Band 
Sechster Theil.
Seite
364
JPEG-Download
 

)64 Geschichte der Streitigkeiten

Das erste geschahe, das lezte zu thun weigertensie sich aus dem Grund, weil nach einer ägypti-schen Gewohnheit die dortigen Bischdffe verbun-den wären, sich nach dem Vorgang des Bischofsvon Alexandrien zu richten, und mit der Vorstel-lung, daß sie in Aegypten in Lebensgefahr wa-ten, wenn sie eine solche Lehrschrift unterschrie-ben , die noch kein Patriarch von Alexandrienangenommen. «Die baten daher recht kläglich, siedoch so lang zu verschonen, bis der durch Du,oskuri Absezung erledigte Stuhl wieder befezet!wäre, und wünschten, daß dieses zu ChalcedoNgeschehen mögte. Die Värer aber wollen dar-ein nicht willigen und zwar theils aus dem Arg-wohn , die ägyptischen Bischbffe wären heimlichKezer, theils aus dem Grund, es sey unschiklich,das Urtheil eines einzelnen Bischofs, nemliälvon Alepandrien, dem Ansehen einer ganzen !Synode in Bestimmung der Orthodoxie vorzu-!ziehen. Nach einem langen und heftigen Wort-wechsel, erklärten endlich die Ministers, dasBegehren der Aegyptier zu bewilligen sey sehtvernünftig und menschenfreundlich, sie sollen ge-gen Bürgen versprechen, in ihrer ordentlichenKleidung in der Stadt Constantinopel zu ver-bleiben, bis der neue Bischof erwehlet sey. Die--ses wurde endlich genehmiget, nur seztendie rö-mischen Abgeordneten hinzu, daß wenn sie.keineBürgen stellen tönten, sie ihr Versprechen eid- ^lieh versichern sollen.

*Anm. x. !

Vll-Pro-!