,2 Geschichte der Streitigkeiten
nie aber ganz unbemerkt laßen werden. Dürfen wirnoch etwas hinzusezcn, so ist es dieses, daß wenn mandie vornehmste theologische Frage im Verhältnis gegendie vorhergegangene Zeiten bestimmen wil, solche wederan sich, noch in Beziehung auf die Nestorianer, vor neuzu halten, jenes nicht, wegen ihrer Aehnlichkeit mit«pollinaristischön Ausdrücken, dieses nicht, wegen ih-re- Zusammenhangs mit den schon vorhero gnug geta-delten, nur nicht feierlich verdamten Lehren des Lyrr'lli.Meine Leser werden die Absicht dieser Erinnerung leichteinschcn. aber auch zugeben, daß dem ungeachtet die en-kychi'aniscben Streitigkeiten unsere Theologie mit neuenErklärungen, Bestimmungen, Gazen, kirchlichen undscholastischen Terminologien bereichern können.
§. u.
Auch bey diesem Artikel haben wir uns vor-hero über dieGränzen,der Historie dereutychiarNischen Streitigkeiten zu erklären. Daß durchdieselbe die Religionsparthei derMonophysitMentstanden, eine Parthei, die in Syrien, Arme-nien , Aegypten und Aethiopien noch zu unsernZeiten nicht allein eine blühende, sondern auch dieherschende Kirche ist, und zwar nicht von Eu-tyche gestiftet, jedoch ihre Stiftung durch diege-gen ihn unternommene Widersprüche und ganzesBetragen veranläßet worden, ist bekannt gnug.In Ansehung dieser Folge ist die kMychiamscheGeschichte der mstoriamschm völlig ähnlich,auch darmnen, daß wie die chaldaischen Chri-sten nicht von Nestorjö, eben so die syrischen undaegyptischen jacobitischen Christen nicht vonEutyche einen pnterscheidungsnahmen zu tra-gen verlangen, sondern beyde dieses verbitten.Was wir also ehemals, da wir die von uns an-
genom-