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Medicis dieser stadt gar schlecht , die deswegen einige schuftenwider ihn heraus gaben , so aber von ihm widerlegt wor-den. Dessen ungeachtet machte ihn der König Henricns IV. znscincyr Medien onlmario. _ Nach dessen tode begab er sich nachEngclland, allwo er das glück hatte, nicht nur erster Medicus,sondern auch favorit bev dem gelehrten Könige Jacobe zu wer-den. Bey dem folgenden Könlge Carolo I. stieg sein glück nochhöher, und war er in dem gantzcn Königreiche in dem gröstenansehen. Zwar wollten ihn seine feinde beschuldigen, als hätteer den Printzen von Wallis in seiner kranckheir, die ihm an.iSir.das leben genommen, versäumet; allein er bekam ein öffentli-ches zeugnks seiner Unschuld. Er starb endlich zuCheisey ohn-weit Londen an. 165;. in dem 8r. »ahre seines alters. Semewercke sind zu London an. 1700. in groß fvlio zusammen ge-druckt worden, und bestehen in 2. theilen. Der erste davonhält Consilia, Epistolas, und Obsetvationes in sich , der andereaber kharmaeop®am varialqus Msdieamsntornm Eormulas.Putin, let. 8- P· 3?. 36. 37. 38· 39· Merdelin. in Lindenio re-novato. Ray'e.
* Mayfartus , (Ioh. Matthäus) ein Lutherischer Tbeolo-8U8, war zu Jena den 9. nov. an. 1590. gebohren. Seinvallcr, Michael, war damals Pastor zu Wamnnckel, einem Thü ringischen dorfe unweit Waltershausen , dahero einige, wiewolirrig, vorgegeben, daß er a» einem von diesen beyden ortenzur welk gekomnien. Nachdem er erstlich das Gymnasium zuGotya besucht, begab er sich an. 1608. nach Jena , wurdeauch allda an. 1611. Magister , gieng aber oon dar , um auchandere Theologos zu hören, an. 1614. nach Wittenberg , vonwannen er an. 16,6. wieder nach Jena kehrte, woselbst ernicht lange hernach von der philosophischen Facultät zum Ad-jundo ernennet wurde. Kaum aber hatte er seine ledionesangefangen , so wurde er als Professor an das Gymnasiumnach Coburg beruffen, da er denn anfangs die Lateinischeund Griechische spräche, wie auch die Logic , nebst der Theo-logia Thetica unb Polemica lehrte, an. 1623. aber nach desDiredoris Hudmeieri absterben in desseldigen stelle rückte.Hierauf nahm er an. 1624. zu Jena den titul eines DoctorisTheologi® an , und stund seinem amt mit vieler treue undgeschicklichkeil vor, bis er an. 1633. nach Erfurt verlangt,und zum Professors Theologi® primario , bald darauf aberauch zum Professors August. Confeslionis , und zugleich an.16;;. zum Pastors an der Prediger - gemeinde , wie auch Se-niors des Ministerii bestellt wurde. Er starb den 26. jan.an. ,642. und hinterließ verschiedene schuften, worunter zumerckcn : prodromus Ehieidarii Thcologici ; Arx Sionis, s.Loeorum Theologicorum succinda Enarratio ; Grawerus con-tinuatus , s. Disputationum And-Jesuiticarum pars II Mele-temata Theologica; And - Becanus ; Sufcitabulum Clerico-rum ; Mellificium Oratorium &c. Witte, mem. Matsch,tnunni Erfordia litter. tom. I.
* May-Jnsul , ist eine kleine insul in Schottland , bey demringang des meer-dusens Fort, nahe an der mitternächtigen kü-sse und dem stecken Carreil. Einige erd-bcschreiber nehmen siefür der Alten Emonia ; die länge derselben ist rooo. schritt,und die breite 230. Das erdreich trägt kein körn , hat aberhingegen gute vieh-weyden. Der König Carolus l. gab sie Ioh.Cuningham zu lehen , welcher darauf einen thur» von gehaue-nen steinen baute, welcher bey 40· schuhe hoch und bis obengcwöldel war. Darauf wird alle »ächte das gantze jähr hin-durch ein kohl-feuer gehalten , wozu die vorbeyfahrende schiffeeinlgen zoll abstatten müssen. Beeve, eil , delices de l’Ecosse ,
p. 1193.
