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niese und andere dergleichen dienste brachten ihm nach eini-Z! zeit das am! eines Aufsehers über die küsten und Engli schen brief-schiffe in Franckreich zmvege. Als aber der knegnach des Königs Wilhelm« tode zwischen Franckreich und En-aelland von neuem angieng, blieb er bis nach der schlacht beyRanrellies in Brabant ausser bedienung, da denn der LordGodolpbin eine ordentliche correwondentz von Ostende nachEnaelland anlegte, und ihn zu deren Directore bestellte. Ernahm auch allda seinen posto so wohl in acht, daß er unter an-dern durch seine zu rechter zeit ertheilte Nachrichten den an-schlag des Prätendenten auf Schottland rückgängig machte;versähe es aber endlich an dein Englischen Hofe darinn, daßer dem Hertzoge von Marlborvugh das gcheimnis von der an-kunst des Mr.' Prior und Abts Gaultier in Engelland entdeck-te, weswegen er von seiner commißion entsetzt, und seinengläubigem überlassen wurde, die ihn bis zum ansang der re-gierung Königs Georgii I. im gefänqnis behielten. Er wur-de aber doch , wiewol erst einige jähre hernach, wiederum zudergleichen Verrichtungen, als er ehedessen gehabt, mit gutemnutzen gebraucht, und starb zu Rotterdam an. 1726. Manhat von ihm: Tableau de la Cour de S. Germain , welchesan. 1695. heraus gekommen, und in Engelland so begieriggekauffet wurde, daß man daselbst bis 30000. exemplarien losgeworben ; tngleichen seine eigene Alemoires , worinn er dencharacter der vornehmsten Personen an dem Hofe Wilhelm!III. und der Königin Anna beschreibet, und welche zwar vonihm in Englischer spräche geschrieben, nachgehcnds aber auchin einer Französischen Übersetzung an. 17;;. im Haag anslicht gestellet worden.
* Maclot, (Edmundus) ein Canonicus Prämonstratenser -ordens von der reforme in Lothringen , war Doctor Theolo-giae , wie auch General - Vicarius seiner Congregation , undan. 168;. Abt zu Letanche ohnweit St. Mibiel. Er starbden 6. oct. an. 1711. und hinterließ in seiner mutter - sprächeeine Historie des Alten und Neuen Testaments in zwey bän-den , worinn er aber seine Unwissenheit in der Physic jezuwei-len allzudeutlich an tag gegeben. Du Pin, bibl. des aut. eccl.du XVIII. siede , tom. I.
Macoco, ist ein Africanisch Königreich in Nieder - Aethio-picn auf der nord-seite des flusses Zaire hinter dem Königrei-che Congo. Der König darinn hat 20. andere zinsbare Kö-nige unter sich, und soll allezeit mit dem Könige von Mu-jaco, so gegen norden an sein Reich stosser, krieg führen.Die emwohner werden Mousoles oder Meuticas genennet,und sind menschen-fresser. Man berichtet, daß alle ta-ge 200. Personen, entweder von solchen, die etwas verbrochen,öder von sclaven getödtet, und deren fleisch vor die Königli-che und seiner Hof-bedienten tafel zubereitet werde, nicht an-ders als etwan rind-oder schöpfen - fleisch; ungeachtet es demlande weder an vier-füßigen thieren noch am geflügel man-gelt. Mansol ist die Haupt-stadt darinn. Die Portugiesen inLovango schicken ihre sogenannte Pomderos hin, welche ge-treue sclaven sind, um sclaven, helfenbein und kupfcr einzu»kauffen. Der König von Macoco hält einen sehr prächtigenHof, kommt aber dem von Congo noch nicht gleich , welchemdie Portugiesen einige Europäische gewohnheiten beygebrachthaben. Dapper. descr. Afric.
Macocurt, (Johannes von) gebürtig von Tournay , warein Carthäuser-Mönch und Prior zu Valenciennes . Er schriebdem heil. Brunoni und heil. Hugoni zu ehren ein getichte in4 . düchcrn, und starb an. 1348. Petrejus, bibl. Carth.
