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ren »«versehener erblickung eines gewissen küscr-werck-zeuges ,«IS er eben aus dem Louvre zurück kam , in eine plötzliche ra-strey gefallen , und in der einbildung, daß es ein galgcn wäre,woran man ihn hängen wollte , fleh in die Seyne gestürtzt undrrfäust. Seine schriften sind : Hymnorum lifari vii.; Hymno-rum selectorum libri IU. ; Carminum Libellus ; Odarum li-bri IV.; Naeniarum libri III.; de Gelonide Borsata Uxore.I'kuax. hist. lib. XIX. Sammarthan. in elog. Gall. lib. I. ,/■ -vius , in elog. VariUas, hist. de l’heresie , tom. V. liv. XXI.Vauprivas, in bibliotb. BailSet, jugem, sur les Poetes tom. 111 .n. iry. p. 258· Scaligerana. Teijfier , addit, aux elog. des hom-ines sav. tom. I. p. ir;. seq. & tom. III. p. 8i. *
Macro , (Nävius Sertorius) setzte sich unter der regierungdes Kaysers Tiberii in grosses ansehen , und war einer mit vonden vornehmsten instrnmenten, die zu dem fall des Sejani ge-brauchet wurden. Diesem succedirte er in der würde eines Ca-pilains über die garde, übertraf ihn aber an listigkeit, die erwider alle diejenigen, so er gerne erniedriget haben wollte,anwandte; absonderlich musten selbige der berühmte RednerMamercus Scaurus und Lucius Arruntius mir ihrem Unter-gang erfahren , ob sie schon beyde unschuldig zu seyn schienen.Denn er hatte den Kayser Tiberium so gar eingenommen, daßdieser ihm alle todes-urtheile willig unterzeichnete, deswegensich auch die angeklagten, so sich des Macronis freundschafftnicht versichert wußten, noch vor dem ausgange ihrer facheum das leben brachten. Dessen ungeachtet nahm seine treuegegen den Kayser mit dessen kräfften ab , und suchte er sich viel-mehr bey seinem Nachfolger, dem Caligula , einzuschmeicheln, so,daß, als er sich bey vermeyntem todes-falle des Tiberii allzublos aegeben, und schon alle zurüstungen gcmachet hatte,dem Caligula die höchste gemalt in die Hände zu liefern, erdeswegen vor Tiberio in grosse forcht gerieth, als sich dieserwiederum in etwas von seiner äussersten kranckheit zu erholenschiene, und also kein anders mittet fande , sich selbst und Cali-gulam zu retten , als daß er unterm schein selbigen warm zuhalten, viele bether auf ihn werffen ließ , und ihn dadurcherstickte. Bey dem Caligula wußte er sich nicht anders indessen gnade zu setzen, als dadurch , daß er seine gemahlinEnniam dessen schäodlichen willen überließ; wiewol, nachSuetonio , Caligula diesem weide zu erst nachgegangen seynsoll, um durch sie die gunst zhres mannes, und vermittelstdieses die nachfolge Tiberii in dem Römischen Reiche zu erlan-gen. Caligula machte zwar hernach den Macronem zumGouverneur von Egypten , allein solche gnade währte nichtlange. Massen beyde von jenem bald aufs äusserste geängsti-gel, und sich selbst ums leben zu bringen gezwungen worden.Der Jüde Philo ist der einige, welcher Macronem in seinensitten und thaten gar unschuldig machen will; odschon die anihm von Caligula verübte undanckbarkeit auch von andern ge-scholten wird. Dio , lib. LVIIJ. LIX. Tacitus , annaliumlib. VI. c. i?. 25. 29. 58. 49. 47. 48· Suetonius , in Caligu-lae. 5. Pbi/o, de Leg. ad Cajum. Bayle. *
MACROBII , ein gewisses volck in Africa , wurde so ge.nannt, weil sie lange lcbeten. Pomponius Mela giebt ihneneine ansehnliche leides-statur, setzet sie in die insul in Aethiopien ,Meroe , Plinius gleichfalls in Aethiopien gegen osten , und an-dere in Maccdonien. Dionysius Africanus und Eustathius le-gen diesen nahmen auch andern völckern bey, dieser nemlichden Hyperboreis, und jener den Aelhiopiern, so an dem Atlan,tischen Meere wohnen. Mela , de situ orbis , lib. 111 . c. 9.Plin. lib. IV. c. 10. & lib. VI. c. 50. &c.
