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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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sie Beüo Asdrubalis; de Histotia Liviana, &c. Unter seinenkindern starb ihm ein söhn, welcher zwar erst ig. jähr alt,gleichwol aber schon Doctor war. Von seinen röchtern hakdie eine, so den geistlichen stand crwchlet, sich durch ihre La-teinische bliese bekannt gemacht. Erythraus , pin. I. imag.illustr. c. 152. VoJJius, dearte hist. c. 4. Bayle.

Macclesfield , oder Marficld, ist eine grosse und feinenord-,ladt in der Engelländifchen provintz Cheshire an dem flußBollin, welche die Haupt-stadt von ihrem Hundred ist, undeine schöne capelle in dem kirch-spiel von Prestburg hat, beywelcher ein Collegium ist. Die einwohner ernähren sich gros-sen theils mit knopf-machen, und treiben einen guten Handeldamit. Sie liegt 124. Englische Meilen von Londen. lieeve.reL\ delic. de la Grande-Bretagne.

Macclesfield , (Grafen von ) in Engelland. Am erstenerhielt diesen titul nebst der würde eines Vice - Grafen vonBrandon den aj. jul. an. 1679. Carolus Gerard, welcher et-liche jähre zuvor zum Lord Gerard von Brandon war gemachtworden. Erstarb den 7. ian. an. 1694. und hinterließ zumNachfolger seinen ältesten söhn Caroliim. Dieser hielt es mitdem Hertzoge von Monmonth, und muste deswegen erst nachHolland i von dannen aber nach Teutschland flüchtig werden.Als die grosse revolntlvn mit Iacodo II. vor war, fand erstch bey dem Printzen von Oranien ein , und half ihn zuder vorhabenden expcbition wider den letzt - gedachten Königanfrischen. Weil seine gemahlin, Anna Mason, sowol inwährender seiner abwesenhcit , als nach seiner zurückknnft,die ihm schuldige treue gröblich verletzt, so ward er im mart.a». 1697. durch einen ausspruch des Parlements von ihr ge-schieden. Den 4. nvv. an. 1701. starb er ohne lcibes-erben,und hatte zum Nachfolger seinen jüngern bruder Fitton , wel-cher aber stracks das folgende jähr im dec. gleichfalls starb,und iveil <r keine rechtmäßige leibes-erben hinterließ, diesenGräflichen titul wiederum endigte. Der letzte Englische Groß »Cantzler, welcher auch diesen nahmen geführt, und erst an.1725. weil er durch allerhand ungebührliche Mittel geldsollte erpreßt, und hingegen für die in der Cantzley hinterlegtesummen nicht genug gesorgt haben < von dem Unter - Hausedes Parlements verklagt, von dem obern schuldig erklärt,und um dreißig tausend pfund sterling gestraft, mithin auchvon dem Könige seiner getragenen würde entsetzt worden, istdieser zeit mehr als zu bekannt. Heylynt help to English history, p. ;88. The compleat biß. 0 /England , vol. 111. *

Macclesfield , oder Marlesfield , (Wilhelm von) geboh«ren aus einer guten familie zu Canterbury in Engelland , tratzu Paris in den Dominicaner-orden, ward daselbst Baccalau-*eus Theologi as, gieng hernach in Engelland, und lehrte zuOxford , nachdem er den gtadum Doctoris angenommen, mitsehr grossem rühm sowol die Philosophie, als die Theologie.Der ruf theils von seiner gelehrsamkeit,theils aber von seinen an-dern Verdiensten, bewog Benedictum XI. ihm an. izoz. im dec.die würde eines Cardinal-Priesters, mit dem titul St. Sabinä,zu ertheilen. Allein er war schon ;. oder 4. monate zuvor, ohnedes Papsts wissen, zu Oxford mit tode abgegangen, von wannenman seinen cörper nach Londen geführt, allwo er bey den Domi-nicanern begraben worden. Er hat viel geschrieben hinterlassen,als : Problemata; Conclusiones ordinarias; Orationes ad Cle-rum ; Philosophie^Paradoxa ; Librum asceticum de Virtuti-bus ; und andere fachen mehr. Chron. ord. Pradicator. Pm-vin. Oldoin. Valaterran. Serif tores Angl.

