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jähr i;?4. und gab einen Commentarium über Dioscoridis 6.bücher heraus, welche von Caspar» Bauhinv mit anmercknn-gen angefüllet, und von der ersten edition an, bis an. isöj.so häufig abgegangen, daß ,2000. exernplaria davon gedrucktsind. Desgleichen schrieb er auch Fpitomen de Plantis, Con-iilia Medica , &c. und sein Herbarium, so er an. r;6z. im62. jähre seines alters zu Cometau zu ende gebracht, ist vonGeorge Handschen ins Teutsche übersetzet, und in druck heraus-gegeben worden. JuJius, in chron. IVled. Van der Linden, defcriptor. Medic. Mercklin. in Linden, renovato p. 876.
* Matthiolus de Mallhiolis, ein geschickter Nedicus, vonPerusa gebürtig, muß mit Petro Andrea Matthiolo nicht ver-wechselt werden. Matthtolus de Matthiolis ward Professor zuPadua , und starb an. 1498. daselbst. Unter andern werckenschrieb er eines von starckung des gedächtntsses; er heisset es Ar-iern memorativam , und wurde dasselbe in bemeldtem jähre1498. zu Augspurg in 4. gedruckt. Im XVI. soculo ward un,ter dem nahmen Mallhioli, zu Lyon bey Olivier Arnoulet,ein poetisches wercklein wider die ehe gedruckt. Es machte das.selbe ein ziemliches aufsehen, und antwortete einer darauf unterdem litul: le Rebours de Matthiolus . Du Verdier Vauprivas,biblioth. Franc;. p. 859-
* MATTIACI, ein altesTeutsches volck aus dem geschlechteder Catten, so weiland am Rhein in der Wetterau zwischenden flössen Mayn und Lohne gewöhnet, und langezeit unterdem nahmen der Catten begriffen worden, ehe der nähmeMattiaci aufgekommen. Sie sind es, welche die Usipetcr undTeneterer vertrieben, und sich die Ubier zinsbar gemacht ha-ben , deren Cäsar unter dem nahmen der Schwaben gedencket.Was den nahmen Mattiaci betriff, so ist die stadt Mattium ,so von Tacito die Haupt-stadt der Catten genennet wird, schonzu Tiber « Zeiten bekannt gewesen. Und obwol der Mattia-corum damals noch nicht, sondern erst unter Claudio bey ge-legenheit der silber-adern, die Curtius Rufus in Agro Mattia-co gefunden, erwehnet wird; so ist es doch sehr wahrschein-lich, daß ihr nähme von besagter stadt genommen, und mitseidiger zugleich entstanden sey, ungeachtet man nicht gewißweiß, ob die stadt Marpurg oder das stüdtlein Wetter vor dasalte Mattium müsse gehalten werden, worüber der Gelehrtenmcynungen zertheilet sind. Daß aber die Mattiaci von Mar purg bis an den Rhein gewöhnet haben, erhellet daher, weildas warme bad zu Wisbaden von Plinio Fontes Mattiaci, undvon Marcellino Aqiue Mattiacse genennet werden. Drusus hatin seinem ersten und letzten feldzuge auch die landschafft derMattier berühret, und viel treffen mit ihnen gehalten. Manliefet ebenfalls von einer vestmig, die er mitien unter ihnenauf dem berge Taunus angeleget. Germamcus hat hernachsolche erneuern lassen nach den spuren, die er daselbst gefun-den. Von bannen ist er tiefer ins land der Catlen einge-drungen, und nachdem er einige grausamkeit an alten leulhen ,weidern und kindern ausgeübet, wieder zurück an den Rhein gegangen , da er unterwegens die stadt Mattium >n brand ge-steckt. Bisher wurden die Mattier noch unter den Catten be-griffen, aber zu den zelten Claudii CiviliS und feiner in Gal lien geführten kriege erschienen sie unter ihrem eigenen nahmenin dem selbe. Denn zu derselben zeit fiel ein Teutsches Heer mOder - Germanien ein, welches aus Catten, Ufipetern undMattiern zusammen gesetzt war. Solches belagerte die stadtMayntz, und machte nicht wenig beute, muste aber mit Hin-terlassung vieler todten wieder über den Rhein ziehen. Her-nach sind &te Mattiaci der Römer bunds- genossen worden,und ihnen so treu, von ihnen auch so wohl gehalten gewesen,daßsie Tacitus hierinn mit den Batavern, ihren bluts-verwandten,vergleicht. In den auxiliis Palatinis wird ihrer znm letztenmal gedacht. Es scheinet, daß die Alemannen ihre landschafftin dem ;. iahrhunderte eingenommen, den Francken an der Loh ne desto näher zu seyn; den» diese völcker findet man in ihrenkriegs-verrichtungen stets beysammen. Cajar , de beilo Gaü.lib. IV. c. 1. 2. & passim. Tacit. annal. I. c. 96.
