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Geschichte der Streitigkeiten
Fehltrittes auszuführen,, wie Johann Fabricius in sei-ner Abhandlung 6e lc^Ils tlieolog. XII p. 275. swoe-Nltst tkenl. zü thun , nicht vergeßen. Allein dieses istweder vor die Historie, noch vor die Theologie hinrei-chend, und die gewöhnlichsten, aber unrichtigen Vor-stellungen von den nestorianifcken Streitfragen unddarüber vorgefallenen Begebenheiten, verdunkeln selbstdie Erkantnis des Wahren und verhindern ihre Frucht-barkeit, die darinnen lieget. Wir würden nun ein völ-liges Recht haben, unsere Leser auf das, was wir vonNestorianern gesaget, zu verweisen, hoffen aber doch,die Erlaubnis zu haben, hier einige Haupkumstande an-zuzeigen, auf welchen nach unsern Einsichten, der Zu-sammenhang der irestoriamsben und ent^chianischenUnruhen beruhet. Dahin rechnen wir einmal, daß inder nestorianishen Periode nicht allein dem Nestorio,sondern auch dem Lvrillo widersprochen worden, daßwie die Gegner jenen beschuldiget, er trenne die beydenNaturen in Christo, so klagten diesen seine Gegner an.er leugne den Unterschied der beyden Naturen. Es istzwar gewöhnlich, aber auch unrichtig zu glauben, daßder zulezc gedachte Jrtum i» diesen Streitigkeiten demEurrchi zu erst zur Last stieget worden: vielmehr istsehr wahrscheinlich, daß, wenn nicht vorhero die Ge-müther auf Lcbrsaze und Redensarten, die sie anLyrilloöffentlich getadelt hatten, aufmerksam und eifersüchtiggewesen waren, vielleicht der Unwille gegen Entyckemsich nicht so verbreitet hätte. -Hernach hat man nichtzu vergehen, daß einige Hauptpersonen in den eurpcbia-niscbev Handeln schon vorhero an den nefforiamschenauf beyden Theilen Anthei! angenommen. Entpcbis er-weislicher Eifer vor Lyrillum, und gegen Nestorrum,ist von einer ganz andern Art. als derjenige, welchenNestorm« gegen die ApMinaristen gehabt hat. Manwüste wißcn, wie frühzeitig TKeoSorerus dem Lprillowidersprochen, man muste wißen, was Theodor«»«und Ibas von der aegyprischen Parthei auf der Kirchen-versamlung zu Ephesus gedacht, geredet, geschrieben,und daraus entstand das Verhalten gegen sie und ihreSchriften bey den neuern Unruhen. Ferner ist eswahr, daß zwischen den Morgenlandern und Aegyptiernein Friede geschloße» worden, und das gute Vernehmen
zwischen