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wurde ihm das Gouvernement der vestung Raab in Ungarn an-vertrauet. Bereits vorhcro wurde er au. 1Ü23. nebst seinembruder Gundacearo i» den Fürsten -stand erhoben, und starb den29. apr. an. >64;. ohne Ander von seiner gemahlin Catharinavon Boßcowitz und Tschernachor, des reichen und letzlern HerrnJohannis Szemberä tochter, und seines bruders Caroli gemahnlin schwester zu hinterlassen. Er besaß die Herrschafften Raben-spurg, Hohenau , Bntzschewitz, Posanltz und Novigrod, bauteund stiftete dem Minoriten -orden und Carmelitcn verschiedenekloster und kirchen, gab den Jesuiten zu Brinn in Mähren dasmctall zu ihren glockcn, erwies sich auch sonst sehr freygebig ge-gen die armen. Er that auch selbst vrofeßion von dem Minori-tcnwrden, und begehrte in einem solchen ordens-kleide in demkloster zu Wrano begraben zu seyn. Ludolfs fthau-bühne derweit. Crugcri einer, säen ad d. 29. apr. p. 136.
Mapimilla, eine bekannte weibs-person in dem II. steeulo,die sich von dem ketzcr Montana hat betrügen lassen. Sie warnebst der Priscitta unter den vornehmsten «»Hangern dieses ertz-kebers, und gab sich vor eine Prophetin aus, die Göttliche gesich-ter und offenbarungen hatte. Dieser beyder weibs-personcn gü-ther und reichthümmer sollen gar viel zu Vermehrung der Mon-tanistischen stete beygetragen haben. Einige melden, daß sie sichselbst erhenckt, welches, auch von dem Montano berichtet wird.Eufibius, bist. eccles. lib. V. c. 13. Tertuüian. adversus Psychi-cos c. 14. Hieron. epist. 14. ad Marcellam. Epipban. haeref.4g. Baron, ad annum Chr. 173. Ittigiut, de haeresiarchis fest.II. c. 13. §. 21. Arnolds ketzer-hlstorie. Feuflking. inGyna:ceo
haeretico-fanatico p. 444. seq.
ÜlUFimittuSf (Caius Julius) ein Kayser, aus Thracia ge-bürtig. Sein vatter war ein Golhe, und seine Mutter eine Ala-ncrm. Der vatter wird von einigen Micea und die multer Aba-ba genennct. Er war anfangs ein schaser, und wurde hernachein soldat unter den Kaysern Septimio Severo , Anionino Ca-racalla, Heliogabilo und.Alerandro Severo, hatte cmeunge-meine grösse, indem er über 8. schuh lang war, und auch emen sostarcken magen, daß er zuweilen des tags über 8. grosse flaschenwein auslrinckcn , und 40. ja nach andern gar 60. pfunb fleischessen konnte. Seine hertzhafftigkeit gab der leibes-grösse nichtsnach, und fragte er nach keinem nichts, sondern konnte 16.männcr zu doden schlagen, wodurch er denn hohe chargen un-ter der armer erlangte, und die hertzen der soldaren, welche ermehr als andere Officiers zu kriegs-ubungen anhielte,aber ihnenauch darneben stets Verehrungen austheilen ließ, dermassen ansich zog,, daß sie ihn, nachdem er des Kaysers Alexandri Unter-gang befördern hclffen, an. 235. zum Kayser erklärten. Hieraufsieng er seine regierung mit einer verfolgung der Christen an,weil die damals in dem Römischen Reiche sehr gewöhnliche erd-beben von den Heyden der duldung der Christen zugeschriebenwurden. Hierbey übte er solche grausinnkeit aus, daß er der Cy-clops, Buflris, Scyrpn, Phalaris, Typhon und Gyges seinerzeit genennel wurde. Als man zu Roin erfahren, daß er vor ei-nen Kayser ausgeruffen worden, gerieth beydes der Rath unddie bürgerschaffl dadurch in ein so grosses schrecken, daß die wei-der und Ander hauffen-weise in die lempcl liefen , und die götterbaten, daß sie ihn doch nicht wollten in die stadt kommen lassen,er möchte sonst, wie ein wildes thier, selbige mit lauter blut an-füllen. Er ließ alle diejenigen ermorden, welchen sein geringesherkommen bekannt war, ia auch so gar diejenige», welche ihnin seinem geringen zustande erhalten, und alle wercke der barm-hertzigkcit an ihm erzeiget hatten. Er verschonte keines menschenvon hohem stände, und ließ selbige creutzigen, begrub sie lebendigin wilder thjere häuten, warf sie den lowen und andern thierenvor, oder