XI. c. 2o. hist. IV. c.de Germ. c. 29. Plinius , lib. XXXI.Flarus , lib. IV. c. 12. Dio, lib. LV. Marcell. lib. XXIX.c. 4. Cluver. lib. III. c. ;. & 7. Aitmg. Germ. inf. in voceTaxandri.
Mattikofen, ein Bayerischer marckt-flecken in dem BißthumPassau am wasser Maitich gelegen, stehet unter dem Freydur-gischen Land-Gcrichle, und ist mit einem feinen schlösse, wieauch schönen wiesewachs, gehöltz und mäßigem ftlddau verse-hen. Lhur-Bayern, p. 267.
Matstetten, eine Hcrrschafft in dem Canton Bern gelegen,so hiebevor den Edlen, so den nahmen hievon geführt, zugehö-rel, jctzo aber dem damaligen Schulthcissen, wie auch Kayserl.Maiesi. General, Herrn von Erlach, zuständig ist. *
* Maturanlius, (Franc.) ein in der Griechischen und La-teinischen Literatur wohl-erfahrner Italiäner von Svoleto, leb-te zu ansang des lü.jahrhunberts , war Secretarius in seinervatler-stadt, und verfertigte: i.) Gornmentariurn inCicero-nis Rhetoricam , Venedig 1496. 2.) Conim. in Rhctorico-rum Libros ad Herennium, welcher mit Ant. Mancinellt undM.Fabll Victorini Comment. Rhetoricis ist zusammen gedrucktworden, ib. is 00 · ?.) de componendis Carminibus, ib. 1491.in 4. Leipz. 149s. und I 498 . in 4. 4.) Cemm. in Gice tönern de OfficiiS
, Lyon rzz 6 . in 4. S-)Nota: in IV. Philippicam Ci-ceronis, Paris i? 6 i. Jacobiüi, bibl. Umbris. Beughtm. in.cunab. typogr, Barberint bibl.
Matußka von Tovulczan» eine adeliche familie in Böh.wen, von welcher Matthias um das jähr 1540. gelebet. Des-selben ur-enckel, Heinrich, Kayserl.Rath, zeugte Iohanncm Ca-rolum, Königl. Böhmischen Appellations-Rath, welcher sei-nen stamm mit etlichen söhnen fortgepflantzet hat. Baibm.tabb. stemm. P. I.
MATUTA , eine Heybnische göttin, welcher zu ehren dieRömer ein groß fest hielten, so sie Matralia nenneien. Es wur-de dadurch die Ino verstanden, Athamantis, des ThebanischenKönigs gemahlin und Bacchi amme, welche, wie die Poeicntichten, sich in eine meer-göttin verwandelt, und bey denGriechen Leueotbea geheißen. Einige verstehen hierdurch dieAuroram, oder morgen - göttin. Andere sagen , daß Matuta ,nach der alten Lateinischen art zu reden, so viel bedeute alS gut.König Servius Tullius war der erste, welcher dieser göttin zuehren in Rom einen lempel aufgebauet, welchen der Bürger-meister und Dictator Camillus nach der Wider die Vejentezgewonnenen schlacht erneuern ließ. Das merckwürdigste warbey dem dienst dieser göttin, daß die Römerinnen dabey nicht sofast ihren eigenen kindern, als den kindern ihrer brüder guteszu wünschen, und von der göttin zu erbitten pflegten; wovondie ursach angeführet wird, baß Ino in ihren eigenen kindernunglücklich gewesen, und dagegen ihres bruders soh» wohl undmit gutem fortgang auferzogen hat. Ovid . fest. lib. VI. piut.qua;st. Rom . XVII. & in vita Camilli. Tit. Livius , lib. V. Ft.jius. Struvius, syntagm. antiq. Rom. p. 164. *
Ajaubeuge, lat. Malobodium ober Malmodium , ist einestarcke devestigte stadt, mit einer über z 5. dörfer sich erstrecken-den Prevote, an dem flusse Sambre, in der provintz Hennegau ,welche an. 1678. in dem Niemägischen frieden der Cron Franck-reich überlassen worden, welche auch den ort weit mehr beve-stigt hat, als er zuvor gewesen. Es befindet sich daselbst ei» be-rühmtes adelicheö Frauen-Stift, welches die heilige Adelqondeals stifterin erkennet , als die würcklich schon in dem VH.'secu-lo einem klvster allhier den ansang gegeben hat, so aber seilherogleich mehr andern, und sonderlich dem zu Mons , weltlichenStift-Frauen von hoch-adelichem Hause ist gewiedmet worden.Im übrigen treibt dieser ort starcke Handlung. *
Maubuisson, ist eine berühmte Frauenzimmer-Abtey, Ci-stercienser - ordens, unweit Pontoise in der feie de France ,welche unter des Ertz-Bischoffs von Paris Dioeces gehört. Siewirb auch Nötre Dame de la Royale genennet , und hat insge-mein Aebtißiniien von sehr hohem geschlechte.
