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dördes zu Amsterdam an. 1691. bis 1696. in 6. theilen in12. aufleaen lassen. Jomus, in elog. Dost. c. 77. Vojfiui, dearte histor. c. 10. Ttliiui, in append. ad Pier. Valer. de infe-licitate Litter. Boßus, de comparanda prudentia & eloquentiacivili. Conrirjg. & de la Houjjaye, in praefat. tract. de Princi-pe. Baco de Verulamia, in tract. de augment. seient. lib. VII.c. 2. Maser, in praef. ad analys. polit. Arist. n. 46. De Boijjat,hist. genealogique de Ja Maison de stledicis p. 241. 242.VariUas, aneedotes de Florence p. 247. 248. 249. seqq. Pa-viantius , in catal. script. Florentin. p. 157. Gohory , dans lavie de Alachiavel au devant de sa traduction Franqoise duPrincc & des discours für Tite Live. Sagredo , memorie histo-riche dei Monarchi Ottomanni, &c. Bayle. Obferv. Hai.tom. VI. *
Machtota, siehe Johannes III. Patriarch von Alexan-drien.
Flachland, ein theil von Ober-Oesterreich, welches nahean Böhmen liegt, und die städte Freystadl, Mathaustn ,Greynam, rc. unter sich begreift. Es ist an. i- 86 .,vondemKayser dem Hertzoge Leopoldo VI. in Oesterreich übergebenworden , nachdem der letzte Graf von Burqhaufen, Frideri-cus, welcher es unter dem titul einer Graffchaffk besessen,in dem gelobten lande mit tode abgegangen. SpangenbergsAdelfp. p. I. lib. XX. C. i;. Tromsd.
MACHLYKS, ein alt volck in Africa, grentzend an die Xa-samones. Sie sind schier am meisten dadurch bekannt, weil sieein gewisses volck zu nachbarn sollen gehabt haben, welchebeyderley geschlecht gewesen , und sich bald des weiblichen,bald des männlichen gebraucht haben. Aristoteles erzehlet,daß ihre rechte brüst einer männlichen , und die lincke einerweiblichen ähnlich gewesen. Der »ahme, so diesen abentheu-rischen nachbarn der Machlyes gegeben ward, ist Griechisch,und von der fache sechsten hergenommen, nemlich Androgyni ,Doch alles zusammen, ist nur zu gewiß eine fabel. t'linim ,lib. VII. c. 2. *
Machselrain. (Grafen und Herren von) Dieses geschlechte,welches von Machslratn, einem schlösse ohnweit Aiblingenin dem Bayerischen, seinen nahmen führt, hat sich vor an-dern Häusern in Bayerland hervor gethan. Wiguleus Hun-dius gedencket in seinem Bayerischen stamm-buche, daß be-reits an. 1 i;o. Henrici Sibothonis von Machselrain, an. 1165.Armenici und an. 1197. Leonhardl von Machselrain Meldunggeschehen. Die ordentliche stamm-reihe wird von Ottone her-geleitet, welcher an. 134°. gelebet, und zwey gemahlinnengehabt, Annam, Gräfin von Montfork, mir welcher er aberkeine kinder gezeuget, und Catharinam, Frau von Schenna ,die ihm Conradum und Wilhelmum qebohren. Dieser letz-tere hat gleichfalls zwey gemahlinnen gehabt, unter welchenihn die erstere Anna, Marschallin von Porderg, zum vatter ver-schiedener kinder gemacht, unter denen Johannes und Ludovi-cus das geschlecht fortgepflantzet, wiewol der erstere in seinerenckelin Margaretha, die Christophoro Fuchs von Fuchsbergbeygelegt worden , wiederum verblichen. Ludovicus aber er-hielt von Anna von Riedheim eine weit gesegnetere nachkom-mcnschafft. Den» obschon der erstgevohrne söhn Sigismun-dus von Machselrain in Hohcnburg in seiner tochler Reginaausgestorben, der dritte söhn Geörgtus aber verrätherischerweise von seinen bedienten an. 1490. ohne kinder zu hinterlaßsen, gelödtet worden, so pflantzte doch der mittlere söhn Vitus,Amtmann in Aiblingen, mit Margaretha Wolfgangs vonWaldegg erb-tochter, das geschlechte so gesegnet fort, daß nochdie zweige davon blühe». Dessen söhn, Wolfgangus Theodo-ricus von Machselrain, Freyherr von Waldegg, Hauptmann inBurckhauscn, so an. 1961. gestorben, verglich sich mit den übri-gen erben des gedachten Wolfgangi von Waldegg, neinlich denHäusern Hohenrain und Sandizell, dahin, daß ihm an. 1359.die Herrschafft Waldegg überlassen wurde. Diese» vergleichbestätigte Hertzog