Band 
Sechster Theil.
Seite
286
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286 Geschichte der Streitigkeiten

Anm. z. Don dieser Versamluiig f. Guesnell cMr. I.L-eon. tom. I. 466. und unsere Histor. Ser Lirchen-versamlang. S. 304.

II. Diese Versamlung würde im Orient nichtsgefruchtet haben. Daher suchte nun Leo amkaiserlichen Hof zu Constantmopel eine Verän-derung hervorzubringen. Er schreibet dahermehrmals an den K. Lheodosium, gewis insehr bescheidenen Ausdrüken, behauptet, daß zuEphesus übel verfahren sey, verlanget, die Sa-chen in ihren ehemaligen Zustand wiederherzustel-len, bis zu einer neuen Untersuchung, und daßdiese in Italien gehalten werde. Die angegebe-ne Ursach, um dadurch mehreren AbendländernAntheil daran zu verschaffen / weil Flavianus inseiner Adpellation dieses begehret, ist freilichnicht übel gegründet; ob aber Leo nicht nochdurch geheime Bewegungsgründe zu diesem Vor-schlag bewogen worden, ist eine andere Frage.

Anm. S. §. xuv. I. II. VII. VIII. IX. X. XIV.XVIII.

III. So wahrscheinlich es immer seyn muste,Leo würde feine Hauptabstchr erreichen, wennihm das erwehlte Mittel verstattet würde, so we-nig tonte er das lezte hoffen. Er bediente sich

V. C. daher eines neuen Kunstgriff Die Ankunftdes abendländischen Kaisers, Valentinians lU.mit seiner Gemalin Eudokia, und feiner MutterGalla Plaetdia zu Nom, welche aus Andachtgeschahe, in der Kirche, gab ihm Gelegenheit, die-se hohen Fremden, in Begleitung vieler andernBischöffe und mit Thränen um ihre Hülfe zu er-suchen/