1140
m si z
mit stürmender Hand, und machten sie dem erdboden gleich,sein bildnis aber wurde von dem scharftichter aufgehenckt, under selbst nach der schlacht bey Pultawa an. -709. genothiget, erst-lich in die Wallachey, und von dar in die Türckische vestungBender zu entfliehen, allwo er den sept. des gedachten jahrsmit tode abgieng, und in der Catholischen kirche zu Zassey inder Wallachey begraben ward.
Maziejovski, eine adeliche familie in Polen , welche vonden Vitelliis aus Italien herstammet, und ehemals von ihremsitze Ciolkovie den nahmen Cioleck geführet hat, bis sie sich zudes Königs Uladislai Iageüonis zeiten von ihrem sitz Maziejov,Mazieiovski zu nennen angefangen. Sie soll aber mit Roberto,Ertz-Bischoffzu Gnesen , und dessen bruder Paulino an. 971.in Holen gekommen seyn. Von des letzter» nachkommen istZdisiaus an. ii8z. Ertz-Bischoffzu Gnesen , Sbigneus an.12&0. Cantzler in Polen , und Erasmus Cioleck an. i;88. Woy-wode in Masvvien gewesen. Andreas, Bischoff zu Posen, be-kleidete bey dem Könige Uladislao Jagellone die stelle einesCantzlers. Samuel, Bischoff zu Cracau, und Reichs-Cantz-1 er von Polen , starb den 16. oct. 1550. Bernhardinus, Ca-stellan zu Lublin , hinterließ 2. söhne, 1.) Bernhardum, vonwelchem ein besonderer artickul folgt; 2.) Andream, König-lichen Stallmeister und Castellan von Zavichorften, welcherdas geschlecht fortgepflantzet. Okoiski , orb, Pol. tom. I.
Maziejowsky, (Bernhardus) Cardinal und Ertz-Bischoffzu Gnesen , war aus dem jetztgedachtcn geschlechtean. 1544. ge-bohren. Er diente in seiner lugend dem Könige stephano Ba«thori als ein soldak, und erhielt das Hof- Fähnbrichs-amt;verließ aber hernach den weltlichen stand, zog nach Rom ,und ward nach feiner Wiederkunft Bischoff zu Lüceorien. DerKönig Sigismundus III. schickte ihn als Gesandten nach Rom ,dem Papst Sixto V. die obedienz zu leisten, welchen er jedochtödklich kranck antraf, und weil dieser Papst bald starb, seinNachfolger in der Päpstlichen würde, Urbanns VII. auch nachwenig tagen mit rode abgieng, so konnte er seine Legation erstbey Gregorio XIV. ablegen. Er machte sich zu Rom dergestaltbekannt, daß ihn hernach an. 1604. Papst Clemens VIII . zumPresbytern Cardinale sub titulo S. S. Johannis & Pauli ereilte.Als an. is97. der Cardinal George Radzivil von dem BißthumWilda zu dem nach Cracau befördert ward, prärendirtr er er,wehntes Stift zu Wilda, erhielt auch den Päpstlichen consenSdazu; als er aber solches in besitz nehmen wollte,widersetzten sichihm die Litthaner so gar mit den waffcn, unter dem vorwand,daß dieses Bißthum keinem Polen , sondern einem gebohrnenLitthaner zu conferiren wäre; deswegen er an. 1598. solchesBenedicto Woyna cedirte, und dagegen an. 1600. aufabster-den des vorgedachten Cardinals Radzivils das Bißthum zuCracau erhielt. Aufdem Reichs-tage zu Cracau an. 160;. thater gegen den Reichs-Feldherrn Zamoisky die dancksagnngs-rede,wegen des durch ihn in Liefland glücklich geendigten krieges;und auf dem Reichs-tage zu Warschau an. 160;. bekam er dasdurch Johannis Tarnowsky tod erledigte Ertz-Bißthum zu Gne-fen, wobey er zugleich das Bißthum zu Cracau behielt, jedochmit grossem Widerwillen vieler geist-und weltlichen. Zu des Kö,nigs Sigismuuoi III. anderm beylaqer mit Constantia,Ertz-Her,tzogin zu Oesterreich an. 160;. ward er von dem Papst Paulo V. zum Legato a latere auf 14. tage lang verordnet; ledoch weil ernach dem letzten tage seinerLegation sich des baldachins oder