Macrobius , ( Ambrosius Theodosius ) lebte zu ende desIV. feculi. Die einwohner zu Parma geben vor , daß er inihrer stadt gcdohren worden ; allein er nennet sich selbst einenausländcr, dem die Lateinische spräche fremde sey; wornach ernothwendig ausser Italien muß gebohren seyn. Dieses ist ge-wiß , daß er einer von Theodosii Cämmerlingen gewesen, wieman leicht schliessen kan aus einem an Florentinum den Prsfe-ctum Urbis oder Gouverneur der stadl gerichteten rescripl, vondem ränge derjenigen, so dieses amt bedieneten. Er verfertig-te unterschiedliche schriften. Seine sogenannte Saturnalia han-deln von unterschiedlichen fachen, und sind eine angenehmeVermischung von Criticis und antiquitäcen. Er hat auch ei-nen Commentarium Über Ciceronis Somnium Scipionis inzzvey büchern geschrieben. Planudes hat selbigen in das Grie.chische übersetzet. Isaacius Pontauus und Meursius haben garfeine anmerckunqen über diese werckc gemacht. Unter den vie-len editionen sind wol die besten erstlich des Aldi, so an. 1528.zu Venedig heraus gekommen, nachmals die Parisische, soHenricus Stephanus nebst dem buche de Differentiis & Socie-tatibus Gra:c. & Lat. Verb. r;8;. in 8· heraus gegeben ; fer-ner die Leidische an. 1628. in 8. woselbst des Pontani undMeursii noten zu finden; und endlich die Orwrdische und dieLeidische an. 1670. da des Iacobi Gronovii Commentaria inSomnium Scipionis mit beygefüget. Merula , lib. II. ant.Gall. Cisalp. c. 2. Fahrte. bibl. Lat. p. 197. *
* Macrobius , war , wie man vermuthet, aus Africa ge-bürtig , und um das jähr Christi 544. Presbyter bey denrechtgläubigen, bekannte sich aber hernachmals zu den Dona-listen , und war der vierte, welchen sie aus ihrem Mittel zumBischoffe zu Rom wehlten. AIs er noch ein Presbyter war,schrieb er Librum unum ad Confessores & Virgines, bsltilUl
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er, was die keuschheit anbetrift, viele gute lehren gab. Da eraber abgefallen, gab er einen dricf heraus, ?d PlebemCar-thaginenfem de Paffione Maximiani & Ifaaci Donatistarum,wovon ein ziemliches stück bey dem Mabillon in analect.tom. IX. zu sthm. Cave . I’rithenu de feriptor. eccl.
MACROCEPHALI, ein gewisses volck nahe bey demtfolphoro Thracico ober der meer-enge von Constantinopel woh»nend , und wegen ihrer grossen köpfe also genannt, wie Pom-pomus Mela berichtet. Stephanus Byzantinus setzet sie beyColchls hm, und Plinius in die nachbarschafft von der stadtCerasus in Cappadocia . Der nähme kommt her von juewgoclang, und --iep-rxsi ein Haupt. Pornpon. Mela , Üb. I. c. ry.Plin. lib. VI. c. 4.
Macropedius , (Georqius) von Hertzoqenbusch, Gvmn».uarcha der schule zu Utrecht , war ei» guter Grammaricus', unddabey in der Poesie und Malhematic wohl geübet, wie nichtweniger in sprachen erfahren, davon seine schriften zur gnügezeugen. Erstarb zu Hertzogenbusch an. i;s8. Miraus, inelog. Belg. Adam. in vit. JCtor. Germ. Andr. bibl. Belg. &c.
