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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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styn, in der Christlichen religion unterwiesen. Als er nun einPriester war, machte es der Kavser Anastastus, day er an diestelle des Euphemti, welchen der Kayser tns elend vertrieben,zum Patriarchen erwehlet wurde. Theodorus Lector berich-tet, daß Maccdvnius das Henoticum Zenonis unterschrieben,Cynllus hingegen trägt an der orthodoxie dieses Patriarchengar keine» zweifel in der lebens - deichreidung des heil. Se-bah. Es kan sevn, daß er erst das Henoticum unter,chne-ben, nachgehend* aber seine meynung geändert. Dieles istgewiß, daß der Kayser Anastastus mit ihm nicht zufriedenwar , weil er das Chalcedonische Concilium mit grosser stand,hasskigkeit vertheidiget. Dannenhcro es auch endlich dahinkam, daß er ins elend verwiesen wurde, darinn er au. 51;.starb. Dieses wird von einigen an ihm getadelt, daß er deSAcacii nahmen auf verlangen der Römischen Bischbffe eben sowenig aus den Diptychis oder kirchen-büchern zu Eonstanti-nopel aiislöschen wollen , als sein vorfahr Euvhemius, darin»er aber von andern gelobet, oder aufs wenigste entschul-digt wird. Theod. LeÜor, lib. XI. collect. Nicepbor. lib. XVI.c. ?5. hiß. miscell. lib. XV. Cedrenm. Thtophanes. Anaßa-Jtus. Phi/ip. Cyprius, ehr. eccles. Grxc. p. i 7 · S8·

^llacedonius, ein Bisthoff zu Mopfnesta, befand sich an.;re. mit unter den rechtgläubigen auf dem Loncilio zu Ni-cäa, nachgehcnds aber hielt er es mit den Arianern, und be-fand sich mit auf dem Loncilio zu Tyco und zu Sirmio.

Macedonius, ein Mönch, der wegen seiner frömmigkeitgelobet wird. Als er vernahm, wie hart der Kayser Theodo«fius mit den einwohnern der stadt Antiochia die sich widerihn empöret, verfuhr, gieng er aus seiner cinsamkeit herfur,und als er die Kayserlichen bedienten, die des Kaysers be-fchl ausrichte» wollten, antraf, befahl er ihnen, sie solltenvon ihren Pferden steigen. Dieses kam ihnen anfänglich sehrlächerlich für, indem die äusserliche gestalt des Macedomigantz verächtlich war; da sie aber die frömmigkeit dieses Man-nes von andern vernommen, stiegen sie von ihren Pferden,fielen zu seinen füssen, und baten um Verzeihung. Woraufer ihnen in dem nahmen KOttes andeutete, daß sie von ih-rer Hartnäckigkeit ablassen sollten, weil es GOtl nicht gefallenkönnte, so viel menschen hinzurichten, die doch nach oesscnebendild erschaffen wären, wodurch sie sich auch bewegen lies-sen, davon abzustehen. Weil hternächst des Patriarchen vonConstantinopel vorbilte dazu jam, wurde die gantze fache bey-gelegt. Tbemloret. lib. V. c. 19. Chryjoß. orat. de statuis.

Macedonius, ein vornehmer Minister des Kaysers Gra-tianl zu Mayland, welcher eS mit den Prtfclllianisten wider denheiligen Ambrostum hielte. Paulinus, welcher dieses heiligenMannes leben beschreibet, qedenckct zugleich, daß Macedoniusa». ,8r. elendiglich umgekommen sey.

Macer, (Aemilms) von Verona gebürtig, ein LateinischerPoet, storirte in der 0 XCI. 01 /rnp. und starb nach deS heili-gen Hieronvmi bericht, in Asia. Er schrieb von den schlan-gen , pflantzen und vögeln, und imitirte m seinen büchernNicandrum, wie Quinttltanus und Manilius berichten. Ovi-dius gedencket seiner schriften in folgendem dillicho lib. IV.de Trilt. eleg. 10.

Saspe suas volucres legit mihi grandior asvo,

Qiiieque nocet serpens, quse juvat herba, Macer.Dieser Macer ersetzte auch dasjenige, was in dem Homers mangelte an der Historie von der zerstörung der stadt Troia,gleichwie Q. Calader selbige in Griechischer spräche beschrie-be» hat; dieses bemercket gleichfalls Ooidlus in der X. elegiades ander» buchs de Ponto :

Tu canis, aeterno quidquid restabat Homero,

Ne careant summa Troica bella manu.

