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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Vita Ludovici de Adhaide;

Historia recentium MartyrumJapponensium; Theses Rhetoric*; Ars Poetica ; ApotheosisS. Franci sci Xaverii & S. Elisabeth* Reginae Lusitant* M Evl-fchen Versen ; Apoiogcticus pro Lusitania vindicata ; Jus suc-cedendi in Regnum Lusitania: cum Historia Lusitani* liberat*& schemate genealogico Competitorum de Regno Lusita-ni* ; Elogia Gallorum ; Tessera Romana Auctoritatis Pontili»cis adversus Buccinam Thomas Angli, & Lituus Lusitanus,hoc est , Apologis Mentis Innocenti! X. adversus ThomamAnglum ; Mens divinitus inspirata sanctissimo P. N. lnnocen-tio X. super quinque propositionibus Cornelii Jansenii; Ency-clopasdia p ni> viel andere , welche man bey dem Lei! und Mor-hofio nach der länge finden kan. Leti, in Italia regnante P. III.& IV. Sotveel , bibi. S. J. Anton. bibi. Hispan. tom. I. Mor·bos. Polyhist. lib. I. c. rr. seq. Bayle.

Macedo, (Antoniuö) ein bruder des vorhergehenden , wargleichfalls zu Coimbra , an. 1612. gebohren, und an. 1626. indie Societät IEsu getreten. Er lehrte die Humaniora, die Mo-ral , und predigte, ließ sich auch vor einen Missonarium nachAfrica gebrauchen. Nach diefcm gieng er auf bcfehl des Kö-nigs Iöhannis IV. in Portugall mit dejlen Gesandten nachSchweden , allwo er sich bey selbiger Königin in solche gnadeund Vertraulichkeit setzte, daß sie ihm ihr vorhaben wegen Ver-änderung der rcligion zu entdecken kein bedencken trug. Jasie fimdte ihn auch nach Rom ab, 2. geschickte Italiäner seinesordcns von dem General zu erbitten, welcher auch sogleichFranciscum Malines, so die Theologie zu Turin , und PaulumCafatum , welcher die Mathemattc zu Rom lehrte, in fremdenHabit abfertigte. Macedo aber verblieb zu Rom , und bekamdie stelle eines Pcenitentiarii Apostolici der Vaticanischen kirche,welcher er von an. tfi;t. bis 1671. da er wieder nach Portugallzurück gekehret, und verschiedene bedienungen übernommen,vorgestanden. Man hat von ihm Lusitaniam infulatam & pur-puratam seu Pontificibus & Cardinalibus illustratam; Vitam P.Joannis de Almeida Societatis Presbyteri in Brasilia ; ThesesRhetoricas varia eruditione refertas; Elogia nonnulla & De-scriptionem Coronationis Serenissimae Christin* Regln* Sue-ci*, in gebundener rede. Sotmel , bibi. Societ. Antonius sd\\A.

Hisp. tom. I. Bayle .

Macedonie« ist eine grosse provintz von Griechenland ,so vor zelten ein Königreich und von Griechenland unterschiedenwar; gegen morgen hatte es das Aegeische meer, gegen mittagEvirus und Thessalien, gegen abend das Ionische und Adria-tifche meer, und gegen Mitternacht die berge Hämus , Boraund andere nebst dem fluß Strymon. Es wurde von verschie-denen völckern bewohnet, wiewvl es nachgehends sehr erwei-tert worden , indem sechsten Epirus und Thessalien dazu ge-kommen ; jedoch war das eigentliche sogenannte Macedonie» inengere grentzen eingeschlossen , und begriff nicht mehr als denstrich laudes zwischen den siüssen Arius und Aliacmon in sich, soden nahmen Emathia geführet. Heut zu tage wird sie in 4.theikeunterschieden, welche sind Iamboli, das eigentliche Macedonie» ,Eomenolitari und Jauna; die vornehmsten stadte darinnen sindOcrlda, Veria, Zuchria, Edessa , Chitro, Salonichi, CassandraEmboli , Philippi , Cavata, Ianna, Larso , Armiro und Volo.Von gebürgen sind zu mercken Athos, dessen schatten sich 2;.Meilen weit in die see erstrecken soll , Pindus , Parnassus undHelicon. Dieses Königreich soll in vorigen zeiten 50. unterschied-liche gattungen von einwohnern gehabt haben. Caranus , einNachkömmling des Herculis, stiftete diese Monarchie um das jährder weit z 240. welche sodann 500. jähr lang währete, unterPhilippo und dessen söhne, Alexandro M. sehr berühmt wurde,und bis zu Perser zeiten florirte, welchen die Römer A. R. s« 6 .überwanden, worauf sie dieses Königreich zu einer Römischenprovintz machten, und zwar im aasten jähre nach Alexandri M.tobe, nachdem 41. Könige darinnen nach einander regierthatten.

