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j 6 <ö. in R. Historie Padamenti Angliae Brevianum, i« 49 ·The History of Henry II. in English verse; A Comedy ot theold Wives Tale. Englischer Bayle.
Mavenberct, ein flecken und schloß im Lucerner-gebiethe,lincker seits der Ruß unterhalb Rüti gelegen , gehöret den VII.alten Orten, welche es im Sempacher-krieae an. 1,86. demHause Oesterreich abgenommen, nachde,n sie es vorher abge-brannt hatten. Stumpf, lib. VII. p. 200. *
Mayenfeld , ein Graubündtnerischeö, in dem X. Gerichten,dund, auf der rechten feite des Rheins unterhalb der Lan-quarr, gelegenes lustiges städtlein und schloß. Soll den nah-men haben von der alten abqöttin Maja einer mutter Mercuru,die in dem Heydenlhum allda einen tempel, oder bild gehabthaben mag ; wiewol Tfthudy meldet, dass, es vor altem Lupl-num geheiffen, und also einen gantz andern nahmen gehabt hat.Es hat vor diesem nebst dem Prattigöw die Freyherren vonDatz zu Herren gehabt, von welchen es die Grafen zu Tocken-bura ererbet haben, und als auch dieser stamm an. 14; 6 mitGraf Friedrichen abgestorben,kam dieses städtlein an WolfhardtFreyherr« von Brandts auch erb-weis von seinem ehegemahlVerena, Gräfin von Werdenbcrg. Im Schwaben -kriege an.14YY. weil der Freyherr von Brandts auf Valdutz Ocstcrrei-chisch war, haben die Graubündtner eine besatzung in Mayen feld gelegt. Es hat aber der Freyherr, an der Herrwfastnachtzu nacht, das städtlein durch verrätherey eindekommen, diebesatzung niedergemacht, und darqegcn 400. Walgower hineingelegt. Es kamen aber die Bündtner mit einer Eydgenoßischenhülste von io°o. mann am aschenmittwochen wieder für diestadt, da sich denn die Brandisische besatzung auf gnade und Un-gnade ergab, und auf Chur gefangen geführt wurde, aber vierbürqer, die am vorigen verrath schuldig waren , musten denköpf hergeben. Im darauf erfolgten kriege blieb Mayenfeldden Bündtnern. Sie setzen alle zwey jähr einen Podestä,oder Vogt dahin , welcher im schloß sitzet. Er richtet über dasblut, beziehet die fallenden bussen, confiscationen und die zolle.Es haben aber die Mayenfelder und Malantzer eben sowol theilan dieser Vogtcy als die drey Bünde , und setzen in ihrer Ordnungeinen Schloß-Vogt aus ihrem Mittel. Denn das städtlein istfrey und wird von einem Stadt-Vogt, ( den der Podestä allezwey jähr erwehlt) nebst zwölf Rathsherren regiert. In denBündtnerischen Unruhen an. 1621. hak der OesterreichischeOberste Balderon die stadt und schloß Mayenfeld eingenommen,und die bürgerschafft entwafnet; die Prättigöwer aber habenden ort an. 1622. wiederum belagert, auch selbigen, nach ge-schlagenen entsatz-völckern , mit accord erobert. An. 1623. hatErtz-Hertzog Leopold das städtlein wiederum eingenommen,aber nicht langer behalten, als bis in das folgende 1624.jähr, da die Französische und Eydgenoßische völcker untermMarquis de Cövres sich des Platzes abermaf bemächtiget.Stumpf, lib. X. pag. 320. b. 521. Füslin. chron. manu-fcript. p. 364. St eitler. P. II. lib. XII. p. $22. 542. 556.561. Tbeatr. Europ. P. II. *
Mayenne,Maine oder Mayenne de Juhel, oder Mainela Iuhele, und la Juee, tat. Meduana und Mediana, einestadt in Franckreich in der lanbschafft Maine, liegt an einemflusse gleiches nahmens unter Lassay , gegen die grentzen derNormandie zu, ohngefehr 14. Meilen von Mans. Es rst einelustige stadt, welche den nahmen de Iuhele von einem altenHerrn dieser landschafft bekommen , so unter Philippi Augustiregierung gelebet. Von dieses Iuhele nachkommenden qelan«gete der ort durch heurathen der ordnung nach an die HäuserAvaugour, Bretagne des astes der Grafen von Pentbi'vre,Blois-Chatillon , Anjou, und letztlich an einen äst des HausesLothringen . Sie bekam anfänglich den titul einer Marggraf-schafft, und hernach eines Hertzoqthums, und dieses zwar
