48 Geschichte der Streitigkeiten
wöhnliche Methode nothwendig entstehen müßen.Auf der andern Seite machen sie das begreiflich,was in den Augen aller Kenner der damaligenKirchenverfaßung unbegreiflich seyn mus, daßein Mann, der in einem Kloster lebet, ein sol-ches Feuer anzünden können, welches auch nichtmöglich gewesen wäre, wenn nicht die Gemütherzu einem neuen algemernen Krieg waren vorbe-reitet gewesen. Es fehlere nur ein Funke, dieFlamme anzuzünden, und Eutyches war un-glüklich gnug, dieser Flinke zu seyn. Aus die-ser Urjach wollen wir diesen Abschnitt wiederumin drey Abtheilungen bringen: erstlich einigevorläufige Nachrichten undBegebenheiten: zwey-rens was mit Eutyche selbst bis auf die zweyteKirchenversamlung zu Ephesus , und drittensdie Geschichte dieser Kirchenversamlung und ihrenächsten Folgen bis aufK. Theodosii des Jün-gern Tod erzehlen.
§. X.
Die vorläufigen Begebenheiten sind allevon der Art, daß wir sie als Folgen der üefto-rianischen Händel anzusehen haben. Dahererbitten wir uns die Erlaubnis, aus unserer ei-genen Historie derselben Hier erst einiges zu wie-derholen. .
I. Nestorii vornehmster Gegner ist B. Ch-ristus von Alepandrien. Dieser beschuldigetjenen, daß er durch die Sorgfalt, den Unter-schied der beyden Naturen in Christo Zu behau-pten,