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und endlich gehenckt, ihre cörpcr aber geviertheilt. The compleatbiß. of England, vol. I. p. 278-279.
Magdalena , ( St. Maria) Marthä und Lazari schwe-6er, weicher sich Christus nach seinem tode offenbarte. EinigeLehrer meynen, daß drey Maqdaienen gewesen, weil nein!ichunterschiedliche dinge in den Evangelisten erzehlct werden, dienicht alle einer person zuzukommen scheinen. Daher ist vonJacobs Fadro Stapulensi und Justo Clitovco an. i;>9. einbuch de tribus &unica Magdalena geschrieben worden. Zu be-kräfftigung dieser mcynung wird Origcnis , St. Chrysostomi,Theophylacti und ciniaer andern alten Vatter authorttat ange-führet. Die kirchen in Provence geben vor, daß Maria Mag,dalena, Martha, Lazarus, Maximinuö und andere gleichnach Christi Himmelfahrt ihre Apostel gewesen; allein Johan-nes Launoins hat solches längst in seinem buche de commenti-tio Lazari in Provinciam appulfu widerleget, dem die erfahren-sten maiiner in der kirchen-historie beypflichten. Man tragt sichsonst in der Catholischen kirche mit einer gar ausführlichen lc-bens-beschreibung der Maria Maqdalena, welche aber Vale-sins mit vielen andern vor die gröste fabel von der weit angese-hen, in Valtsian. p. 44. seqq.
St. Magdalena, ein Ritter-orden in Franckreich, welchenJean Chesnel, Herr von Chappronaye, ein Bretagnischer Edel-mann, nach seiner znrückkunft aus dem Orient an. 1614. ge-stiftet. Die Ritter sollten ein gewiß Hals-band, so leib-farbeweiß und blau amulirct, nebst einem creutze, so lilien-förmigund auf einem Halden mond stund, tragen. Um die listen soll-ten palm-zweige hervor gehen, und in der mitte das bild derheiligen Magdalena ruhen. Wie nun Chesnel dieses fein vor-haben dem Könige Ludovico Xlll. cröfnet, und zugleich vorge-stellet, wieder gantzc orden zu abstellunq der balgereyen , zurehre GOttes, wie auch zum dienste des Königs gewiedmet seynsollte, wurde er zwar zum ersten Ritter geschlagen, allein eSwollte sich niemand zum mitgliedc angeben. Dahero auchChesnel sich von dem Hofe in eine einöde begeben, und daselbstunter dem titul des friedfertigen einsiedlers der H. Magdalenäsein leben beschlossen. PalJht, in indice armorial. f. ;o;. Favin,theatr. d’honneur & de Cheval. Gryphii Ritter-orden.
* Magdalena,eine tockter Caroli VII.Königs in Franckreich,eine der schönsten und verständigsten Printzeßinnen ihrer zeit,war an. 144;. gebohren, und ward an Ladislaum Posthumum,König von Böhmen und Ungarn , und als derselbe in den zurü-stungen zum beylaqcr verstorben war,an Gasto von Foir,Fürsten • von Diane versprochen, auch mit dem letzten an. 1462. vermahlt.AIs sie an. 1470. zur witcwe worden , ließ sie sich die erziehungihrer linder Francisci Phöbi und Catharinen mit allem ernstangelegen seyn, legte die zwistigkeilen zwischen den Navarri-schen geschlechtern Beaumont und Grammont bev, und ließdaraufihren söhn crönen, der aber an. 148;. verstarb. Sieselbst starb an. 1486. zu Pamvelona. Samte - Martbe , hist.jjeneal. de France. Favin , hist. de Navarre. dnselme.
