124 Geschichte der Streitigkeiten
euren vor eine Neuerung. Florentius aberforderte nochmals auf die Frage: ob er Christumvor gleiches Wesens (mit uns) und aus zweyNaturen nach der Menschwerdung haltet -vonEulyche. eine bestimmte Antwort, die dieser soertheilte: „ich bekenne, daß unser Herr vor der„Vereinigung aus zwey Naturen gewesen; allein„nach der Vereinigung bekenne ich nur eine Na-
„Mv §>E.) "
Anm. x. 741.
XXII: Pmocoll: Diese Erklärung warnun wol zureichend gnug, des Mannes Meinungeinzusehen. Es forderte daher die Synode vonihm, das Anathema über alle Lehrsäze zu spre-chen, da dem, was (aus Cyrilli Briefen)vor-gelesen, widersprochen würde. Eutyches sag-te, daß nicht alle Vater so geredet, und wenn erdas Anathema aussprechen würde, seine Va-ter verfluchen müße. Hierauf sprachen die ver-samleten Bischöffe das erste mal über ihn dasAnathema aus und Flavianus verlangte, dieBischöffe solch» ihre Stimmen geben, jedoch sodaß er ihn der Kezerei, der Hartnäkigkett unddes Ungehorsams sehr deutlich beschuldigte. Dieerste Stimme des B. Seleuci, die denn diesenGrundsazen gemäs war, gab zu einer neuen Un-terredung des Florenttt mit dem Emyche An-laß, rn welcher dieser sich aufCyrillum, Atharrrasiunr und andere heilige Vater berief, welchealle von zwey Naturen vor der Vereinigung,nach der Vereinigung aber von einer Natur gc-i redet.