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}srnölbs leben Mauritii. Jfotü Vita MauritiL Camerar. orat.“S Wieder Müllers Sächsische annal.Thuanus. Burnets bist. of Retorm. P. 11 . lib. 1 .
Mauritius , Hertzog zu eso^jsen, postulirt« Administratordes Stifts Naumburg, war ein ,ohn JohannisGeorgiil. Chur >fürsiens zu Sachsen , und Magdalenen Sibyllen, MarggrafAlberti Friedrichs zu Brandenburg in Preussen tochter. &wurde an. 1619. den -8- mart. gebohren. An. 1642. trat ereine reise, unter dem nahmen eines Grafen von Promnitz, mDänemarck, Brabant , Holland und Flandern an, allwo er derbelagerung der vestung Saß von Gent beywohnte. Hieraufwurde ihm an. 1647. von dem Teutschen orden die Balley Thu.ringen übergeben. Er war bereits an. 1622. als Administratordes Stifts Naumburg postuliret worden, dahero er an. 16;;.dasselbe völlig erlangte, und feine residentz zu Naumburg aufdemBifchöfflichcn schloß nahm , bis er an. 166%. anfder neuerbau-teu Moritzvurg zu Zeitz seine Hofhaltung anlegte. Vermöge desvätkerlichen testaments bekam er über dieses noch in Thüringen und Volgtlande die Aemter und Herrschafften Tautenberg,Frauen-Prießnitz, Niederlrebern, Voigtsberg, Blauen ,, Tribitz,Arenshaug, Zieqenrück, Weyda, wie auch den Churfurstlichenantheil an der Grafschafft Henneberg; stadt und Amt Pegauaber kaufte er hernach von seinem bruder Churfürst JohannGeorge!!. AIs an. r6;8. der gedachte Churfürst der Kayserl.wähl halber sich nach Franckfurt am Mayn erhub, verordneteer Hertzog Mauritium unterdessen zum Statthalter der Chur -fürstlichen lande. In eben demselben jähre stellte ihm das StiftNaumburg einen pvstulations-briefaus,krafft dessen die admini,stration bey seinen männlichen nachkomme» verbleiben , jedochjedesmal auf das recht der ersten geburt gesehen werden sollte.An. 167g. wartete er dem Kayser zu Eger auf, allwo er vondemselben als ein ehrlicher alter Teutscher Fürst gerühmet wur-de. Hierauf wurde ihm das commando als Oberster über einChur-Sächsisches regiment zu roß aufgetragen, mit welchem eran. 1674. in Schwaben und Francken rückte, und an. 1677. be-stellte ihn der Churfürst zum General - Major über die Chur-Sächsische cavalerie; worauferan. 1681. den 4. dec. zu Zeitz an einer engbrüstigkeit verstarb, den rühm eines gottseligen Für sten nach sich lassend. Sein symbolum war: pro veo & meo.-Er hatte sich zu drey unterschiedenen malen vermählt gehabt.Die erste gemahlin war Sophia Hedwig , eine tochter HertzogsPhilippi zu Holstein - Glücksburq, die nach zweyiährigem ehe-stande an. i6?2. verschieden. Die andere war Dorothea Ma ria , eine tochter Hertzogs Wilhelmi zu Sachsen-.Weimar , diean. i6>6. vermählt, und an. 167;. verstorben. Die dritte istSophia Elisabeth , eine tochter Hertzogs Philippi Ludovici vonHolstein in Wststnburg gewesen, so an. 1684- verstorben. Vonder erstenund letzter» gemahlin hat er keine, von der andern abervier kinder am leben hinterlassen, davon siehe Zeitz , Hertzoglichelinie. Mutiert annal. des Hauses Sachsen. Lairitzens histori-scher palM-wald, p. 29;. Imhof notif. Proc. Irapcr. Speneri syl-log. geneal. Zieglers labyrinth der zeit, p. I;o6.