Mayland, siehe Meyland.
tlidyn, Moenus , ein schiffreicher fluß in Teutschland, ent-springt aus dem Flchtelberg, und der darauf gelegenen see. Die2. Haupt-quellen, der rothe und weiffe Mayn, vereinigen sicherst mcrlcn von ihrem Ursprung. Darauf gehet er aufSta-felstein, nimmt dis Coburgische Jtsche und Franckische Bau-nach, wie auch den Leutenbach und Estern zu sich , und einestunde vor Bamberg die sthlffreiche Rcdnitz, darauf gehet ernach Schweinfurt , Voltach, Kitzinqen, Ochsenfurt , Würtz-burg, Gcmünd, wo er die Saal und Sinn«, und bald daraufLie Lohr annimmt; bey Wertheim bekommt er die Tauber, undgehet nach Miltenberg und Afchaffendurg, und erqeußt sich end-lich , nachdem er bey Hagau und Franckfurt, die von ihm be-nähmet wird, vorbey gclauffen, bey Mayntz in den Alhein.
Maynard, (Lords) in Engelland. Dieses geschlecht, wel-ches vor alcers auch Maignard geschrieben worden, ist von ei-nem ziemlichen alterthum. Johann Maynard von Axminster,diente in dem XIV. foculo dem schwachen Printzen Eduardoin den Französichen kriege». Einer von dessen nachkommen,Nicolaus Mavnard, starb an. 1319. und ließ von Margaretha,einer tochler Johannis Eüiö von Eüis, den Ritter JohannMaynard. Dieser lebte »n den zeiten Eduarbi VI. und Maria,und heurathere anfangs Margarctham , eine tochler RalphRowlets, hernach aber Annain, eme tochler Robert Parrots.Aus der ersten ehe hatte er einen söhn, nahmens Ralph, welchervon Margaretha, einer tochler des Ritters Seely , einen söhngleiches nahmens nach sich ließ. Aus der andern ehe wardihm gebohren H nricus. Dieser ward Ritter und Seorsradusbey Wilhelmv, Lord Burlergh, Groß-Schatznmster von En«
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gcuano, brachte auch das land-gnth Easton in Esser an sich,allwo nachgehends der Haupt-sitz dieser familir angelegt worden.Mit Susann«, einer tochler Thomä Pearson , zeugte er Wil-helmum. Dieser ward anfangs Ritter , hernach den 29. ,un.an. i 6 ii. Baronet von Engcstand, ferner an. 1620. Pair vonJrrland , mit dem titul eines Lords Maynard von Wicklow ,endlich aber auch Pair von Engelland, mit dem titul einesLords Maynard von Estains. Mit seiner ersten gemahlin,Francisca, einer tochler Wilhelms CavendiSH, Grafen von De,vonshire, behielt er keine kinder am leben. Mit der ander»»aber, Anna, einer tochter und erbin des Ritters Ankonii Eve,rard von Langleys, zeugte er, nebst 5. töchtern, einen söhn,Wilhelmum. Dieser war Controleur von der Hof-statt derKönige Caroli II. und Jacob» II. und heurathete anfangs Do«rotheam, eine tochter und erbin des Ritters Robert Banastervon Pesscnham, nachmals aber Margarelham M»»rray, einetochter Jacobi, Grafen von Dysert in Schottland , eine schwe,ster der Hertzogi» von Lauderdale. Voy der letzten gemahlinhatte er einen söhn, Henricum, und eine tochter, Elisabeth,verheurathet an den Baronet, Thvmam Bograve von Hanuls.Die erste gemahlin gebahr ihm 2. söhne. Der jüngste, Wilhel-mus , verehlichte sich mit Johanna , einer tochter des RltterSJohann Preftot, und hernach mit Susann«, der einzigen toch-ler und erbin Thomä Eyans von Bowvon welcher er zweysöhne, Tyomain und Prescot, nebst einer tochter, Anna, hin-terlassen. Der älteste söhn, Banaster, succedirte seinem vatterWilhelm» in der würde eines LordS Maynard, und zeugte mitElisabeth, der einzigen tochter Henrici, Grasen von Kent i.)Wilheltnmn; 2.) Henricum; 3.) Banaster; 4.) Grey; ;.) Ca.rvlum; 6.) Amabellam, verheurathet an Wilhelmum, Loivthervon Sivillington ; 7.) Dorotheam, verheurathet an RobertumHaslertg; 8) Elifabetham.