Man chat von ihm auch einige stücke übrig, welche von Ro-berto Stephans und seinem söhne Henrico an. 1,64. in 8. zuParis , und Theodors Ianfemo ab Almeloveen an. 1686. in8 . zu Amsterdam heraus gegeben worden. Das in helden-versen von den würckunqen der kräuter verfaßte gelichle, hatein jüngerer fcrident verfertiget, indem er Plinst und andererneuer fcribenlen erwehnung thut. V»ßus, de Lat. Poet. lib. I.c. 10. Crinitus. Gira/di. Fabricius, bfbl. Lat. append.

Macer, (Aemilius) ein Römischer Iuriste, der zur zeitKayiers Alerandri Severi berühmt gewesen. Er hat verschie-denes geschrieben, als 1.) deRe mificari lib. II. 2.) de Publi-cis Judiciis lib. II. ,.) de Appellationibus lib. II. 4.) ad Le-gern, vicesimam haEreditatem, lib. II. $.) Annales. Bertrand .dejurisper. lib. I. e. *

Macerata , eine der vornehmsten statte in der Anconita-nischen Marck, in dem Päpstl. gebiethe, und die residentz desPäpstlichen Legaten, a» dem stusse Chlento gelegen. Sie hateine Universität und ein Bißlhum, mit welchem das zu To-lenlino vereiniget ist, und gehöret unter den Ertz-Bijchoff zuFcrmo.

Machabäer, oder Maccabäer, ein nähme, so dem IudäMaccadao, welcher zuerst diesen zunahmen erhalten, und denAsamonalfchen zürsten gegeben wurde, welche die Iüden ohn-gcfehr izo. >ahr lang regierten, und das Hohevriesterthumvon Aristodulo I. an zugleich besassen. Die Iüden sagen, daß

Histor. Lexicmi IV. EheiL

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dem Iuda dieser nähme beygelegt worden, von den 4. buchsta-ben der 4. Wörter, die in seiner sahne gestanden, mi camochaBelohum Adonai, d. i. wer ist dir gleich unter den Götter» ,v HErr! Allein diese meynung schemet schlechten gründ zu ha-ben , indem Scaliger ean. ehronol. lib. 111 . beweiset, daß Ju­ das den zunahmen Maccabäus bereits geführet, ehe er nochin den krieg ziehen können , und daß über diß in seinen sah-nen nicht die>e buchstabe», sondern ein löwe gestanden. BmGorion sagt, daß dem Iuda wegen seiner tapferkcit diesernähme beygeleget worden. Drusius meynet, Machadäus seyso viel als ein erloschener. Fullerus glaubet, es bedeute soviel , als ein liebender. Hottingerus suchet zu behaupten,daß es so viel bedeute, als einen, der viel zu boden schlüget.Ihre Historie ist in den büchern der Maccabäer, wie auch indem Josepho zu finden. Zu ihrer zeit war das Jüdische volckhart gedruckct, allein sie suchten dessen freyheu mit grossemmuthc, wiewol die meisten mit schlechtem glücke. Der vattcrwar Malthathias, so um das jähr ,782. gclebet. Ihm folg-te sem söhn Judas , und diesem Jonathan und Simon, seinebruder. Hierauf kam Simonis söhn Johannes Hyrcanus ,welchem Aristodulus I. Alexander 1. Alexander Hyrcanus nebstAristodulo II. Alexander II. und Antigonus, folgten, mit wel-chem die regierung der Machabäer oder Asamonäer aufzehö-rcl. Man kan von einem jeden weitläuftig an seinem ortenachlesen. Wer die obgedachten bücher der Maccabäer verfer-tiget habe, ist nicht ausgemacht; wiewol einige vorgeben,daß Johannes Hyrcanus , ein >öhn Simonis Maccaba,, daserste, und Jazon, der Cyrcner, das andere geschrieben habe.Allein dieses beruhet auf nichts anders, als aufeiner blossenmuthmassung, und vornemlich dieses, was man von Hyrcanosaget, da man es nemlich daraus erzwingen will, weil er allegescluchte, die im ersten buche enthalten, selbst angeseheu, infriede gelebcl, und von Josepho ein Prophet genennet wird,lib. Xlll. antiq. c. 15. Einige legen beyde bücher dem Jo-sephs selbst zu, wiewol dieses eben so wenig kau behauptetwerden, ausser, daß es scheinet, die zeik.rechnung darinn seyaus Josepho genommen. Das erste buch begreift in sich, diezu den zelten des Antivchi Lpiphanis , Eupatoris , DemetriiNicatoris und Antivchi Sideds von de» Iüden verrichtete tha-ten. Was ferner das vorgeben von Jafon anlanget, so istzwar wahr, daß er die gantze Historie der Maccabäer beschrie-ben , allein falsch ist, daß er dieses buch verfertiget, weil des-selben author selbst bekennet, daß er sich vorgenommen, Ja«svnis buch kurtz zusammen zu ziehen. In solchem andernbuch findet sich, was zu ende der regierung Seleuci Philo-patoris bis aus die zeiten Antivchi Eupatoriz , da Nlcanor vondem Iuda Machabäo gedämpfet worden, geschehen ist. Ei-nige setzen noch das dritte buch darzu, dessen Urheber PhiloZud«u8 zu seyn geglaubet wirb, worinn der einbruch deSEgyptischen Königs Plolemäi Philopatoris in das Jüdischeland, und zugleich die wundersame Göttliche errettung vorge-stellet wird, welches zum wenigsten ;o. jähr vor Iuda Mäc-cabäv sich zugetragen. Be » Gorion, hist. Jud. lib. I. c. 9. R.Ganz. in zemach David. met. 5. an. 622. Hottinger. thes.philolog. Heidegger, enchir. bibl. Lundii Jüd. heiligt!), c. 24.Hieri.n. catal. vir. illultr. & lib. II. contra Pelag. Sealger ,animadvers. in Euseb. Betau, de doctr. temp. Du Pin, dislert.prelim. für la Bible , liv. I. c. H. 2j.