Magdeburg , lat. Magdeburgum , oder Parthenopolis, anW der Elbe in dem Nieder-Sächsischen kreise, ist die Haupt-stadt des& Hertzogthums gleiches nahmens. Daß sie Amagetobriga, oder1* Magetobriga des Julii Cäsaris sey, ist falsch, ob sie das Meso-vium Ptolemäi, woraus Mcrseburg, Medeburq worden , istungewiß; dieses aber bekannt, daß ihrer zu den zelten der Ca-2 rolinger unter dem nahmen Magathaburg oder Magdeburg ge-, dacht wird. Den nahmen kan sie nicht von der lieben magd,oder gemahlin Ottonis, Editha, haben , weil derselbe, wie erstgedacht, viel älter; noch von der Römischen göttin Venusund ihren Gratie», weil die Römer niemals hieher gekom-men. Ungewiß ist auch, ob der Teutschen liebcs-göttin War,,· oder Ostar, oder auch die Teutschen Amazoninnen zu dieser be-'1 Nennung gelegenheit gegeben , daß selbige aber von dem Teut-§ schen Worte Magd schon von uralten zeiten hergeleitet worden,s, zeigt die Griechische benennung Parthenopolis , die SigebertusI. 6emblacen5>8 schon gebraucht, und das wapen der stadt an,
s in welchem eine frauens-person mit einem krantze in der Hand
vorkommt. Vor Ottoms öl. zeiten ist dieser ort eine vestnng,s und etwan ein dabey gelegenes dorf gewesen, und wurde in dem
, XI. seculo noch zu Nord-Thüringen gerechnet; dieser Kayscy
aber ließ seiner gemahlt» Edltha zu gefallen um das jähr 940.·"' eine stadt bey dieser vcstung anlegen, welche in kuryer zeit nichtallein wegen der bequemen situation, sondern auch durch diedahin gestiftete kirchen und klöster, wozu schon an. 968. dasErtz-Bißthum kam, zu solcher aufnähme gediehen, daß sie eineder grösten und mächtigsten stadte in Teutschland worden. Ehet> sie noch von Ottone zu einer stadt gemacht worden, soll sie an.
*0 781. und 82. von den Wenden, an. 922. aber von den Hunnen
gantz abgebrannt worden seyn, gleichwie sie auch an. 982. und101;. von den Polen und Wenden sehr mitgenommen worden,is An. 1022. soll Ertz-Bischoff Gero die maurc» vollendet haben.
it An. 1212. ist die stadt von dem Kayser Ottone lV. und an. 1 ; 14.
i von ihrem Ertz-Bischoffe Burchardo belagert, und an. 1180.1210.129;. 161;. durch feuer ziemlich verderbet worden. Un-
ii ter der regierung des Bischoffs Alberti, der zugleich Churfürst i zu Mayntz war, ist die Lutherische religion in der stadt schon vonfj an. 1922. an aufgekommen , und sonderlich von Liicolao Amö-s dorffen ausgebreitet worden ; doch wußte man nicht recht, >viet man mit dem Bisthoffe dran war, bis er an. izqo.der stadt
Htstor. Lexicon IV. Theil,je
mag 941
vor eine summe gelb die freye Übung dieser religion gestattete.Welcher gestalt an. i;47- die stadt mit dem Capitul zerfallen,darauf, weil sie sich vor Churfürst Johann Friedrichen erkläret,und das Interim nicht annehmen wollen, in die acht erkläret,lind von Churfürst Moritzen an. izzi. zur übergäbe genöthigetworden, laßt sich in der Historie des Ertz-Stifts selbst besser er-zchlen. Doch kan hier die entsetzliche Verwüstung der stadt nichtÜbergängen werden , welche ,hr durch die Kayserliche trouppenunter dem General Tilly an. i6ji. den 10. may widerfahren,als diese nach empfundenem sehr heftigen widerstand endlichdcrselbigcn durch einen stürm , in welchem sie eben die wachtsorglos, und ohne einige zurüstung antrafen , Meister worden.Hier wurde ohne ansehen des geschlechts oder der jähre alles nie.hergemacht, sonderlich haben die Croaten und Wallonen we»der des lebens noch der ehre erwachsener und kleiner weibs-per.fönen verschonet. Die so ansehnliche und grosse stadt ist inner-halb 12. stunden bis auf den Dom, das kloster zu unser liebenFrauen, und i;y. kleine Häuser auf den gründ abgebrannt.Von den bürgern blieben nicht viel über 400. übrig, und manrechnete , daß in allen wol zoooo. menschen bey dieser ervderungumgekommen, von deren cörpern die Elbe gchemmet wordenseyn ,oll, daß sie bey der Neustadt übergetreten. Doch hattendie Kanserlichen eben hievvn wenig nutzen. Dann neben dem,daß sie dadurch die frucht ihres sieges selbst verderbten , an stattsie sonst allda ihr bequemstes maqazin für gantz Nieder-Sachsenhätten aufrichten, und