Band 
Sechster Theil.
Seite
437
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mit Euryche rrnd deßen Freunden. 437

wir nun nicht, ob, pder wer den Theodoretumangeklaget, wol aber, daß der alte Verdacht ge-gen ihn nicht allein sehr stark, sondern auch sehralgemein gewesen. Ob nun gleich versichert wur-de, daß Theodoretus allerdurgs Nestorii Jrtü-wer schon verworfen, so wurden doch die Bi-schbffe nicht eher beruhiget, als bis er sich rundttklärete, wie sie es verlangten, und wirklich aufvfentlicher Versamlung seinem Freund Nestorii)bas Anathema sagte.

Wir bitten, hier aus §. L.V. achte ^andl. die nä-hern Umstände zu wiederholen, und uns einige Anmer-kungen zu erlauben. Erstlich findet sich in dem Betra-gen des Theodoreti bey dieser Gelegenheit etwas, dasMit der Aufrichtigkeit eines redlichen Mannes zu streitenscheinet. Warum spricht er nicht gleich dasAnatbeifta,welches er doch endlich sagte ; und warum sagte er cs zu»lezt. wenn er es zuvor vor unrecht hielte? Diese Bcdenk-Uchkeit wird desto größer, daß da Theadovctns denBrief des Leo an den Llavranum und die chalcedoni-sche Glaubensformel unterschrieben, er in der Thatschon Nestorruin verdammt harte. Unter allen Vor-stellungen , die von dieser Sache gemacht worden, istDuesnells p. 1246. die beste. TheoSoretus hat sich nichtgeweigert, das Anacheina-über den Nestor, um zu spre-chen, an sich, sondern, solches zu thun, ohne vorher»die Vater von seiner Orthodoxie in der Dogmarik zuÜberzeugen, um zu beweisen, daß er unschuldig in denVerdacht gezogen werde Jrtümer zu vertheidigen. Hierverlangte er nichts unbilliges, und dir bischöflichenSchreier handelten sehr ungerecht, ha sie ihm diesenÄLeg der Vertheidigung abzuschneiden suchten- Zwei-tens verändert sich die Frage ganz, weiln wir sie so aus-druken, hat Dheodoverus recht gehandelt, daß er Ne-stoxium verdammt, deßen Unschuld er vorher» so lebhaftUnd so standhaft vertheidiget, wie wir im fünften Theilgesehen? Auf diese Frage getrauen wir uns sicher nichtju antworten, weil es uns an Nachrichten fehlet, ausEez was