Gucceßion der Macedonischen Röntge:

regierte n.ki6 .

2 m jähr der weit 3240.

3268.

;2y6.

;;4i.

3389.

3421.

3456.

3499.

35 27 .3575.3618.3641.3655 .3658.3662.36üz.

3664.

3669.

3671.

3683.

3684.

3688.

;694.

CaranusCänusTyrimmaSPerdiccasArgäus k.

Philippus I.

Europus oder AeropusAlcetasAmyntas I.

Alexander I.

Perdiccas II.

Archelaus I.

OrestesArchelaus I.

Amyntas II.

Pausanias Amyntas III.

Argäus II.

Amyntas lli. wieder eingesetztAlexander II.

PtvlemäuöPerdiccas III.

Philippus II.

regierte 28. jähr28.

45.

48.

32.35 .43.28.48.43.

23.

14 .

3.

4.

1.1.

verjaget 3.

2.12 .

1.4.6.

24.

1?.

I.

3.

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5.

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36.

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41.

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Im iahr nach 4' 8. Alexander Magnus erbauung der 43 °. Philippus Artdäusstadt Rom. 437. Cassander

436. Philippus III .

457. Ankipater I. und Alexander IV460. Demetrius466. Pyrrhus46Ü. Lysimachus

472. Arsinoe cum filiis

473. Ptolemäus Ccraunus474· Melagrus

474. Antipater II.

474. Sosthenes476. Antigonus Ganstas512. Demetrius II.

522. Antigonus voson oder Tuwt53 3. Philippus IV.

;72. PerseS,welcher an.; 86 .von PauloAE

überwunden, und sofort Macedvnikii jiletnerRömischen provintz gemacht itorkn,

Jußin. in bist. Philipp. Phn. lib. IV. Sohn. c. 15. Struss.Uvius. Veüejus Paterculus. Florus. Pausanius. Ctmm.Ark,aus, &c. Cellar. notit. orb. ant. &c.