i nerst in der person Caroli von Lothringen , eines brudcrs desierühmten Hectzogs Henrici von Guisc, für welchen der Kö,nig Henricus III. diesen titul ertheilete. Dieses Caroli tochter,Catharina , brachte es Carolo von Gonzaga, dem Hertzoge vonRevers , und nachmals von Mantua , zu; von deren erbensolches der Cardinal Mazarini kaufte an. 1660. den 2;. febr.und es Armand Charles de la Porte , Hertzoge von Mazarinigab, krafft eines mit Hortensie Mancini, des ermeldten Car-dinalS bafen, geschlossenen heurath-contracts. Du ebene,
antiquit. des villes. Descript. hiß. £c? geogr. de France. *
Vftctyentie oder Maine, lat. Maduana, ein flnß in Franck-°reich, welcher auf dem gebürge von Alencon an den grentzender Rormandie entspringet, durch den westlichen theil der pro.vintz Maine läuft, bey Lassay, Mayenne , Laval , An-tresme, rc. vorbey gehet, sodenn durch Anjou fleußt, Cha-teau-Gontier befeuchtet, die Joune und Oudon zu sich nimmt,indie Sarte fället, und endlich mit der Loire sich vermischet. Nähebey Laval fanget er an schistbar zu werden. Baudrand. Maty.
Mayer, (Christoph ) war von Augspurg gebürtig, undtrat an. 1382. m die Societät JEfu, worauf er gantze 30.Mhr zu Passau , Brrren, Gratz und Wien die Philosophie undTheologie gelehret. Er hatte den rühm eines guten vssputato.ris, und starb an. 1626. in dem ;8. jähre seines alterS. Manhat von ihm octo Fidei Controversias. (siehe «aOfetUÖ ) Sot-'wel , bibl. Soc. Jesu.
Mayer, (Simon) siehe Marius.
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* Mayer, (Joh.Friedrich) ein berühmter Lutherischer Theo.logus, war an. 1650. den 6. dec. zu Leipzig gebohren, wo-selbst sein vatter, Johann Ulrich, Pastor an der Thomas-kirche,wie auch Theologias Doctor gewesen. Durch dessen Vorsorgenahm er in allen wissenschafften mit ungemeinem fvrtgang zu,und brachte es durch seinen fleiß dahin, daß er bereits im 17.jähre seines alters Philosophias Magister, und nachdem er hier-auf einige jähre in Straßburg studirel, an. 1672. Sonnabends-Prediger in seiner geburts-stadt wurde. Er durfte aber hiernicht lange verbleiben, sondern wurde gleich im folgenden jährezum Superintendenten nach Letßnig beruffen, da Geier beyder einführung den spruch 1. Tim. l. 14. Niemand verachtedeine juckend, erklärte. Worauf er zu Leipzig a,z. 167;. in derTheologieLicentiatwurde, und ebendenselben tag auch alldaHochzeit hielt, den 19. oct. aber an. 1674. die voölor. würdeannahm. Im jähr 1679. ward er Superintendent zu Grim-ma, und nach jähren Professor der Theologie, wie auchsubstituirter Probst der schloß - kirche zu Wittenberg , welcherberuf, auf Universitäten zu lehren, solche freude in ihm erwe.cket, daß er alsobald darüber von einer schweren kranckheit ge-nesen ; pflegte auch zu sagen: Extra Academiam vivere, eilpelfime vivere, d. i. von Academien entfernet zu leben, ist dasschlechteste leben. Nachdem er sich aber an diesem letzten ortedurch lesen, disputiren, und insonderheit auch durch seine aus-serordentiiche beredtsamkeit in predigten einen ungemeinen rühmerworben, ward er an. 1630. zum Pastore nach Hamburg be-rnffen, wobey er zugleich Professor Honorarius zu Kiel gewe»sen. Er hielt allhier verschiedene theologische Vorlesungen unddissertationen, wurde anbey an. 1691. zum Ober-Kirchen-Rath des Königs in Schweden in seinen Teutschen provintzen,ingleichen an. 1698. zum Oder-Kirchen-Rath der