Band 
Sechster Theil.
Seite
59
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mit Emyche und deßen Freunden. 59

6. Da es nun zum Beweis kam ^ wurde be-liebt, eben die Klage über Jdä Abweichung vonder Orthodoxie zuerst vorzunehmen. Marassagte aus, Ibas habe gesagt: ick beneideChristum nicht, baß er Gott geworden: inso fern er es geworden, bin ich es auch ge-worden. Auf Befragen, ob er dieses gesagthabe, antwortete der Beklagte: verstricht seyso wol der, welcher so redet, als welcher ei-nen lästert, und da sich Samuel auf die an-wesenden Zeugen berief, sagte Ibas : ich wilmich eher zehentausendmal zerschneiden las-sen , als eine solche Lästerung sagen. Dassey ferne, daß ich nur so etwas denken solle.Samuel ftzte hinzu, Ibas habe die angezeigteWorte öffentlich in der Kirche vor allen anwe-senden Geistlichen und zwar vor ungefehr dreyJahren geredet, da er nach der Gewohnheit derKirche zu Edeßa, vor dem Osterfeste eine Rede anseine Geistlichen gehalten und nach dieser Feftge-schenke unter sie ausgetheilet. Ibas leugnetedieses und berief sich auf die von semer gesamtenGeistlichkeit, die aus mehr, denn zweihundertPersonen bestehe, schriftlich ausgestellete und demErzbischof übergebene Zeuguiße von seiner Or-thodoxie, bemerkte die Ungleichheit zwischen die-ser Menge günstiger Zeugen gegen die kleine Zahlderer, auf welche sich seine Ankläger beriefen,und entdekte auch persönliche Ursachen des Mis-vergnügens, durch welches sich diese zu diesemSchritt verleiten laßen. Denn folget diesemerkwürdige Stelle, in welcher Ibas wahr-schein-