mit Eutyche und deßen Freunden. r r
tischen Gründen gestritten: vielmehr werden wir untenAuftritte zeigen, in denen wenigstens einige aus wahremEifer vor die Wahrheit, wie sie solche erkannt, aller-dings gefochten, und noch andere Stellen, wo nichtsals Enthusiasmus die Kampfer belebte, ein Enthusias-mus der sich zwar die schändlichsten AusschweifungenMord und Todschlag verstattet, gewiß aber nicht einennach feinern Gründen entworfenen und durch nur kaltesBlut fordernde Kunstgriffe auszuführenden Plan vor Au-gen hat; allein das ist doch gewiß, daß, wenn wir auf dieDenkungsarten, auf die veränderte Schritte, auf dieHandlungen der angesehensten Hauptpersonen Achtunghaben, ihre politischen Absichten und Maasrdgcln unge-mein einftuchteir. Wenn dieses bemerket und zugegebenwird, so können wir erst begreifen, warum wir in dexeuH'chiamscben Historie alle Augenblike auf solche Vor-falle stoßen, welche auf die Fragen von der römischenPäpste Untrüglichkeit und dem darauf gegründetemRecht, Glaubensstrcitigkeiten verpflichtend zu entschei-den, oder von ihrer Unabhänglichkeit von aller bürger-lichen und kirchlichen Gewalt, oder von ihrer Oberherr-schaft über die ganze Kirche Christi, wenn sie historischbehandelt werden, einen Einfluß haben und daher vonden, diese angebliche Rechte entweder bestreikenden, odervertheidigenden Schriftstellern nicht vergessen werden.Dieses zeiget uns nun zwar einen Nebenvortheil, denwir von einer gründlichen Käntnis der outychianischenHistorie uns versprechen können, einen Vortheil vonkeinem geringen Werthe, es ist auch nicht? zu leugnen,daß die nähere Untersuchung der mancherlei Gattungenvorn Antheil, den diese Bischöffe an den gedachten Strei-tigkeiten genommen, so wol nach ihrer Beschaffenheit,als Gründen, zu mancher wichtigen Entdeknng, zu man-cher Verbeßerung unrichtiger Vorstellung in der Histo-rie der eutychianistben Unruhen, die Veranlassung ge-geben , allein kauf der andern Seite haben eben dieseVerhältniße ungemein viele Verfälschungen und Verdun-kelungen der Wahrheit, manche sonst unterbliebene Ver-wirrungen der Streitfragen, hervorgebracht. Und dasist die Ursach, warum wir zwar solche Umstände, oderbesser das Verhältnis derselben gegen die Geschichte derHoheit des Papstes, immer als eine Nebensache ansehen,
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