*Maccovius , (Ioh.) siehe Makowski.

* Mac-Donncl, ein altes Inländisches geschleckt, welchesseinen Ursprung aus Schottland haben soll. Donaldus Mac«Donncl hielt stch an. izz?. unter der Königin Mariä regierungttn kriege vor andern wohl. Randolphus wurde von Jacobs 1 .an. 1619. den 29. >un. zmn Baron von Antrim , und an.1620. den 12. dec. zum Vicomte Dunlnce und zum Grafenvon Antrim , von Carolo 1 . aber an. 1644. den 26. febr.zum Marquis von Antrim ernennet. Er that diesem letztemKönige sowol als dessen söhne, Carolo ll. gute dienste, undstarb noch an. 1660. ohnbcerbt; worauf ihm sein bruder,Alexander, in der Gräflichen würde succedirte. Derselbe saßan. 1660.1661. 1678.1681. und lü8z. wegen Wigan in derGrafschafft Lancaster, mit im Parlemente, und zeuäte nut He-lena , einer tochter Johannis Bourk von Derry -Maclough,seinen Nachfolger, Randolphum, rvelcher an. 1721. starb, undvon seiner gemahlin, Rahel, einer schwester Clotworty Skef«fingkon, Vicomte Massarcen, folgende 2. linder nach sich ließ :1 .) Randolphum Mac-Donnel, Grafen und Baron von An­ trim , Vicomte Dunluce, welcher an. 1727. ungefehr i;. jähralt war. 2.) Hclenam. The Irish comp. p. 67.

* VllstCe, (Aegidius) ein Mathematicus, war zu Cacn den22. sodr. an. 1586. gebohren. Er legte stch von jugeiid anauf die mathematische wissenschafften, und brachte es darin»so weit , daß er dieselbe auf der Universität in seiner vatter-stadt öffentlich lehren konnte. Doch war er auch daneben einAdvocal, und legte bey dieser profcßion nicht weniger ehreein. Er starb zu Paris den 8. mertz an. 16,7. nachdem ersein alter auf z i. jähre gebracht. Man hat von «hm einentractat über den an. >6iz. erschienenen cometen, welcher zuseiner zeit vielen beyfall gefunden. Ein anderer Aegidius Ma-

Histor. Lexictn IV. Theil.

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<& machte sich in neuern zeiten wegen seiner tresiichen wissen-schafft in den Rechten berühmt, und starb z»i Paris als Par»lements-Advocat, wie auch Königlicher Rath und Seeretarsos,an. 1714. es ist aber nicht bekannt, ob er von des obigen fa-milie gewesen.

* Mace, (Franciscns) ein Französischer Geistlicher, warzu Paris , allwo sein vatter zum öfter» in Königlichen ge«-schäfften gebrauchet worden, um das jähr 1640. gebohren.Ohngcachtet er bey guter zeit in den geistlichen stand getreten,und Theologie Baccalaureus worden; so bekleidete er doch erst-lich ein <2ccretariat bey dem Gonsoil der Königin, und wardsodann an. 1685. Ganonicus und Pfarrer an der kivche zu St.Opportune in Paris , da er denn auch allererst zum Priestergeweyhet wurde. Als er aber zuletzt sein herannahendes lebens-ende verspürte, danckte er ab, und gieng vier tage darauf,uemlich den 5. febr. an. 1721. mit tode ab. Man hat unterandern von ihm : Abrege Ghronologique , Hist. & Moral, delAncien & du Nouveau Testament; und die Histoire des qua-tre Cicerons , welche einige unrecht dem ?. Harduin zuschrei-ben wollen ; seiner annöch ungedruckten schristen, welchedoch die wichtigsten unter seinen werckon sind, zu geschweige».