überseinem Haupte in der kirche aufgerichteten throns gebrauchenwollte, der König aber selbigen wegnehmen lassen, so zog ermit ungedult aus Cracau , und hatte der König hernach gros-se mühe, ihn wieder zu versöhnen, zumalen da man ihii indem verdacht halte, daß er dem damals entstandenen rotzo«oder bündnis einiger Polnischen Herren wider den König, favo-risirte. Er zog aber in diesem kriege zum Königen und ermähn-te ihn, daß er sich seines sieges mit güte, zu erlangung einesfriedens, gebrauchen möchte. An. 1605, versprach er in gegen-wart des Königs des falschen Demetrii in der Moscau Gesand-ten , des Woywoben zu Sendomir tochter, die ihm an. 1606.in die' Moscau zugeführet ward. In seinem Ertz-Stift hielt erzu Perrikow einen Synodum, und ob er wol grosse einkünfteund extraordinari-sobsidia hatte, verwendete er doch alles wie-der allznrcichlich, denn er war freygebig, und weil er dabeyjederman freyen zutritt verstattete, wurde er überaus geliebt.Zu Lublin stiftete er den Jesuiten ein neues Collegium . undschenckle einen ort, Chodel genannt, dazu. Er verehrte sonder-lich St. Bernhardum, dessen bildnis er der Dom-kirche zu Cra cau schenckte, und nachdem er eine zeitlang mit der fchwind-sucht beladen gewesen, starb er den 9. ian. an. 1608. zu Cracau,woselbst er in der Dom-kirche begraben liegt. Staravoisai vit»Episc. Cracov. p. 2;. & 266. sq. Ejusdem monum. Sarmat.p. 54. 74 · Damalevitii scries Archiep. Gnes. Piasec. &c.
Mazorbo, lat. Majorbium, eine insul etwan s. Viertel-meilen von Venedig , gegen Mitternacht. Sie bestehet aus ei-nem einzigen städtlein , welches aber sehr wohl bewohnt ist. Inden ersten zeiten der Venetianischen Revublick ist sie in groffen,ansehen gewesen. S. Diäter , ville & Republ. de Venise p 11Schauplatz des kriegs in Jtalien , p. ^2.
Mazoura, eine Africanische stadt in Nieder-Eqypten, beywelcher der König von Franckreich, Ludovicus IX. an. iaco. wi-der die ungläubigen stritte, und gefangen wurde.
m a z
m»;uan, lat. Macar|a, eine insul nebst einem Hasen inAfrica auf dem Arabischen meer-bufen, gehörte vor zeiten denAbyßinern, seit an. i?;?. aber stehet sie den Türcken zu.
* MaZZius, (Johann Marius ) von Brescia gebürtig, sm-dirte zu Padua , und lehrte nachgehends selbst zu Alessandn»della Paglia, wie auch zu Mayland in dem Collegio Simo-nis mit üngemeinem zulauf. Er war in der Griechischen undLateinischen spräche, wie auch in andern wissenschaffken sehrerfahren, lebte aber dabey in der grösten armuth, bis sich ei.ner aus seinen zuhörern , Octavianus Glinius , seiner erbarmte,und ihn zu sich ins Haus nahm, da er auch an. 1600, den 9.nov. im 68. jähre seines alters gestorben. Man hat von ihmI.) Opinionum libros XXXI . welche in Gaudent« Robert,Miscellaneis Italicis stehen ; 2. > Eibrum Annotationum in va-rios Authores Latinos & Graecos; z. ) Libellum de Ortho graphia ; 4. ) pro Sigonio contra ingratum Riccobonum De-fensionem ; 5.) luculentam Propugnationem Dignitatis Ar-tium liberalium contra ausos docere , sordidam esse Profes-sionem Disciplinarum , quas ipse doceat; 6. ) Observationes& Additiones ad Calepini Dictionarium , & Thesaurum Lice,ronianum Marii Nizolii; 7. ) Laudationem funebrem in Mor-tem Hieron. Gallerati; 8· ) Defensionem Annotationis suae adeorum Opinionem, qui contendunt , ex locis Quintiliamcerto statuendum, libros ad Herennium a Cornificio fuisseconscriptos; 9. ) Poemata. PapadopoU , in hist. Gymn. Patav.tom. II. p. 261. Gbiljvi , theatr. vol. I.