Maculanus, (Vincentius) der Römischen kirche Cardinal,war an. 1578. zu Florentivla in der Lvmbardey von geringeneitern gebohren, und trat in dem 16. zahre seines alters zu Pa»via in den Dominicaner-orden, ward hierauf, nachdem er sii-ne studia zu Bononien zu ende gebracht, als ein guter Schola-sticus zu unterrichtung der jugcnd in den klöstern hin und wie-der gebrauchet. Sodann verwaltete er zu Pavia und Genua nach einander die würde eines Päpstlichen Inquilitoris , wardhernach Procurator und endlich General-Vicarius feines ordens.An. 1652. machte in der Papst zum Päpstlichen General.Com-missario, und nachdem er dieses amt an. IÜ54. niedergelegt,zum Magistro Sacri Palatii. Durch seine geschickte aufführungward endlich Urbanus VIII. bewogen , ihm an. 1641. daSErtz-Bißthum Benevento und den Cardinals-hut , wie auchdas amt eines General-Inquisitors zu geben, bey welcherletzter» würde man ihn doch nicht von aller grausamkeit freysprechen will. Nachdem er sich in seinem Ertz-Bisichum einjähr lang aufgehalten, kam er nach verlauf desselben wiedernach Rom , und resiqnirte an. 1645. sein Ertz-Bißthum,weil ihn der Papst beständig bey sich zu haben verlangte, undihm als einem geschickten Mathematico die Vorsorge vor dasbevestigungs - werck der insul Malta und einiger im Päpstli-chen gebiethe liegenden orte, wie auch des baues von denneuen mauren der stadt Rom aufgetragen. Nach Papst Urba-m VIII. tobe brachte ihn die Barberinische faction, nachdemsie mit dem Cardinal Sachetti nicht durchdringen können, inVorschlag zur Päpstlichen würde, woran ihn aber sowvl derCardinal Lugo, der ein Jesuit war, aus haß gegen den Do-minicaner-orden , als auch der Französische Gesandte hinderte,wie er sich denn nach Innocentii X. tobe ebenfalls vergebensum den Päpstlichen stuhl bemühet haben soll. Er starb an.1667. zu Rom im gysten jähre seines alters. Vittono Siri.Ugbellus. Palatii fasti Cardinal.
Madaffart / (Nicolaus Maria) Bischoffzu Bovi, Episco-pus Bovensis , in dem Königreiche Neapolis, war von geburtein Calabrier, und studirte zu Rom , daselbst wurde er Pfarre«bey St. Thomas, zugenannt in Parionne, und der PapstPaulus V. erhob ihn auf den Bischöfflichen sitz. Er verstunddie sprachen wohl, sonderlich das Griechische, sowol als diePhilosophie und Theologie, und verfertigte einige wercke, wel-che er meist in den Römischen Academicn, zu welchen er, abson-derlich zu der Humoristen ihrer, einen freyen zugang hatte, abzu-lesen pflegte. Erytbr. pin.III. imag. illust. c.2;. Ugbetl. Ital.sacr.*
Madagascar, oder St. L orentz-insul, hat diesen letztemnahmen, weil sie am tage St. Laurentii entdecket worden , oderwie einige wollen , von Laurentio , einem söhn Franciscl Al-meyba, General der Portugiesischen armee in Indien , der siean. i?o6. entdecket. Die Franzosen nennten sie unter Henri-ci IV. regierung die Dauphinische insul. Man hält dafür, daßsie Ptolemäi Äenuthias und Plinii Gerne lEthiopica sey. Sieliegt auf dem Acthiopischen meere, und gehet westwärts gegenZanguebar und den Casern an der Africanischen küste spitzig zu,von mittag gegen Mitternacht. Sie kragt ohngefehr 700. wei-len in der länge, und 70. in der breite aus , liegt unter der Zo-na torrida und dem Tropico Capricorni, und hat sehr viele vor-gebürge, welche mehrenthcils mit citroncn. - pomerantzen-eben-und andern bäumen, deren holtz sprenglicht und bundscheckigist, bedecket sind. Diese seifen sind von dem schönsten weiffenmarmor, woraus das beste und reineste wasser fleußt. Dasland ist in viele provintzen zertheilet, unter welchen aber dienordwärts gelegene den Europäern unbekannt sind. Unter denbekanntesten stnd Anoßi oder Kankanoßi, Manatanghi oder Ma-napant, Robitsbang, Jtamanvo, Ikonder, Vattemahon, Ma.namboule, Anachimoußi, Erinqdrone, Vohitsanghombe,Monackarougha, Matahana, Antacrvra, Ampatra, Ma,chikore und andere. Unter allen landschassten si d die beydenVohitsanghombe und Eringdrone am meisten bewohnt. Ih-re dörfer bestehen aus beweglichen Häusern, die vier männeeforttragen können. Ihre städte sind mit pfählen und einem tie-fen graben, 6. oder 7. schuh weit, umgebe», und die Häuserdarinn mit brettcrn gebauet. Die Franzosen haben allhier daskort DauOin nebst verschiedenen andern aufgebauet, um