Äebkißin zuQuedlinburg bestellet; gieng aber doch von diesem orte an.1701. wiederum hinweg, und folgte dem zuvor erhaltenen be-ruf, als General-Superintendent über Pommern und Rügen,Präsident des Königlichen Lonststodi, erster Professor der Theo-logie, und immerwährender Pro-Cancellarius der Acaderme zuGreyphswalde, wie auch Pastor bey der dasigen St. Nicolai.kirche. Weil er nun in allen diesen ämtern eine grosse Wach-samkeit und vielen eifer blicken lassen, vermehrte sich sein rühmdergestalt, daß ihn kurtz vor seinem tobe, welcher an. 1712.den 30. may durch eine brüst - Wassersucht plötzlich erfolgte,die beyden Könige in Polen und Dänemarck persönlich besuch,tcn. Dieser sein tob aber war so plötzlich und »»vermuthet,dass, als ihn fein Medieus, Ponath, besuchte, und ihn unter an,dern fragte: worinn doch wol die glückscliqkeit der gerechtenin jenem ewigen leben bestehe; so setzte er sich aufseinem stuhlrecht in pvsilur, als wenn er seinen Medicum gründlich un-terrichten wollte, und sprach: Das will ich ihm sagen. Aberin diesem augenblick erstickte ihn das auftretende wasser. Sei-ne vornehmsten schriflcn sind : i.) Museum Minist» Eccle.iiee; 2.) de Electione Pontificls Rom. Hamburg 1700. in 4.3.) Hiitoria Versionis Germanicse Bibliorum Lutheri; 4.) di-storia Synodorum Gryphiswaldenfium; 5.) de Fide Baronii& Bellarmini ipsis Pontificiis ambigua ; 6.) Ecclesia PapaeaLutheranas Patrona & Cliens; 7.) Bibliotheca Biblica,Greyphs-walde 1702. 8-) Chrysostomus Lutheranus , Wittenberg 1686. 9.) angefochtenes und wieder getröstetes Kind GOt«tes ; ro.) Hamburgischer Sabbath, wo bey der neuen auf-läge ein Verzeichnis der Mayerischen schriften, so Pastor Neu-mcister verfertiget; ir.) Hamburgisches Ninive ; 12.1 Bi-bliotheca Scriptorum Theologie Moralis, so mit Strau-chens Theologia Moral! zu Greyphswalde 170;. in 8. ge-druckt; 13. ) Eclog® Evangelicte, welche nach seinem tobePastor Neumeister ,n zwey bänden in 8. zusammen drucken lastsen; 14.) erste Früchte der Beredtsamkeit; 1;.) WürdigerCommunicant; 16.) Warnung für einem falschen G d; 17.)Bätendes Kind GOttes; 18.) Büß - und Gcbät-svrüche; 19.)Evangelischer Ehgel; 20.) Wiederholung der heil. Sabbaths-arbeik; 21.) GOtt-geheiligte Früh-stunden, welche er zwarselbst nicht in druck gegeben , ihm aber in der kirche zu Grim«ma aus seinem munde durch eine geschickte feder nachgeschrie-ben worden. Es hat diese Mayerischen Früh-stunden ein ge-lehrter Prediger, Nicolans Thürmann, in einer angenehmenschreib-art fortgesetzt, welche arbeit an. 1706. in 4. zu Leipiiggedruckt worden ; 22.) Lanx satura Lucubrationum Philolo-gicarum, Straßburg 1669. in 8. 2;.) Streit-schriften, dar-unter a) Kriege des HErrn; b ) Manipuli ObservationumPietisticarum ; c) de Pietistis veteris Ecclefise, Hamd. 1696.in 4. d) Logica Pontiiiciorum «-07-0?, Hamburg 169;«in 8. 24.) Bild Königs Caroli XII. Greyphswalde i?°8.in 4.. 15.) Eröfnete Gerichts-schranckcn, ib. 1708· >>' 4· 26.)Erklärung des Liedes: Nun komm der Heyden Hcyland, Ham burg 1701. in 4. 27.) viele Oifputationes. ss ’ fteFabricii memor. Hamburg . voL II. Unschuldige Nach-richten.
.Mayerne, (Theodorus Turquetus, Herr von) einer der be-rühmtesten Medicorum feiner zeit, war bey Genf um das lahr1572. gebohren. Zu Montpellier wurde er an. i;9<5. Baccalau.reus und in dem folgenden jähre Ooistor in der Medicin. Einigezeit darauf begab er sich nach Paris , und legte sich mit grossemfleiß auf die Chymie. Weil aber dieses studium zu seidiger zeitsehr verhaßt war, recommendirte er sich sonderlich bcv den
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