Von eben dieser familie war auch der Ritter Johann May-nard , welcher unter Wilhelmi III. regierung emer von denCommissarien des grossen siegels worden. Peerage »/ England,II. p. 71.
* Maynard, (Franciscus) Präsident bey dem Präsidial zuAurillac , siehe Meinard oder Mainard.
Maynardus, gebürtig aus dem gebiethe von Rom , thatunter den Caßinensichen Mönchen sowol durch sem geschlecht,als durch seine gelehrsamkeit und lugenden, sich dergestalt her-vor, daß ihn Leo IX. zum Cardinal, und Alexander II. zumBischoff von Aldano »nachte. Diese 2. Päpste, gleichwie auchnoch andere, so zwischen ihnen regiert, brauchten ihn in vielenwichtigen angeleqenheiten. Stephanus X. schickte ihn, nebst2. andern, als seinen Legaten nach Constantinopel, um die spal«tung mit der Griechischen klrche aufzuheben. Er fetzte aber sol,che reise nicht fort, weil er unterwegeS die Nachricht von destetzterwehnten Papsts tödtlichen hinlritt empfieng. Alexander IEließ das Bibliothecariat, ingleichen die würde eines Vice-Cantz-lers der Römischen klrche eine zeitlang durch ihn verwalten ,schickte ihn auch scldander, als feinen Legaten, nach Mayland,allivo sich allerhand zivistigkeiten in der kirche erhoben hatten.Nachdem er solche beygelegt, und nach Rom zurück gekominen,starb er an dem stein um daS jähr 1072. Leo Ostiensis , hist.Cassin. Ciaccon. Oldoin, Baron, annal.
Maynbernheim, eine kleine stadt in Francken, anderthalbmeile von Kitzingen an dein Mayn gelegen. Sie gehört demMargqrafen von Anfpach, und hat guten weinwachs. Zu aus-gang des XVII. fcculi wurde sie gegen ihre rechtmäßige Obrig-keit fchivürig, aber bald mit geivalt zu ihrer schuldigkeit gebracht.
Zeiler. topogr. Eranc.
* Mayne, (Caspar) ein Englischer Prediger, war zu Ha-therlagh in Devonshire im jähr 1604. gebohren, und hielte-mit Carolo I. büßte aber darüber seine geistliche bedienungenein. Doch Carolus II. gab ihm nicht nur dieselbe wieder,sonder» erklärte ihn auch zuin Archidiacono zu Chichcster undKönigl. Caplan, worauf er an. 1672. den 6. dec. in seinem68. jähre gestorben. Er hat in seiner mutter-sprache etivas vonden innerlichen unruhen seiner zeit geschrieben, unter dem ti-tul : i.) Belli ä Plebs suscepti Examen ; 2.) Poems in Du-cis Eboracensis Vidoriam navalem ; 3.) Beltum amatorium j4.) Comoediam; 5.) Connubium urbanum; und einige vonLuciani vialogis ins Englische übersetzt. Wood. Witte »diar.
Maynthal, siehe Meynthal.
^lsayntz, lak. Moguntiaeum, Mogontia und Moguntia,liegt an dein Rhein icnseils, wo der Mayn hinein fällt, und istdie Haupt-stadt und ordentliche resideny des Churfürsten. Derurspning ihres nahmens ist sehr unge>v»ß, indem ihn etliche vondem Mavn-flnß, andere aber dem Lateinischen nahinen Mo»goncia, oder Mogunciacum von den flüssen Ma oder Mol»,Gon oder Gvntzo und dem Cic, andere aber von andern Ursa-chen herleiten. Mit dem erbauer ist es nicht viel gewisser, »vennman die meynungen der scribenten «»»siehet, indem einige vor-geben, daß sie die von Trier i; 6 rl jähr vor Christi geburt verjag,tc zaubercr, deren Fürst Nequam geheissen, erbauet, daher auchdas sprichivort entstanden : Mogunda ab andquo Nequam , da-ist , Mayntz hat seinen Ursprung von dem alten ertz-zauberer Ne-quam. Gleichrvie dieses aber offenbar nach einem gelichteschmückt, also ist wol das sicherste zu sagen, daß die stadt von<£(((( 4 Clauow