* Mace , ( Rmatus) von Vendome gebürtig, gieng un-ter die Benedictiner in die Abtey der H. Dreyeinigkeit zu Den.dome. Er legte sich sonderlich auf die Tichl-kunst, und fanddurch diesen canal eingang bey dem Hose Francisci 1 . wo erinsgemein nur le petit Moine genmnet wurde. Man hat vonihm eine poetische beschreibung der reise , so der Kay,ser Carolus V. an. 1539. in Frcnickreich gethan, er hataber über diß an einem viel wichtigern wercke gearbeitet.Wilhelm Crctin, Gantor und Canonicus in der heiligen capellezu Paris , hatte in heroischen versen ein Chronicon Gallicumangefangen , und sollte eS nach seinem selbst gemachten planvon den zeiten der zerstörung Trojä an, bis auf seine zeitenfortführen , da aber dieser Poete schon an, isa<;. gestorben, sohinterließ er dieses unvollkommene werck, da er kaum das er-ste geschlecht der Gallischen Könige zu ende gebracht hatte.Mace unternahm dieses werck fortzusetzen, und um sich selb-sten mehr zu dieser arbeit anzutreiben, ließ er sich den tituleines Königlichen Chronograph» und Poet* laureati beylegen.Doch hat auch er dieses werck nicht zu ende gebracht,und ist mir nicht bekannt, wie weit er damit gekommen, die-weil die manuscripten davon sehr rar find. In der bibliotheckdes Marquis de Segnelay ist eines, welches bey Pipino an-fängt, und bey dem König Johanne aufhöret. Le Lang,bibuotheque historique dc France.

Macedo, (Franciscns) ein wegen seiner vielen wissen,schafften sehr berühmter mann, wurde zu Coimbra an. 159s.gebohren , und trat an. i6io. in die Societät IEsu, welche eraber nachmals wiederum verließ, und der reget der Barfüsser»Mönche stch unterwarf. Er lehrte die Rede - kunst und Zeit-rechnung lange zeit, und ein jähr lang die Philosophie. ZuRom trug man ihm die Pro5estlon der Theolog!* Polemicas in dem Collegio de propaganda Fide , und nachmals der Klr«chenchistorie m dem Gollegso Sapienti* nebst der würde ei-nes Gensoris S. Officii auf. Von Rom gieng er um dasjähr 1670. nach Padua , daselbst die Theologie zu lehren.Im übrigen war er eines muntern und heftigen geistes.Wie man denn von ihm anmercket, daß er einsmals in ge»genwart der Procuratori di S. Marco , vieler Rathsherren undVenetianischer Edeüeuthe, wie auch einer grossen menge vonDoctoribus , Magiftris , einheimischer und ausländischer Per-sonen , gewisse thescs von verschiedenen Materien ;. tage nacheinander behauptet. Man hatte dieses an ihm um so vielmehr zu bewundern ursach , weil er seinen Opponenten nichtallein fertig antwortete , sondern auch selbigen in die redehalf, wenn sie nicht fortkommen konnten, oder das , wassie anbringen wollten, vergessen , gleichwie er ihnen auch so-bald zurechle half, wenn sie die Bibel oder anderer scridentenbücher unrecht anführten, oder zur Vertheidigung ihrer mey-nuug unzulängliche und verdächtige authores auf die bahnbrachten. Zu seiner zeit wurde der Hertzog von Braganzaauf den thron von Portugall erhoben, da er dann mit gros-sem eifer verschiedene bücher zu dessen Vertheidigung herausab, und dessen Gesandten nach Franckreich und Engellandcgleitete. Das war das ärgste an ihm, daß er mit allen leu«then anzubinden gelcgenheil suchte,, doch lief er zuweilen soübel damit an, daß es ihm viel rühmlicher würde gewesenseyn , wenn er von seinem zancksüchtigen gemüthe nicht sooffenbare proben an den tag geleget. Unter andern zerfiel ermit dem Thoma Anglo, der ihm aber Tabulam soffragia-lem de terminandis fidei litibus ab Ecclesia Catholica fixam ,Wie auch Tester* Roman* Evulgationem entgegen gesetzt,dawider Macedo nichts weiters anzufangen wußte, als daßer es dahin brachte, daß besiigte bücher verboten wurden.Bey seiner übermäßigen Heftigkeit verrieth er auch seinenHochmuth , indem er sich beklagte, daß man ihn so lange mitder rauhen Mönchs-kutte quälte, und mit dem Cardinal Bo­ nn zu streiten anfieng, weil ihn derselbe in seinen schristenniemals angeführt. Er lebte noch im jähr 1676. und hatsowol, da er noch zu dem Iesuiter-orden sich bekannte, als nach-mals , eine grosse anzahl bücher geschrieben , als da sind;

Ititr Vita