MaZZOli, ( Francesco ) ein künstlicher und berühmter mah-let von Parma, gebvhren an. 1504. Nachdem sein valkerfrühzeitig abgestorben, wurde er im Haus zweyer seiner verwand-ten , die mahlet waren, auferzogen, bey welchen er die Zeich-nung , noch als ein junger knab , sehr wohl und fertig ergrif-fen , wie er dann im 16den jähre seines alters schon recht wun-derwürdig war. Der eingefallene krieg venagte ihn auf Man tua , da er schöne stücke verfertiget hat, zumalen zwey voneyer-farben. Im i9den iahre begab er sich auf Rom , verchretedem Papst seine gemählde, und bemahlte auch dessen siial, wardauch von ihm sehr bewundert und reichlich beschenckt. Indessenfiel die belagerung und rrvberung der stadt Rom an. 1527. ein,als nun der tumuit , das morden und plündern in der aantzenstadt angegangen,bliebe er steif über seinem mahlen sitzen, auch sogar als etliche Teutsche lands-knechte zu ihm in sein zimmcr ka-men. Sie stutzten auch darüber, besahen seine arbeit, ver-wunderten sich deren, und thaten ihm nichts, sondern beschütz-ten ihn noch wider andere. Er kam darauf nach Bologna ,und als er daselbst den Kayser Carolum V. etliche mal beyder crönung gesehen , mahlte er denselben zu Hause mit öl-far.den so trcflich in ledens-grösse ab, nebst einer ihn mit lorbeer-kräntzen decrönenden fama, daß es der Papst nicht gnuq be-wundern konnte, schickte es dcrohalben mit dem künstlet demKayser, welchem es sehr wohl gefiel, also daß (t es zu behal-ten begehrte, allein Mazzoli wollte es nicht geben. Hernachbekam es der Hertzog von Mantua . Weil aber Mazzoli sichdie lhvrheik des gvldmachens besitzen liesse, negligirte er dieMahlerey, bliebe arm und starb zu Casal an. 1,40. SandrartiAcad. des Pict. P. II. lib. II. p. 109. *
Mazzoli, ( Laurentius ) ein Benedictiner-Mönch von Pa,dua, starb an. 1590. Man hat von ihm Methodum scribendiHistoriam ; Concordiam Platonis & Aristotelis, und andereschriften. Gkiiini, theatr.
Mazzolini, (Sylvester ) siehe prieriao.
Mazzoni, (Jacobns) von Cesena in Jialien gebürtig,war m allen arten der wissenschafften wohl beschlagen, undwurde, deswegen von jederman hochgeachtet. DcrGroß-Her-tzog von Florcntz berief ihn auf die Universität zu Pisa ; alleinder Cardinal Aldobrandini gab ihm zu Rom eine pension. Mitdemselben gieng er nach Ferrara , allwo er an. 160;. gestorben.Man hat von ihm Methodum de triplici Hominum Vita lib.lll.quaest. 5 197. distinctam; Prxludia in universam Platonis &Aristotelis Philosophiam &c. Crajfo, elog, d’huom. letterat.Erythraus , pin. 1 . i mag illustr. c. ;8-
* MaZZUchelli, ( Johann Paul) ein Clericus RegularisCongregationis Somasch<e , war JU Mayland im JCtl)t 1672.den n. dec. gebvhren , und lehrte viele jähre an unterschiede-nen orten die Rede-kunst und Philosophie, und verwaltete her-nach das amt eines Predigers und Beicht-vatters. Nach delP. Joh. Hieronymi Semcnzi tobe wurde ihm aufgetragen,die Historie seines vrdens zu schreiben, über welcher arbeit erim jähr 1714. den iz.aug. mit tode abgieng. Er hatitiilerdem nahmen Justi Vice-Comiris Mediolanum fecundam Ro-mam ; Diis, pro Bernardino Corio; Colonia Ticina Roma-na: commentum exsufflatum ; Noviariam in Tribu Claudia &c.geschrieben , auch unterschiedliches in Handschrift hinterlassen ,als! Vitam P. D. Angeli Marci Gambaranx; Vitam P. Jo.Francisci Franchetti; ingleichen viel Collectanea . welche dieHistorie seines vrdens, die geneaiogie einiger familien, und duRömifthe Historie betreffen. Er war auch im begriff ein wer«heraus zu geben, unter den, titul: Ateneo degli Huomini lette-rati Milaneli. Giornale de l.etterati d’Ita'm. Gutm , theatr
McLeth, oder Mac Beth, der 8s sie König in Schottland ,war zu Donaldi VII. seines vetters zeit General, und strittewider die einwohner der instiln und die Jrrländer, welche das
land