288 Geschichte der Streitigkeiten .
freilich so beschaffen waren, daß Anawlius ent»weder gerade zu mit dem B. Leo, oder mir Ai-oskuro brechen muste. Natürlich koute Leo vor-Hersehen, daß zu ConstanLmopel vieseo Schwie-rigkeit finden müße und so wol die Absicht , diesezu heben, als das Gesuch um ein neu Couci-lium in Italien durchzusezen, war wol die wah-re Ursach, warum Leo eine sehr ansehnliche Ge-sanbschaft von vier Personen nach Hof abgeord-net. Doch da diese wahrscheinlich erst nach derRegierungsveranderung daselbst eingetroffen, soist ihre ganze Ausrichtung erst in das Folgendezu verspäten.
Anm. i. S. §. XNI V. X VllI— xx.
Anm. 2. Wir »vollen hier nur kurz berühren, daß ausden spätern Briefen des Leo, die unten vorkommen wer-den, der Umstand, daßAnarolius von. Di'ofkuro undLeßcn Freunden geweihet worden , die wahre Urfach ge-wesen, warum Leo Bedenken gefunden, an ihn zuschreiben.
Anm. z. Unter den pabstlichen Abgeordneten ist Abun-dius, Bischof zu Lomo, wol.der merkwürdigste. Daer ein Heiliger ist , so haben wir noch zu bemerken, daßvon ihm eine zwar ältere, aber doch nicht glaubwürdi-ge Lebensbeschreibung vorhanden, die in den süis 88.tom. I. spril. p. YO. lgg. mit Menschen» Einleitung undNoten zu finden. Von den übrigen kan TLllemonr x.' 727^ nachgelesen werden.
VI. Außer diesen Begebenheiten müßen wirunsere Leser noch auf einige Umstände aufmerk-sam machen, die aus unsern Nachrichten herzu-leiten, von den neuern Schriftstellern aber zuwenig beobachtet worden. Einmal tritt ieztPulcherta wieder als eine wichtige Person auf