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stillekirche den Cathvlicken eingeräumet wurde. Daraufkam«:nach Stargard , wurde daselbst Garnison -Prediger, wie auchDiaconus zu St. Johann, und starb den 4. jul. an. 172?. Seinebekannteste schriflen sind: Arrninius enucieatus ; Arrninius scn-tentiofus; Dapperus exoticus curiosus, Franckfurt 1717. in 8 .der Teutsche Helicon; das Grabmahl der Ehren oder Leichen-reden ; das Curiojitaten-Alphabet; Curiositäken abergläubischerAlbertäten; Judas der Verräther; Gcbal-bücher für Schiffer,Bauern und alte Leuthe; des Jcphtä Tochter-mord; der Leiden-de JEsus in versen ; Europäischer Parnassus von der Poesie;Schaubühne des Todes; Bätender Seelsorger; Morgen-Abend-und Buß-verse; Würdiger Communicant; Christliche Oden undLieder; der Gerechte Äbel; die Beliebte Tabea; CurioserTraum-tempel; Indianisches Raritäten - cabinel; PoetischerBlum-garten; die Glorwürdigste Königs-crone. HildebrandsVerzeichnis der Hirten nach dem hertzen GOttes, zu Dtargard.
IHL0H8,(PaIus) ist ein grosser ste an den grentzen von Eu ropa und Asia,welcher an die kleineTartarey grcntzet,und mit demSchwachen meere oder dem Ponto Euxino, vermittelst der Meer-enge von Cassa zusammen hängt. Der fluß Don, lat. Tanais,ergiesset sich in denselben, nebst noch einigen andern kleinen flüs-sen. Polybtus hat davor gehalten, daß der fand, welchen die flös-se mit sich führen, mit der zeit diesen sie zu der schiffahrt gantz un-tüchtig machen würde, welches aber nicht eingetroffen. Aristote les behauptet, und zwar nicht ohne gründ, daß man diesen seemehr unter die Lacus als unter die Paludes zu zehlen habe. Heu-tiges tages nennet man ihn H Mare delle Zabachi. Velyb. hist.IV. Busbequ. hist. Turc. cp. I. Varen. geogr. general.
* Masa , eine bekannte Printzeßin, welche einer Kayserinschwester, und zweyer Kayser groß-mutter gewesen. Sie war vonEmesa, einer stadt in Phönicien, gebürtig, und hatte die Julia,des Kaysers Sevt. Severi gemahlm, zur schwester, deren söhnCaracalla gewesen. So lange nun Diese ihre schwester lebte, hiel-te sie sich an dem Kayserlichen Hof auf. Da aber nach dem tobeCaracallä Macrinus zu der regrerung kam, befahl er derselben inihr vatterland zurück zu kehren, und für sich zu leben, welches sieauch wegen den grossen Mitteln, so sie sich erworben, gar wohlthun konnte. Sie hatte zwey töchter, deren die ältere Soämis,die jüngere aber Mammäa hieß. Eine jede derselben hatte einensöhn zur weit gebracht; die ältere den Baßianum, so nachge-hends Heliogabalus genennet wurde; die jüngere den Alexia,num , oder Alexander. Da diese erwachsen, wurden sie beydePriester einer Phönicischen gottheil, von welcher auch der ältereinsonderheit den nahmen angenommen. (Siehe Heliogabalus)Man hielt beyde für söhne des Caracalla, und wußteMäia diesoldaten dessen so wohl zu bereden, insonderheit, da sie auch ihrereichthümmer zeigte, und versprach solche den soldaten auszu-theilen ; daß diese den Baßianum zum Kayser ausrüsten. Majahatte hieraufvielen theil an den regierungs-geschäfften, trachteteauch den Heliogabalum von seiner unanständigen aufführungauf einen bessern weg zu bringen. Weil es aber nichts half, über-redete sie ihn, ihren andern groß-sohn, seinen vetter, an kinds,statt anzunehmen, und zum C^lar zu machen, erhielte auch die-sen wider alle desselben Nachstellungen, wodurch er den Alexia,num, welcher sich nun Alexander nennete, um das leben zubringen trachtete, als er wahrgenommen, daß dieser den solda-ten in kurtzem lieber worden, als er selber war. Da nun Helio gabalus gar getödtet worden, starb endlich Mäfa in einem sehrhohen alter, und wurde nach dem tobe vergöttert. Julius Capi-tolmus. Herodianus , V. & VI. Occmis nuraismata.