ließ sie zu tode prügeln, ohne sich gegen jemand im ge-ringsten mitleidig zu erweisen. Hierdurch nun wurde Magnus,ein vornehmer des Raths,bewogen, sich mit andern zu verschwö-ren, ihn in Teutschland hinzurichten, wiewol Maximinus diesesalles nur crtichtet haben soll, damit er ja viel tausend unschuldi-ge steten seiner graufamkeit aufopfern könnte. Es wurde auchTyrus wider ihn erwehlet, welcher aber im schlaf feinen köpfhergeben mufte. Hierauf gieng er wider die Teutschen zu selbe,besiegte diese nation, und verheerte ihr land aufdrey bis vier malhundert lausend schritte mit feuer und schwerdt. So grausam ernun war, so groß war auch nach diesem sein stoltz; sintemal erdem Römischen Rathe sehr hochniüthige betest zuschrieb, undunter andern pralte, daß er weit mehr gethan hätte, als jemalseinige von den alten Kriegs-Helden. Allein diese, gleichwie auchdie armee, erwehlten wider ihn Gordianum, welcher der Africa-nischen provintz vorstund, und erklärten ihn vor einen öffentli-chen feind, wodurch er dermassen erbittert wurde, daß er in derraserey bey nahe seinem eigenen söhne Julio Vero Maximino,die äugen ausgestochen hätte, welchen er bereits in der regierungzum collegen angenommen hatte. Allein er wurde auch desGordiani bald los, weil er sich aus betrübnis, daß er seinen söhnin einer schlacht eingebüsset, selbst crhencket. Es wurden aberaufs neue 3. Kanser Balbinus, Pupienus und der jüngere oderdritte Gordianus, der 2. jetzkgemeldten söhn und enckel wider ihnaufgeworffen. Solche nun zu bändige» marschirte er von Sir,mium, wohin er sich aus Teutfchland gewendet hatte, um fernerdie Sarmakier anzugreiffen, in Italien , und belagerte Aqurleia;allein dieser ort wehrte sich so tapfer, daß seine soldaten der bela-a<.rung endlich überdrüßig wurden , und weil sie durch seine un-sägliche graufamkeit gar sehr wider ihn aufgebracht worden,welcher nach den verlohrnen stürmen viele Officirer, als ob sieHistov. Lextcnn IV. Theil.
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ihre schuldrgkeit nicht gethan, tödten ließ, auch über dieses son-derlich am Proviant grossen Mangel litten, den der Röm. Rath,um eben durch dieses Mittel Maximinum von Rom abzuhalten,in die vcstcn platze zu führen befohlen hatte, und endlich, weil eingrosser theil derssoldaten ihre weider und Ander nahe bey Rom hatten ; so faßten sie plötzlich den schluß, ihn sirmt seinem söhnezu tödten, überfielen dcvdc in ihren gezelten, da sie die mittag«ruhe nahmen', und schlugen sie todt; wornach ihre köpft genRom geschickt wurden. Diß geschahe an. 238. Maximinus wardamals 63. zahr alt, und sein söhn 21. welcher von seines vatlcrsgrausamen gemüthc nichts a» sich hatte, sondern vielmehr einüberaus schöner und leuihstliger mensch, auch beydes m derGriechischen und Lateinischen spräche wohl erfahren war. Fuß-biuu lib. VI. OroJ'. lib. VII. Aurti. l'ici. de Cadar. Jul. Capitol.in Maximin. Herodian. &c. *
Marimmuö, iC. Vaterius' Daza zugenannt, einer fchwe-ster KayscrS Galeru Maruniani söhn, wurde an. 304. nebstSevero zum Gsesar gemacht , und bekam die Morgenlandischegegend zu seinem antheile. Er vergnügte sich aber damit nicht,sonderlich als er vernahm , daß Licinius zum Augusto wäre er-nennet worden, und forderte also von Galerio gleiche ehre. Die-ser suchte ihn zwar mit dem neu-erfundenen titul eines sohnS derAugultoruni zu begütigen , welchen er ihm zugleich neben Con-siantino ertheilen ließ. Aber Daza war damit nicht zufrieden,und brachte es bey den soldaten bahrn, daß sie ihn unversehenszum Augusto ausrüste» ; worein Galerius , um einen cinheimi-fchen krieg zu vermeiden, willigen muste. Diß geschahe an. 308.Er übte grosse grausamkeiten, und insonderheit wider die Chri-sten, aus; welchen letzkern er zwar nicht leicht das leben nahm,aber ihnen hingegen gemeiniglich die äugen ausstechen ließ; beywelchem anlas