34 Geschichte der Streitigkeiten
Lerm abgelaßen worden. Damals schrieb er von ihm,weder als einem Kezer, noch als einem Unbekamen.
IX. Alle übrigen Schiksaale des Eutychis,die uns bekannt worden, hangen mit der Histo-rie seiner Streitigkeiten so gnau zusammen, daßwir solche bis dahin verspüren müßen.
§. V.
Von Eutychis Charakter läßet sich nichtviel mit Gewißheit sagen. Billig achten wir hierweder die Lobsprüche, die ihm von seinen Gön-nern, sonderlich auf der zweyten Kirchenversam-lung zu Ephesus reichlich ertheilet worden, nochdie beschimpfenden Nahmen, welche in Bezie-hung auf seine Lehrsäze, zumal in den Urkundender Kirchenversamlung zu ChalcedSN, häufigvorkommen, noch endlich die Ehrenwörter, dieauch in den Akten der wider ihn gehaltenen Ver-samlungen, selbst in den Reden seiner Feinde, je-doch vor geschehener Absezung, noch mehr aberseiner Freunde, seinem Nahmen vorgesezet wor-den. Die ersten, sind nur Werke des Religions-eifers, die zweiten des Relrgionshaßes, und diedritten des Wolstandes. Wir suchen vielmehretwas, daß uns seine Gaben, seine Fertigkeiten,seine Neigungen, entdeken könre, und wollendahero die Berichte der Alten erst vortragen, dieviel weniger uns melden, als man sonst bey sol-chen Personen erwartet. Sie find diese:
I. Eutyches wird uns als ein sehr ungclehr-ter Mann beschrieben, dem wir sehr wenig Fä.
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