Maesland, Maes-GIuys,land, rc.
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Mästertius, (Jacobus) ein Niederländischer Jurist, wardan. 1610. zu Dendermünde, aber aus einer Engelländischen fa,milie, Maistcrren genannt, gebohren, und trieb nachqehcnds sei-ne studien zu Brüssel , Löven und Sedan . Zu Löven horte er son-derlich Erycium Puteanum sehr fleißig, und gieng darauf »achOrleanS , bcsiihe Engclland, und wandle sich hernach durchFranckreich nach Leiden, allwo er an. 16x4. J. U. D. und 4.jähr darauf an Petri Cunäi stelle Professor wurde. Seine fchrif-ten sind : Track, de Lege Commissaria in Pignoribus ; de Com-pensationibus ; de fecundis Nuptiis; de Justitia Legum Roma-narum Üb. II. worüber er aber mit Cypriano Regncro, Profes-sore zu Utrecht , in streit verfiel, der vor die aequitatem Juris Ca-nonici föchte. Andrea bibl. Belg.
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Maets, (Carolus von) Prediger und Professor Theologie zuUtrecht , wurde an. 1597. den 25. jan. zu Leiden gebohren, undlegte zu Middelburg , allwo sich fein vatler niederließ, den gründseiner studien bis aufdas jähr 1615. Hierauf gieng er nach Fra-necker, und nachdem er ziemlich lange daselbst verblieben, nachSedan. Bey seiner zurückkunft beriefman ihn an. 1620. in dasPrebig-amt, welches er zu Schcrpenisse in Seeland verrichtete,bis man ihm an. 1629. gleiches amt zu Middelburg auftrug.Fünf jähr nach diesem wurde er nebst andern dazu erwehlet, daßer mit ihnen dieFlämische Übersetzung des NeuenTestaments undder Librorum Apocryphorum durchsehen sollte. An. l6;6. be-kam er von Utrecht eine vocation zu dem amt eines Predigersund Prokessoris Theologie ; allein weil ihn die stadt Middcl-burg gar sehnlich verlangte zu behaltene, so schlug er für diesesmal selbige aus, doch nahm er sie an. 16)9. an, und stunde bey-Histor. Lexicon IV. (theil.
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den ämtern bis an seinen tod, der an. 165 l. erfolgte, vor. Manhat von ihm Sylvam Quaestionum insignium , darin» er unterandern wider Jacobum Revium zu behaupten gesuchet, daß kei-neöweges erlaubet wäre, lange haare zu tragen. Hoombeck. inoratione funebri. Witte, diar. Bayle.
Matsch, (von) lat. de Arnaci?., ein alt berühmtes Gräflichesgeschlecht in Graubündten, siehe Metsch.
* Mävius, ein »»gemein schlimmer und armseliger Poet zudes Virgilii und Horatii zeiten zu Rom , der sich aber doch auchetwas zu seyn dünckete, und daher benannte beyde Poeten aufalle art anfeindete. Er muste aber endlich zu Athen im gefängnisfür Hunger sterben, als er solche stadt i» einem schimpflichen ge«lichte durchgezogen hatte. Fabricii bibl. Lat. tom. II. p. P41. 47g,
Mayer von Fuchsstadt, eine adeliche familie, welche inKärndtendas Erb-Stäbelmeister-amt besitzet. Bertholdus,Lan-des-Verweser in Kärndten, lebte an. 1492. und ward ein groß-vatter Erasmi und Johannis, davon jener, um das jähr i55 z.gleichfalls Landes-Verweser in seinem vatterlande gewesen ; die-ser aber, als Kayserl. Oberster, an. 157z. bey Esseck geblieben.Wolf war an. 1600. Ertz-Hertzbglicher Oesterreichischer Rathund Ober-Steuer-Einnehmer der Landschafft in Klagenfurth.Bartholomäus, so an. 1650. gelebet, hat Erasmum nach sich ge-lassen. Bucelin. stemm. P. III. IMegif annal. Carinth.
Maffaus, (Celsus ) ein gelehrter Veroneser, welcher in demXV. sieculo gelebt , und eine lebens-beschreibung der Beat-e Fu-sculanä nach sich gelassen. Voßus , lib. III. de Hist. Lat. cap. 8.pag. 620. *
* Massel , (Lorentz) ein Abt, hat unter andern schristenauch über des Sigonii Rempublicam Hebraeorum und Com-mentarium geschrieben, darin» er seine wissenschafft in derHebräischen und Griechischen spräche und in den biblischenalterthümmern treflich gewiesen hat. Solcher Commentariusstehet in dem vierten bände der zu Mayland gedruckten werckedes Sigonii, deren Herausgabe Argelati besorget.