alles land daraus im zäume halten kön-nen. So wurden auch dadurch die Protestircnde in Teutsch,land vollends zur Verzweifelung gebracht, und gezwungen dieäusserste mitte! zu ihrer rettung zu ergreiffcn. In der that mu»sten die Kayserliche die stadt gleich zu ansang des folgenden iahrsden Schweden überlassen, die sie bis an. i6;6. bestffen, da sievon Chur-Sachsen belagert, und durch accord eingenommenworden. Die Sächsische desatzung blieb bis an. 1646. da diestadt eigene soldaten angenommen; wie die stadt in dem West-phälistben frieden nebst dem Ertz-Stifte an das Haus Branden burg gekommen,undan.i666. vonChurfürstFricdrichWilhclmenseine garnison einzunehmen und auf ihre kosten zu erhalten , ge-zwungen worden , ist in dem leben dieses Churfürsten ausführ-licher zu lesen. Nach dieser zeit hat sich die stadt so erholet, daßman wenig spuren des ruins mehr stehet, wozu sonderlich dieeingenommene Pfältzer und Franzosen viel beygetragen. DieHäuser und kirchen sind schöner als vorher wieder aufgebauet,und die Handlung in ziemlichem flor. An. 1680. ist eine guteciladelle auf einer insul in der Elbe zur bedeckung der stadt undlangen höltzernen brücken angelegt worden , welche brücke auchjenseit der Elbe durch einige wercke defendirt wird. Seit an.1702. aber hat man angefangen, die stadt rund umher auf eineregulirte art zu fortificiren, wo.zu der ebene und im gründ fcl-sigte erdboden gute gelegenheit giebt. Unter den gebauden derstadt sind sonderlich merckwürdig der Dom , welcher, wie ge,dacht, an. i6;i. von dem feuer verschont geblieben. An die-sem soll man an. 1211. zu bauen angefangen haben, und erst in116. jähren damit fertig worden seyn. Es werden in demselbengar viele rare stücke gezeiget, und zum theil mit wunderbarenHistorien begleitet; z. e. von dem Bischoffe Udo, dem wegen sei.ner hurerey die auferstandene Heiligen in dieser kirche den köpfabaehaucn, rc. Neben dem Dom stehet das neu - erbaute Kö-nigliche Haus, ehedem der Bischoffs-Hof genannt; ferner sinddas Rath-land-und zeug-haus ansehnliche qebäude. Die Lu,theraner haben 6. und die Rcformirten z. kirchen, wozu nochdie Königliche schloß-capclle zu rechnen. Die Lutheraner habenauch 2. schulen, die eine des Raths, die andere des Dom-Capi,tuls, ingleit:,en eine jungfern-schnle in dem kloster Mariä Mag-dalenä. Die Reformirten sind gleichfalls damit versehen. Aus-ser dem Dom sind noch;. geringere Eolleqiat-Stiftcr, und daskloster unser lieben Frauen, so vorher Prämonstratenser -ordenSgewesen ist, wie das kloster Bergen mit Lutherischen studcntenbesetzt. Die übrigen klöster sind theils eingegangen , theils zuschulen , Hospitälern , und d. g. gemacht. Die stadt hat ihreigenes Lonlistorium, stapel-gercchtigkeit, und andere privile-gia mehr; ist auch sonsten eine Reichs-und Hansee-stadt gewe,sen. Das Magdcburgische Weichbild, Rechte und Schöppen-stuhl sind nicht nur in Tentschland, sondern auch in Polen undPreussen gebraucht worden. Die Mühlen-Vogtey ist ein Amt,so unter andern über die wühlen zu sprechen hat, unter denensonderlich die an. 1698. angelegte grosse Elb-mühle zwischen derstadt und citadelle merckwürdig. Die Neustadt und Suden,bürg sind wie 2. Vorstädte von Magdeburg , geben sich aber vorabgesonderte land-städte aus. Das am ende der Elb-brücke ge-legene dorfCrackou kan ebenfalls vor eine Magdeburgische Vor-stadt angesehen werden. Von dem an der stadt gelegenen klosterBergen wird besonders gehandelt. Scriptores Prüf f«f Branden*der.b. Pomarii summarischer begriff der Magdeb. stadt-chroni-cken. Vu'p't magnificentia Parthenopolitana. Merckelö berichtvon der bclagerung Magdeburg . *
Magdeburg , das Burggrafthum, ist von dem KayserCarolo öl. gestiftet worden. Nachdem derselbe zu Magde burg ein schloß oder bürg erbauet, setzte er einen gewissenBurggrafen dahin, der bisweilen der Graf an der Elbeaeuaunt wird, welcher gleichsam des Kayscrs Statthalterüber die benachbarten Wenden, ingleichen des Ertz - StiftsMagdeburg Advocanis oder Voigt war, unter denen GeroKk kk 3. an.
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