Albrecht V. in Bayern , und ertheilte demMachsclrainischen hause das recht der superiorität, wiewolmit dem bedinge, daß nach abgang der männlichen erben ihmdie Herrschafft Waldegg mit allen Kayserl. lehn zufallen sollte.Dieser Herrschafft halber haben die Herren von Machselrainauf Reichs-und Kreis - tägcn fitz und stimme, da sie wegenMachselrain nur Bayerische Land-sassen seyn. Dieser Wolsgan-gus hatte zur gemahlin Annam, eine lochter des berühmtenHelden Georgn von Frunsberg, die ihm 4. söhne und eben soviel töchler gebohren. Unter den söhnen kam WolfgangusJohannes in einem treffen in Piemont um, Wolfgangus Theo-doricus aber und Wolfgangus Wilhelmus haben zwey beson-dere linien ausgerichtet. Der erstere bekam vermöge des vät-terlichen testamenls die Herrschafft Machselrain. Wolfgan-gus Theodoricus muste sehr viel wegen der Lutherischen reli-gion von dem Bischoffe zu Freysingen und den Jesuiten erdul-den. Denn er muste es nicht allein geschehen lassen, daß in sei-ner Herrschafft die Catholische religion mit gemalt wieder ein-geführet wurde, sondern es wurde auch ihm selbsten, da er be-reits auf dem tod-bethe lag, von gedachtenJesuiten scharf zugese-et. Als er nun teinesweges zum abfalle von der religion zuringen war, durfte man auch dessen cörper nicht in sein vätter,liches begrädnis bringen, daher er zu Regenspurg tn die erde ge-stucket werden muste. Es ließ sich aber der ältere söhn Ludovl-
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tu«, Cammer-Herr des Hertzogs Wilhelms von Bayern , bewe-gen, die Catholische religion anzunehmen. Du übrigen söhneWilhelmus, Wolfgangus Wilhelmus und Georgiuö starbenohne erben zu hinterlassen, und er selbsten muste an. 1608. die-ses zeitliche gelegnen, nachdem er mit Barbara Scholastica vonSandizell gleichfalls keine kinder gezeuget. Wolfgangus Wil-Helmus war, wie gedacht, ein drüder Wolfgangi Theodoricj,bekleidete die stelle eines Hof - Marschalls zu München undHauptmanns in Burckhausen, und starb an. rzöi. den 20.nov. Von seiner gemahlin Johanna, einer lochter FrancisciPerners, wurde er unter andern ein vatter Wolfgangi Viti,welcher mit Johanna Truchseßin von Waldpurg und WolfseckHenricum Georgium und Wolfgangum Ditum gezeuget, diebeyderseits besondere linien aufgerichtet. Henricüs Georgius,des H. Röm. Reichs Graf von Hohenwaldeck und Machselrain,so an. 1640. gestorben, vermählte sich mit Maria Elisabetha,Gräfin von Preising, die ihm nebst Johanna Francisca, einergemahlin des Freyherr» Francisci von Neuhaus, wie auch Eli-sabetha Adelheide, die sich in den geistlichen stand begeben, Jo-hannem Vitum gebohren. Dieser bekleidete bey Chur-Bayerndie stelle eines Cämmerers, und starb an. 1704. den 10. bec.als der älteste Land-Stand in besagtem Churfürstenthum, oh-ne kinder von zwey gemahlinnen, Catharina Constantia, Freyt»von Spirrtng zu Fronberg , und Francisca Clara, Gräsin vonLamberg, zu hinterlassen. Wolfgangus Vitus, Graf von Ho-henwaldeck, welcher, wie gedacht, des Grafen Georgii brudergewesen, starb an. 1660. nachdem er von seiner gemahlin, Grä-fin Rosina von Preising, so an. 1696. dieses zeitliche gesegnet,ein vatter worden Marimiliant Wilhelmi, Johannis Henrici,Francisci Dominici und Franciscä. Der älteste söhn vsiantz-te mit Maria Theresia , Graf Leopolds von Fuqger tochler, dasgeschlecht fort, und zeugte mit ihr Johannem Vitum JosephumMarcum, Johannem Franciscum Anronrum Leopoldum, undMariam Catharinam Theresiam. Der andere söhn, JohannesHenricüs Franciscus Dominicus, trat in den geistlichen stand,und wurde Canonicus zu Frensingen. Die rochier aberwurde Cobaldi von Kleist, Chur -Baverischen Kriegs - Präsiden-ten, gemahlin. Hund, im Bayerischen stamn»-buche P. I. & II.Spener. notit. inlignium. Spicilegium Rittershuiianum. im-b»f. N. P. lib. VII. c. 8. Gouverainen von Europa , p.;o9.Bucelin. Germ. stemm. P. IV.