Maffeus, (Bernardinus) ein Cardinal, war zu Rom an.1514. gebohren. In seiner jugend legte er guten gründ in erler-nung der wissenschafften, sonderlich aber der Ticht-und Rede,kunst, davon seine Commentaria über die episteln Ciccronis, wieauch seine tractate de Infcriptionibus und Numismatibus einzcugnis abstatten. Der Papst Paulus III. bey welchem er diestelle eines 8ecretarii bekleidet , erhub ihn zu den BißthümmernMassa, Forlimpopoli und Caserta , und gab ihm endlich an.1549. gar den Cardinals-Hut. Allein ohngeachtet man sich gros-se Hoffnung von ihm machte, wurde er doch bald darauf im jähr155z. den r6. julii durch den tod weggenommen. Tbuan. hist.üb. XV. Ontiph. UgheO. Aubery, &c.
Maffejus,(JohannesPetrus) zuBergamo an.i;;6, geboh-ren. In der Lateinischen und Griechischen spräche hatte er Basi-lium und Chrysostomum Zanchi, zwey Canonieos Reguläres die-ser stadt, zn seinen lehrmeistern, und machte bald darin» schön«progressen. Nachdem er seine studien absolvirt, begab er sich nachNvm, und fände daselbst viel gelegenheit, dieselben nebst seinenschönen gaaben an den tag zn legen. Viele Prtntzen trachtetenihm nach, und vocirten ihn ; er zog aber die Republick Genua allen vor , welche ihn zum Profestore Rhetorices machte , undihm ein grosses falarium gab. Er führte sich bey dieser stelle sowohlauf, daß er von jederman bald hochgeachtet wurde, daherdie Republick ihm die Staats-Secretariak-stelle zudachte. Eswaren auch schon alle vornehmen Genueser geneigt, ihn mit die-ser ansehnltchen würde zu beehren, erhalte aber keine tust vonden studien abzugehen, und sich in politische Händel zu mischen,und verliesse deswegen unter irgend einem vorwand seine Profes»sion , und wandte sich wieder von Genua nach Rom . Daselbstbegab er sich an. 1566. zu den Jesuiten seines alters ungefehr ;o.jähr. Die erste arbeit, die er in diesem stände übernahm, war dielebens-beschreibung Jgnatii Lojola, des stifters seines angenom-menen ordens. Nach diesem nahm er sich vor, eine Historie vonIndien heraus zu geben. Zu diesem ende verfügte er sich nach Li-jabona, wo er die darzu nöthige subsidia zn finden verhoffte. Daer durch Spanien reisete, machte er unterwegs dem Könige Phi-lippo II. seine aufwartung; dieser hiesse nicht nur sein vorhabensehr gut, sondern ermähnte ihn auch dasselbe fortzuführen, undihn darzu mehr anzufristben, machte er Maffci bruder zumRathschreiber in Mayland. Als Maffei nun zurück in Italien gekommen, gab er seine Vitam Ignatii, und die demeldte India-nische geschicht-befchreibung heraus, und war jederman mit sei-ner arbeit so wohl zufrieden, daß ihm auch der damalige PapstGregorius XIII. auftrug,die Historie dessen,so sich unter feiner re-giern ng zugetragen, zu schreibe»., Maffei ward Gregorio zu wil-len, und schrieb dieselbe in Italiänischer spräche, allein diß undverschiedenes anderes von seiner arbeit, die er hernach verfertigt,ist im manuscrivt verblieben. Der Papst Clemens VIII . ließ ihnzu sich in den Vatican deruffen, und daselbst die Historie GregoriiXIII. gar zu ende bringen, und bis auf seine zeiten fortfetzen.Maffei schrieb drey bücher über diese materie, der tod aber ver-hinderte ihn sein werck fortzuführen. Er starb zu Tivoli den 20.oct. an. 160;. im 67. jähre seines alters. Sein äusscrlichcs an-sehen hatte nichts, daraus man seinen geistschliesseu konnte, auchwar sein Umgang nicht sonderlich angenehm ; er war sehr zorn.
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