die Armenier, welche damals schon grossen theilsDie Christliche religron angenommen hatten, wider diesen tyran-ncn die Waffen ergriffen, und ihm in verschiedenen treffen ziem-lichen abbruch gethan haben. Doch ward er auch in ctwaSDurch Constanlint und Licinii feines collegen brieft von seinerverfolgung abzulassen genöthigt. Mittlerweile zerfiel er mit demletzter», und weil er eine sehr mächtige armee hatte, auch sich aufDie antwort feiner falschen götter verließ, vermeynte er ihn garleicht seines purpurs berauben zu können, vcrlohr aber an. 313.zwischen Heraclea und Adrianopel die schlacht, und muste ver-kleidet davon fliehen. Als er nun in seine Herrschafften gekom-men war, tödtete er Die Heydnischen Priester zur straft ihrerschmeicheley und betrügerey, und gab ein edict den Christen zuMbesten heraus. Hierauf überfiel ihn eine seltsame kranckheit, daer nemlich durch eine innerliche Hitze gantz ausgezehret wurde,sein gefichte verlohr, endlich wie ein todlen-gerippe aussirhe, undalso zu Tarsus an. 313. oder 314. starb. Nach anderen soll er,auf vernehmen, daß Licinius die von ihm starck besetzte pässe desbergS Tauri überwältiget, und ihm also nun hart auf den leibgieng, aus Verzweifelung gift genommen, und daran am viertentage, nachdem ihm durch dessen gemalt die äugen aus dem köpfegeflossen worden, und er selbst daran die Göttliche raache, wegengleicher, den Christen angethanen plage, erkannt, und den Hey,land um gnade und Vergebung angeflehet, gestorben seyn. Deinweid und Ander wurden auf Licinii beseht ebenmäßig gelödtet.Sonst soll er noch die studien ziemlich geliebet haben, aber DabeyDer unkeuschheit und dem trincken gar sehr ergeben gewesen seyn,auch sich wegen des lctztern endlich gemüßiget befunden haben,bey den scinigen die anordnung zu thun, daß sie die Vollziehungaller seiner befehle, die er nachmittag geben würde, bis aufDen folgenden tag aufschieben sollten. Aurel. Vittor, de Caesar.Eutrop. Eufib. Zqßmiis. Banduri. *
Mariminus I. Bischoffzn Trier, soll um das jähr 310. er-wehlt worden seyn. Zu feiner zeit hat sich der Kayser Constanti-nus AI. zu Trier aufgehalten, und in dem dorfe NuMagen an.z n.das creutz Christi mit der Überschrift: in hoe figno vinces,an dem Himmel gesehen. Es soll dieser Bifchoff an. 322. gestor-ben seyn. hro-vo. ann. Trev.
St. Maximinus II . Ertz-Bifchoff zu Trier , wurde um dasjähr 33s. erwehlt. An. 346. soll sich der H. Athanasius in sei-nem exllio bey ihm aufgehalten haben. An. 347. hat er die Aria-ner auf dem Concilio zu Sardica in Thrakien verdammenhelffen. Als ihm einstens auf der reise nach Rom ein bär seinenmaul-escl zerrissen, soll er denselben gezwungen haben, an dessenstatt seine dagaqe bis nach Rom zu tragen. Von diesem Ertz-Bischoffc hat das kloster St. Maximini bey Trier seinen nah-men. Er ist an. 331. verstorben. ür<m>. Bucel.
Marimus, (Petronius ) ein Kayser, war anfänglich einRömischer Rathsherr, auch zwey mal Bürgermeister und Patri-cius. Er hatte ein sehr schönes weib, in weiches sich der KayserPlacidus Valcntinianus verliebte, sie aber nicht zu seinem willenhaben konnte. Allein da er einstens Maximo im würsscl - spielenicht allein das gelb, sondern auch seinen ring abgewonnen hat-te, schickte er selbigen in Maximi nahmen in ihr hauS, und ließsie ersuchen, in den Kayserlichen pallast zu kommen. AIS sie nundieses that, wurde sie von Valenliniano gcnothzüchtiget. DaMaximus solches erfahren hatte, befahl er ihr zufrieden zu seyn,und sich nur zu stelle», als ob sie von keinem ihr angethanenschimps etwas wüßte, gestalt er vorhätte, das ihr zugefügte leydnachdrücklich zu rächen. Er bediente sich also der vertraulicbkeit,welche ihm der Kayser immer fortfuhr zu bezeigen, ja sie noch,wie es schiene, aus anlas des vorgegangenen, vermehrte; umselbigen durch gegebenen schädlichen rath zu stürtzcn. Er bewog
C c c e c 2 ihn