N zauritius wilhelmus , Hertzog von Sachstti-Zeitz, warein söhn des vorhergehenden, gebohren den 2;. mart. an. 1664.Nachdem er sich in allen seiner hohen geburt anständigen wisssenschafflen geübt, trat er an. 1631. den 7. nov. eine reise nachFranckreich an , bekam aber den ;i. dec. zu Paris die traurigeNachricht, daß sein vattcr den 4. dec. das zeitliche gesegnet. Die-serwegen begab er sich den 12. ja», an. 1682. wieder auf dierückreise, und langte den 29. besagten monats zu Zeitz an, allwoer den i?. mertz von dem Naumvurgischen Dom - Capitul dasinllrumemum pollularlonis empsieng, und demselben'die durchdie immerwährende capitulation von an. 1673. stipulirte rever-salien ausstellte, da er denn, als Administrator, den 27, mertz zuZeitz , und den 4. april zu Naumburg die Huldigung einnahm.Hierauf reifere er im nov. des besagten jahrs 1682. nach Italien ,allwo er überall grosse ehre genoß, und endlich an. 1S84. durchdie Schweitz wieder nach Hause gieng. An. i68z. als er diemajorennität erlangt, legte der Churfürst Johann George 11 .die bis dahin geführte administration der Zeitzischen erb - landenieder, behielt sich aber das jus sublime territoni, superioritatis,belli & pacis , appellationis &c. vor, worüber nachgehendsallerhand weitlänfttgkeiten entstanden. An. 1687. den 9. sept.erhielt er, nach des obgcdachten Churfürsten und der HertzogeAugusti und Mauritii tode, nebst dem Chur -Hause und den linien»u Weissenfels undMerseburg, diebelehnung milden Reichs-lehn und regalien, den 10. oct. aber die Böhmische belehnungmit dem Voigtlande, welches ebenfalls nach der ChurfürstenJohann Georg» III. und IV. absterben geschahe. An. ,688.empsieng er die mitbelehnschafft an den FürstenthümmernQuerfurt , Weimar und Eisenach , nnd in dem folgenden jährebekam er nebst dem Hertzoge zu Merseburg einKayserl. diploma,vermöge dessen sie und ihre leides-erben den titul Durchlauchtigbekamen. An. 1699. trat er sein recht an der Lauendurgischensuccemon an das Chur-Haus Sachsen ab, und an. 1702. legte erm Schleusingen wegen seines antheils an Henneberg eine be«Andere Regierung an. An. 170;. machte er mit dem Abt zuFuloa wegen des zu dem gemeinsamen Gymnaiio in Schlemm-gen gewredmeten Amrs Fischhaustn einen vergleich, worauf esendlich an. 1707. von dem Stifte Fulda eingelöset wurde. Ineben diesem,ahre 1707. erhielt er von dem Kayser Iostphodieinvestilur über das Stift Naumburg, und an, 1703. erfolgte
ein Kayserl. commißions-decret an den Reichs-Convent, Wege»admißion und exercitii des Naumdurgischen voti. Wege»dieses sitzcs und stimme auf den Reichs - Versammlungen haueauch der Hertzog an. 1698. mit dem Chur- Hanse einen recejaufgerichtet, der aber an. 1711. wieder aufgehoben ward. An.1715. im dec. reisete er zu seinem bruder dem Cardinal, und be-kannte sich in dem Böhmischen kloster Doxon zur Catbolischeyreligion, brachte auch an. 1716. im mertz den Printz MoritzAdolph von Neustadt, seines bruders Hertzog Friedrich Hein-richs söhn, nach Eger zu dem oberwchnten Cardinal. Es wardiese religions-veränderung wenigen bekannt, bis er den 14. aprilan. 1717. dieselbe öffentlich kund machst, und den darauf folgen-den synntag auf der Pleissenburg zu Leipzig der messe beywohn-te, da denn das Dom-Capitul zu Naumburg federn vacantemerklärte, und vor den neuen Postulandum in den kirchen bittenließ. Dieses bewog den Hertzog , mit dein Könige in Polen undChurfürsten zu Sachsen den 5. mav zu Leipzig einen vergleich zutreffen, vermöge dessen er sich des Stifts begab, und zzooo. ff.jährlich auf drey termine aus der Königl.und Churfürst!, steuer-casse aßignirt bekam. Nachdem hierauf die Köniql. Polnischen und Chur - Sächsischen trouppen die stadt und residentz Zeitz be-setzt hatten, begab er sich den n. dec. nach Weyda, und erwchltedas daselbst befindliche schloß Osterburg zu seiner residentz. Dochan. 1718. den 16. oct. trat er zu Pegau öffentlich wieder zu derLutherischen religion , starb aber den darauffolgenden 5. nov.zu Weyda an den kinder - blättern , und ward daselbst in derstadt-kirche in das dazu neu-verfertigte gewölbe den 2z. dec. be-graben. Er vermählte sich an. 1689. mit Maria Amalia,Chur-fürst Friedrich Wilhelms zu Brandenburg tochter , und Her«tzogs Caroli von Mecklenburg - Güstrow wlllwe, so ihm zweyPrintzen und drey Printzeßinnen gebohren, welche sämtlich jungverstorben , bis auf Dorotheam Wilhelminam, eine aewab'inPrintz Wilhelms von Hesscn-Cassel, Gouverneurs zu Mastricht,und Holländischen General - Lieutenants. Er hinterließ dmrühm eines gelehrten Herrn, der nicht allein in sprachen,sondern auch in der Historie, und absonderlich in der Genealo-gie ungemein erfahren war. Mutiert annal. Sax. LünigsReichs-Archiv, pait.speo.subSachsen. Vita Mauritii Wille.mi.