MACHSOR, dieses wort heisset so viel als ein circul, undist der nähme eines gebät-buchs, weiches die Jüden bey ihrengrossen fest-lägen zu gebrauchen pflegen. Es ist sehr schwerzu verstehen, weil die darinn befindliche gedäte in verscn und sehrkurtz geschrieben sind, und wissen die meisten Jüden selbst nichtviel davon. Buxtorfius bemercket, baß es in Italien , Teutsch-land und Polen vielmal aufgeleget, und in denen zu Venedig gedruckten exemplarien viel, so wider die Christen gerichtet ge-wesen, ausgelassen und verbessert worden. Es sind nicht vielmanuferipta davon unter den Jüden, jedoch findet man dereneine gute anzahl in der dibliotheck der Sorbonne zu Paris .
Buxtorf. in biblioth. Rab.
* Machureault, (Josias) ein den 8. may an. i; 6 i. zuChalons-sur-Saone gebohrner Reformtrter Franzose. Nach,dem er allderett in dem 17· jähre seines alters mit gröstemlobe Theses Chirurgicas zu Arles öffentlich verfochten hatte,gieng er nach Paris , um allda seine studien unter dem be-rühmten Artzl und Pros. Anatomie du Laureat weiter zu trei-ben. Bey seiner zurückkunft in seine vatter-stadt ward er zumOber-Vorsteher der Wund-Aertzte allda verordnet, und starban. 1622. Er hatte Exercices touchant l'Amitie , und Traitedes Vertus & des Vices geschrieben, welche aber bis dahinnoch nicht gedruckt worden. Supplement de Parte.
* Maciera, oder Mazira, eine baye oder meer-busen imglücklichen Arabien, zwischen den insuln Kuria und Muria,und dem vorgebürge Rosalgare, auf der östlichen Arabischenküste, welcher sich tief landwärts hinein erstrecket, und alldaeinige sand-bäncke verursachet, dannenhero es allda mit denschiffen aus-und einzukommen sehr gefährlich ist. Dieser meer,busen ist den Portugiesen niemals bekannt gewesen, ob sie
leich diese gegend viele jähre lang befahren hatten. Endlich ha-en die Engeüänder, die sich zum öfter« in diesem busen de ,funden, wegen der Mahometaner, die als wallfahrter nachMecca reiferen, alles entdecket, aüwo sie canäle und iöchee fan-den, welche bequemlich zum durchgang vor grosse schiffe wa,ren, weswegen sie zur selbigen zeit allda 4. monate auf derinsul blieben, so mitten in diesem busen liegt. Dappers be-schreibung von Asien , p. 320.
* Macki, (Johannes) ein Engelländer, war von ansehnli-chen eitern entsprossen, und machte sich insonderheit bey derin seinem vaccerlande an. 1688. erfolgten revolulion und dennachmaligen Unruhen bekannt, indem er sich wider JacobumII. und dessen Alltirte, die Franzosen , als einen Emiffarium anfremden orren gebrauchen ließ. Er hielt sich eine lange zeit zuSt. Germain en Lane, woselbst Jacodus nach seiner fluchtaus Engelland residtrke, auf, und gab seinen lands-leuthen dieerste Nachricht von dessen vorhabender landung in Engelland,wodurch er tn der that ein grosses mit beytrug daß dieserPrintz bey la Hoque in der Normandie geschlagen, und feinebisher gehabte. Hoffnung fast auf einmal zu wasser wurde.
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