Macedonius, der urhebereiner besondern stete, dir»«,,ihm Maccdonianer genennec werden. Er lebte in dem ssifit.seiner profeßion nach war er anfangs ein jeder-schmucker, mdarauf ein Priester in der kirche zu Constantinopel, ja er »stendlich Bischoff hterseldst, nachdem Eufedius Fmistnm gesin,den, und Paulus auf befehl des Kaysers ConstantilwarvWztivorden. Es gab bey dessen cinsetzung einen grossen rimrali,indem ihm das volck zuwider, und wegen verjagung des thustsehr schwürig war, daher es geschahe, daß 313°. mensche»st.malö voii den foldaten gctödtet ivurden. Hierdurch wird nunzwar MacedontuS von einigen sehr verhaßt gemacht, nueivoicrvon andern entschuldigt wird, die alle damals entstandene un>ordnuug allein dem Kayserlichcn Hofe beymessen, inmassendMMacedonius bey demselben nicht In dem grossen ansehen muggewesen seyn, weil es die Arianer dahin brachten, daß er abgchtwurde, da er kaum ein jähr in der würde gesessen. & kam im,derlich darzu , daß Macedonius den cörper des Kaysers Uman»tini M. aus der kirche der Apostel in eine andere bringen stkj,zwar seinem vorgeben nach darum, weil die kirche baufällig'Mbdie leuthe ohne gefahr des lebens sich nicht darin» aufWe»können. Die rechtgläubigen aber widersetzten sich auss äusser,sie, und beschuldigten ihn, daß er aus grausamkeit allch tiegk»deine der verstorbene» nicht könnte ruhen lassen .wodurch aal,so sehr verhaßt wurde. Nachdem er abgesetzt war, bemühmccsich sehr, unterschiedene auf seine feite zu ziehen, welches umsoviel leichter war, weil er durch seine strenge lebens-art bereitsein grosses ansehen erlanget hatte; dahero auch viele in der lehresich nach ihm richteten, in welcher er sofern von den rechtgluu-digen abgieng, daß er die wahre Gottheit des heil. Geistes laug,ncte, und denselben für eine creatur und diener GOttesausgab,daher auch seine adhärenten Pneumatomachi genennei wurde».Unter diesen waren sonderlich Eleusius, Eustathius und Mm«thonius , welcher letztere ein kriegs-mann gewesen, aufdes Eiustathii einrathen aber sich in den Mönchs,stand begab, midiemgrosses vermögen zu Unterhaltung der armen anwandle, daherer zur aufnähme der partcy des Macedonii gar viel beytrug,unddarin» ein grosses ansehen erlangte, daß auch die Racedoma.ner von ihm Marathonianer gcnennet wurden. DemMaccko«nio selbst gieng es, wie etliche melden, gar unglücklich,»>nmbey einer rebeüion fein Haus geplündert, verbrannt, und er iMjämmerlich um das leben gebracht wurde, doch aber wurde du,sekctzerey damit noch nicht gedämpft, sondern von MnHängern noch eine zeitlang fortgeführet, bis sie endlich Mt ver«losch, wiewol sie vorhero gar viel und grosse streitigkeitcnMl»mit den Ariancrn als auch mit den rechtgläubigen gehabt. 2»was jene anlangt, hielten die Macedoniancr unterschiedene u,»-cilia, darin» sie die Acacianer verdammten , und mit huMi»tzung des Ariminensischen Concilii ihre lehre, wozu |ii P jAntiochia und Sclcncia bekannt hatten, bestätigten. Derg-ei«chen thaten sie auch zu Lampsacum , einer stadt amgelegen, woselbst sie zusammen kamen, und die lehre desnensischen Concilii tapfer bestritten. Nicht weniger aber wsie selbst ihres Irrthums halber, den sie von der ^

ligen Geistes hegten, von den rechtgläubigen verdammt, unzwar erstlich auf dem Condlio, welches zu Alerandria AM

wurde. Endlich kam es dahin, daß sich auf befehl desTheodosii AI. ein allgemeines Concilium zu Coustantmopusammelte, aufweichen« dieMacedonianerverdammt, MGottheit des heil. Geistes nach anleitung des Nicanlfchcnem ,kräfftig bestätiget wurde. Es haben auch unlerjchiedene wden allen Kirchen-Lchrcrn in ihren schriften diese Rttt mnnget , als Athanasius in etlichen schriften , Basilius

Spiritu sancto ad Amphilochium; Amphilochius in hb. o» F"tu S. und andere. Augnftinus , h*res. ;2. & Lambertus} i>ad h. 1 . Epiphantus , hxres. 74. Socrates, histor. ecclel. ud. .Sozomen. lib.lll. & IV. Ruffima , lib. I. Barmut . annai. · *gittariur, introd. ad histor. eccl. c. 3 }. f. 41· AvNdlds Ichhist. P. I. lib. IV. c. 8. §.19. seq. Ä

Macedonius II. Bischoff zu Constantinopel, wurdedem Patriarchen Gcnuadio, dessen brudcrs söhn er soll stewn