Vorrede.
Grund jeder historischen Wahrheit nach sei-nem rechten Werth recht anschauen zu lassen,und dadurch die Weitläuftigkeit, die alsdennunvermeidlich ist, und noch dadurch vermeh-ret wird, daß kritische Anmerkungen sich vonselbst anbieten, die nicht wol Übergängenwerden können, zu entschuldigen. Wer der-gleichen Zu wissen vor überflüßig halt, demwerden die Resultate der Quellen, die immerabgesondert vorgetragen werden, hinreichen,dennoch den Zusammenhang der Geschichteeinzusehen.
Ich bekenne, und dieses Bekäntnis wirdtadelfrei seyn, daß ich mir die auf diese Un-tersuchung gewandte Zeit und Mühe nichtgereuen lassen werde. Dieser Aufwandbelohnet sich durch neue Aussichten in eineGegend, welche mit Recht ein Labyrinth heis-sen kan, und lehret uns, die Sachen auchauf andern Seiten zu betrachten, als die ge-wöhnliche ist. Ob aber meine Aussichtenneu sind, überlasse ich anderer Urtheilen,mir ist es genug, daß ich von ihrer Rich-tigkeit überzeuget bin, ohne sie andern auf-zudrängen.
Viel-