* Macon , (Robert) Herr und Baron von Treves in An-jou, Cantzler von Franckreich, ward an. 1406. Requeten-meister, im jähr 1407. Rath des Königs Ludovici II. von Si-cilien, und muste zwar wegen der zwischen den Häusern Bur-gund und Orleans sich äussernden streitigkeiten seine erst-gedach-te bedienung zwcymal niederlegen, erhielt aber auch solche bey-de mal wieder, ward an. 1415. Cantzler der Königin Jsabella,und kurtz darauf deS Dauphins und nachmaligen Königs Ca-roli VII. welcher als General-Statthalter des Königs seinesvatters den Macon , wegen vieler ihm geleisteten dienste, an.1418. zum Cantzler von Franckreich bestellte. Der Hertzog vonBurgund hatte über denselben einen so grossen Unwillen gefaßt,daß er ihn durchaus nicht in den frieden eingeschlossen wissenwollte, daher er erst an. 1419. nach des Hertzogs tode wiederin seine Cantzler-würde eingesetzt ward, wiewol er doch dasjähr vorher den frieden beschwören helffen. Im jähr 1421.wurden die siegel dem Bischoff von Clcrmont, Martin Gouge,gegeben, der alte Cantzler aber blieb dennoch ein mitglied desKöniglichen Raths, und starb an. 1442. ohne erben. An.
Jelme.
Macra, ein meer-busen in dem Mittelländischen meere,zwlichen Lycien und Rhodus . Castaldus und einige mit ihmsagen , daß es der Glaueus Sinus in garten sey. Nicht weitdavon t)t ein stadtlein gleiches nahmens. Baudrand.
Macra, ein fluß in Italien ; siehe Magra.
Macran oder Maceran, ist eine prvvintz in Persien , sogegen das Jndiamiche mcer und des grossen Moguls gebietheju liegt, ote wird auch Getecke Maquerona genennet, undvor einen theil des alten Caramaniä gehalten. Der östliche
theil heißt Kirman. Die Haupt-stadt darinn ist Macran MNakeran, die andern stadte sind Titz , Kambele Darzi, :c. Wa-del ist ein Hafen an dem Indianischen meer. Der Fürst di--ses landes ist dem Könige in Persien zinsbar. Buudmi
Maty.
Macrianus, ein Alemannischer König; siehe Marciam».
Macrina, eine jungfrau von grosser srömmigkeu, >var n-ne schwester St. Basilii und St. Gregorii Nysseni. g 1( mmit ihrer mutier auch ein Nounen-kloster gefuflel haben, Wden geistlichen Verrichtungen desto besser obzuliegen. I» ^Bibel war sie überaus wohl erfahren, und sonsten auch,»dem Christenthum gar wohl geübt, welches aus dem »m,schreiben,so sie an Gregorium Nyffenum über den kvd ihres biu,derS Basilii abgehen lassen, sattsam erhellet.