Mauritius, Landgraf zu Hessen , ein überaus gelehrter undvieler sprachen fündiger Herr, war ein söhn Landgraf Wilhelmdes weisen, welchen ihm seine gemahlin «rabina, HertzogChristophs zu Würtemberg tochter, an. 1572. den 2?. may ge-bohren. Sein vatter hielt ihn sehr fleißig zu den studien, undweil er selbst einen grossen trieb dazu hatte, so brachte er es auchso weit, daß er acht sprachen, als die Hebräische, Griechisihe,Lateinische , Italiänische, spanische, Französische, Engelländi-sche und Teutsche gründlich verstünde, und meistcntheils zierlichreden konnte. Er dedicirte auch in seiner jugend etliche schristenin Oriental. sprachen dem Kayser Rudolpho II. und über dieseswar er in der Rechtsgclehrsamkeit, Medicin und Philosophienicht wenig erfahren. Zu der Rede-kunst aber hatte er sein na-turell durch die Übung so geschickt gemacht, daß er, ohne sich vor,her daraufbedacht zu haben, oft eine und mehr stunden in Latei-nischer und Teutscher spräche sehr artige reden hallen sonnte.Über dieses war er auch in der Music wohl geübet, und hat diePsalmen, so von Ambrosio Lobwasser verteutschet gewesen, mitnetten Melodien, wo etwan zwey oder mehr unter den gemelktenPsalmen aus einerley weise gesungen werden müßen, versehen.Nach seines vatters tode nahm er an. 1592. den 2z. aug. die re-gierung in Nieder-Hessen zu Cassel an, und beförderte daraufdieReformirte religion auf alle weist; wie er denn solche nicht alleinin seinem Fürsienlhum, sondern auch in den angcerbten landenund dem Fürstenthum Marpurg,von welchem er nach LandgrafLudwigs zu Hessen tode «11.1604. besitz genommen,öffentlich ein-führte; allein wegen dieses letztern kam er mit seinem vettcr,Land-graf Ludwig dem jünger» zu Darmstadt in vroceß, welchen erüber i8. jähr an demKayserl.Cammer-Gerichtezu Sveyer sühr.te,und doch endlich verlohr,über dieses noch darzu die GrafschafftCatzenelnbogen, wegen der bisher genossenen Nutzungen, demHause Darmstadt einräumen musst. Er nahm nebst HertzogHeinrich Julio zu Braunschweig und andern Teutschen Fürstensich an. 1599. des Römischen Reichs Wohlfahrt eifrig an, als derAdmiral von Aragon mit einer Spanischen armer in den West-phälischen kreis eingefallen, zu welchem ende er auch einige mann«schafft aus die deine brachte. An. 1602. gab er dem Könige inFranckreich, Hcnrico IV. als er sich an denTcutschen grcntzen be-fand , eine visite, welches einige von den Catholsschen Standendahin auslegen wollten, als hätte er es im nahmen etlichcrTcut«schen Fürsten gethan, um des Königs in Franckreich schütz beyereignender gewaltthätigkcit zu suchen. Ja sie thun noch dieseshinzu, daß an. 1603. von ihm das erste bündnis, so der umonVorbote gewesen, mit beliebet worden. Der Landgraf erzehltenachmals,daß ihm dieFranzösischeKönigin unter vielen ehrbczci^gungen einmal in Henrici IV. gegenwart gesagt: wte sie nochnie keinen so tugendsamen und verständigen mann von Protc-stirender religion gesehen hätte, und wäre wohl schade, dah ernicht der Catholischen lehre beypflichtete; worauf aber der Kö-nig sogleich das wort genommen,und gesagt: Was die Konigtnan dem Landgrafen aussetzen wollte, das hielte er neben vielenandern sich für die große ehre. Sonsten nahm er an den wich-tigsten geschafften seiner zeit mit theil, schickte an. 1608. seinengesandten nach dem Haag zu den Niederländischen sriedcns-
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