Machaon, ein berühmter Medicus , war ein söhn Aescu-lapn und bruder Podalirii, welche beyde sich durch ihre wts-senschafflen in der Artzney-kunst grosse Hochachtung erworben.Machaon wurde endlich von Euryvylo umgebracht. Q^Cala.her, lib. VI. Homerus. Le Clerc, histoire de la Aledecine.

Machärus, war ein, sowol von der nakur als kunst beve-stigtes schloß in Judäa an dem Jordan, an den grcntzen desTodten meers, ohngefehr z. oder 6. weilen von Jerusalem ,und von Herode als ein grentz - ort gegen Arabien bevestigetworden. Josephus berichtet, daß an diesem orte eine rauten«pfiantze, die so hoch als ein fcigcn-baum gewesen, von Hero-d»s zeit an bis zu ansang der Jüdischen kriege gestanden , dasie die Iüden ausgeyaue» , nachdem sie den ort erobert hat-ten. Die pstantze, so Baaras genennet wurde, wuchs auchum dieses schloß herum, deren wunderbare würckungen von Jo,sexho erzehlet werken, indem er selbiger die Vertreibung derbösen qelstcr und anderer dinge zuschreibet. Die Römer nah-men diesen ort unter dem commando des Baßi gleichfallsein, nichts so fast mit gewalt,als weil sie den Eleazar, einentapfern Jüdischen lüngling, durch seine eigene unvorstchtigkeltin einem ausfalle gantz unvermuthel gefangen bekommen ,und hierauf die besatzung , welche den Eleazar sehr werth hiel-te, durch würckliche zurüstung alles, so denselben zu creutzlgennöthig war,endlich zum mitleiden gegen ihn bewegt hatten, daßsie , um ihm das leben zu retten , sich ergaben. Josephus , debello Jud. lib. VII. c. 24. *

* Machault, (Johannes Baptista von) ein Jcsuite, ist mei-stens wegen der Historie Johannis de Montmirel bekannt,nebst einem Oompendio die Adtey Lonqpont betreffend. Ausdiesem wercke siehet man eine grosse geschicklichkeil bey dem au-thore, es kam aber erst an. rü4>. ein ,ahr nach seinem todeheraus. Air. du Ebene halte auch eine Historie der Bischössevon Evreux unter seme» Händen, welche dieser Jesuile auf La-tein geschrieben hat, und in dem Jesutter-Lolleglo wird vonI i i i r seiner