* Mauburne, (Johannes) Abt zu Livray, der Urheber desgeistlichen Rosen-krantzes, welcher zu Basel 011.1491. ist gedrucktworden. Er ziehet in diesem buch die Imitationen! Jesu Chri sti , unter dem nahmen Thoma von Kempis an. In einem an-dern geschriebenen wercke über die kirchen-scribenten aus demorden der Canonieorum Regularium rechnet er diesen Thomamvon Kempis auch darunter, und unter seinen büchern, deren Ur-heber er soll gewesen seyn , zehlet er auch dasjenige, weichesanfängt mit den Worten: Qui sequitur me &c. Dieser geist-liche Rosen-krantz ist erst gegen dem ende des XV. secuii ge.schrieben worden, und meldet er darinn, das vbgcdachtcwercklein de Imitatione Jesu Christi sey von einigen dem Ger«son zugeschrieben worden , er aber halle es für die arbeit Tho-mä von Kempis . Doch führet er keine Ursachen seiner meynungan» Du Pin , biblioth. des aut. eccl. du XV. siede.
Nauchenheim, genannt Bechtoldoheim, eine alte adcli-che familie m dem Rheinlanbe, von welcher Conrad an. 1297.gelebet. Von dessen nachkommen sind Heinrich und Matthäuszu mercken. Des ersiern söhn Johann Heinrich, Ober - Amt-mann zu Trarbach, gieng an. 1**4. mit tobe ab, und hinter-ließ Heinrich III. Chur-Mayntzischen Rittmeister und Amimannzu Otzderg, der an. 1999. das zeitliche gesegnet, und folgendesöhne gezeuget: 1.) George Friedriche» zu Derhein, Oberst-Lieu-tenant und Schultheissen zu Nierstein ; 2.) Hans Heinrichen zuHelbingen in der Wetterau , der seinen äst beständig forigepflan-tzet;;.) Wolf Gottfrieden, der von seinem jetztfolgenden bruderermordet worden; und 4.) Heinrich Ludwigen zu Nierstein , des-sen einziger söhn, Heinrich Christoph zu Sorgcnlah, an. 1667.im duell erstochen worden. Vorgedachtcr Matthäus zu Nie-der-Saulheim zeugte Johann Philippen, des Teutschen orbenSComturn zu Franckfurt, und Hermannen, Gewalts - Boten zuMayntz, dieser hinterließ Hans Jörgen, der an. 1624. als Chur -Mayntzischcr Marschall und Nassauischer Amtmann zu Kley.berq verstorben. Dessen söhn, gleiches nahmens, BisÄöfflicherRath und Ober-Schultheiß zu Würtzburg, hinterließ FriedrichHermannen, Fürstlich - Würtzburgischen Rath und Amtmannzu Kitzingen . Humbrercht, vom Rhein . Adel, tab. 110. Ge .
thu diplomat.
Vslaucroix, (Franciscns des) war an. 1619. zu Nonon ge-bohren. Er studirte zu Paris , und ließ sich daselbst, weil es dieumstände seiner familie also erforderten,unter dieAdvocaten auf-nehmen, verließ aber, so grosse qeschicklichkcit er auch dazu besaß,doch diese lebens-art bald , und ficng an, sich, weil er etwa»blöde war, und an den räncken, so die von seiner profeßion ge.
brauch.