische beschrcibung von diesem wreiche im druck heraus.

Mac Beth, Mac Donald, Mac Duff, slWW*fön , siehe Mc Beth, rc.

Maccabaer, siehe Machabäer.

Maccabäus, siehe Judas . . . .

Macchabetus oder Macbedus, ein Komg in Sch«siehe Mc Beth. ..

Macchia, ein Hcrtzogthum in dem Königreichund zwar in demjenigen theile gelegen, so Capltanaia inel wird. Albert, descr. Ital. Baudrand.

Maccto , (Sebastianus) gebürtig von llrbania , !»

, Hertzoqthum Urbino , war zu ansang des X>u. l Cl&gen seiner gelehrstimkeit in Humanioribus besannt. (

sen verstund er auch die Rechte. In vcrlcn,,derc aziemliche anzahl heraus gegeben, war er lehr qluetnm, > ^er keine arbeit geschcuet, und mit so nnermudetem wm ''chcr-schreiden obgelegen, daß man es ordentlich an M ^fingern sehen konnte, wo er die feder zu hallenhat von ihm verschiedene schritten, als: d- Hdta«se ^

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