mit Eueyche und deßen Freunden. s
zwischen den Bischöffen von beyden Theilen (diejenigeausgenommen, welche entweder sich nicht zwingen las-sen, oder nicht gezwungen werden tonten) hergestelletzu seyn schiene, aber auch wahr, daß der Friede nichtallein an sich, sondern auch nach den damaligen Grund-sazen der kirchlichen Orthodoxie übel gegründet gewesen.Freilich waren die dem Nestorio angeschuldigte Lehrsa-ze vor irrig erkant, diese lehrete aber Niemand, hinge-gen Lyrilli diesem enkgegengesezte Lehren und Redensar-ten waren weder von ihm förmlich widerrufen, nochfeierlich verworfen, noch vielweniger genehmiget. Nunwar es freilich kirchliche Orthodoxie, kein Nestorianerzu seyn, nicht aber eben so kirchliche Orthodoxie, LyrilliLehrsaze anznnehmen, oder zu verwerfen. Mithin wares keilt Wunder. daß beydes noch geschahe, daß sie inAegypten ihre Vertheidiger, und in den Gegnern ihreheftige Gegner hatten Lyrillus hatte zwar stillschwei-gend widerrufen, andere sagen, sich verbeßert, alleinkein? Kirchenversamlung hatte sie verdammt. Noch-rveicer haben wir uns zu erinnern, daß der kaiserlicheHof, nachdem er einmal Nwskorium auch durch bür-gerliche Geseze vor einen Kezer erkläret, noch unverän-dert geblieben. Eben di? Regierung, die diese Grund-säze behauptete, dauerte noch fort, da Euryches, derin den Augen des Hofes orthodox seyn muste, als Kezerangeklaget wurde. Ist es zu verwundern, daß man dieKläger vor Personen ansähe, welche die Verordnungeneines despotischen Hofes zu übertreten suchten? Endlichist auch das Ansehen der Patriarchen überhaupt, beson-ders von Rom, Alexandrien, und Amiochien, wel-ches ste in den neftocianischen Händeln behauptet, nichtzu vergeßen. Man kan ohne Gefahr zu irren, sicher an-nehmen. daß in diesen Zeiten unter diesen Vorstehern deransehnlichsten Gemeinen eine Art von Eifersucht gehcrr-schet; bey einigen die Begierde, sich über die Bruder zuerheben, bey andern, die Furcht, von den andern ernie-driget zu werden, die unlautere Quelle mancher unter-nommenen Schritte gewesen, und daß dadurch nicht al-lein manche Uneinigkeit, sondern auch manche engereVerbindung veranläßet worden, und eben aus diesenVerbindungen sehr viele geheime Intriguen entsprungen,ap denen denn wiederum obgleich aus andern UrsachenA 5 bald