Macrinus , (Marcus Opilius Severus) wurde an. in.dem Caracalla , welchen er, wiewol heimlich, durch mirHauptmann, nahmens Martialem , hatte umbringen Ich»,zum Kaystr erivchlet. Er ivar von sehr geringe» herkon»»,hatte aber das glück immer höher zu steigen ; wozu ihm sa-ne Verstellungen, durch welche er die lculhe sonnte glaube»machen, als ob er grosse lugenden besässe, die sich doch an«in der that nicht fanden, ziemlicher inasscn desördcrliq mre». Seinen söhn Diadumenum, welcher noch mchi ulm 9. oder io. jähr alt war, nahm er zum collegen in der M-rung an; allein endlich machte er sich durch seine grauüui»keit bey den soldaten verhaßt, eben sowol als dadurch, k»jer ihnen wenig schenckte, an statt sie von Caracalla gar rä-che Verehrungen zu empfangen gewöhnet waren. Hrczu Imnoch der schimpfliche frieden mit dem Parlhischcn König ch-tabano, als welchen er öffentlich mit bis millies seltercium,oder nach unserer müntze mit fünf Millionen daioirs erkauf-fel hatte. Aus allen diesen urjachen war es der Julia Mas»und Julia Soämis, als des Elagabali groß - mmicr uniMutter nicht schwer , die soldaten auf dieses seile zu zchii,um so mehr, als sie mit ziemlichem schein vorgaben, Loa-mis hätte denselben von Caracalla gebohren. MacmniSward hierauf im Antiochenischen gebiethe geschlagen, und aller einige zeit herum geschwärmct, neben seinem sehne D>abu-meno zu Calchedon ergriffen, und enthauptet worden, Crwar von geburt ein Mauritanier. Wegen seiner grausaMhatten ihn die seinlge Macellinum genennet, weil er gleichsameine metzge aus seinem Hause machte. Er hat nur em Mund zwey monat regieret, nemlich von an. 217. bis an. 218.Julius Capitolinus, in vita ejus. Aurelius ViHor , inMacr. la»»-pridius, in Diadum. *
Macrinus , oder Macrianus, (Marcus Fulvius) ein % ]
Mischer General, wurde von Balisto ober Balista, einem nt> jfecto PrEetorii , auf den Kayserlichen thron erhoben, und mach,te seine zwey söhne, Quintum Fulvium Macrianum und Ca-jum Fulvium Quietum zu seinen collegen. Allein er imdrin Jllyrien durch Aureoli armer geschlagen, als er um dasjähr Christi 298. vorhatte in Italien zu kommen, um fowolail-da den Gallienum < als unterwegs in Jllyrien den Aureolumzu stürtzen. Er blieb in diesem treffen nebst seinem alicncnsöhne. Quietus wurde von den einwohnern zu Emesa, oder,nach andern, von Odenato,dem Adiabener König, gelodccb, alsdie gantze macht seines vatters theils umkommen, t-eiis i«Aureolo Übergängen war. Sie lebeten zu ende desili. *f·culi nach Christi geburt zu Gallieni zeit. Tnbtim Peiim, ae30. Tyrannis. *
Macrinus , (Salomon oder Salomonis) einer der bestenPoeten des XVI. ikculi, so in Lateinischer spräche veye ge-macht, war von Loudun gebürtig, und soll anfangs den gao-men Johann Salomon geführet, nachgehcnds aber M»»frau zu gefallen den nahmen Johann weggelassen, zu c» 1 *mon aber noch den nahmen Macrmus angenoimnen Mu,wozu ihm eigentlich der König Franciscus I. bey dem er Jam-mer-diener war, anlas gegeben, Massen ihn dieser wegen i«n«magerheit Maigret genennet, da er sonst auch Muren HH»heissen haben. Den gründ seiner studien legte er zu Pan. un-ter Jacobo Fabro Srapulenli; hierauf wurde er zum lm°n"vor bey des Grafen Renati von Tente zweyen söhnen warund Honorato von Savoyen beruffcn, dadurch er oslJin»genheit bekommen, an dem Königl. Hofe bekannt zu wmcund sich sonderlich in des Hauses du Bellay grinst zuihm der Cardinal Johannes du Bellay, welchem er au«grosse menge von getichte», die er nach Lyrischer art eing«tct, zugestl>rieben, nicht wenig behülflich war.. Unter «nen versen werden diejenigen am meisten gerühmt, vu cr nfrau zu ehren, so er Gelonis nennet, verfertiget. V«« >CaroluS war gleichfalls ein guter Poet, und verstünde imcses die Griechische spräche. Er war Informator beynigs Henrici von Navarra schwester Catharina,
Unglück, daß er in dem Parisischen blut-bade an. MJ*-falls das leben verlieren muste. Der vattcr aber sta .reits an. »557. zu Loudun eines natürlichen i lodeS, wVarillas, sich darinn auf einen mündlichen bericht von .maele Bullialdo bcruffend, jedoch ohne daß ihm dem .las deswegen so leicht zu glauben, erzehlet, baß er au» tomöchte ihm wegen der Reformirten reli,gwn, wie w» nter König Franciscus I. gedräuel < der strick zu theil >v