Geschichte der Streitigkeiten
lein auch dieser wurde vom großen Haufen ver-worfen: Die unveränderte Beibehaltung der vor-handenen Formel verlangt und nicht undeutlichgesaget, nur ein geheimer Hang zu nestoriani-sehen Lehren könne der Grund des Misfallensan derselben seyn. Sehr sonderbar war es, daßsie eingestanden, der Brief des Leo sey orthodox,und dennoch aus ihm keineZusäze verstatten wol«ten. Die Ministers fanden vor nöthig, neueBefehle vom Hof sich zu erbitten, und obgleichDiese den Vorschlag bestätigten, so weigerten sichDennoch die Bischdffe, und zwar mit Ausdrukeu,die dem römischen Stuhl nachteilig und unan-genehm seyn musten.
Am,,. S- §- NV. fünfte HanSl. II.
VII. Offenbar findet sich wiederum eine Lu-ke. Denn ganz ünvermuthet erfolget noch auDem Tage das Zusammentreten des engern Aus-schußes, die neue Formel war geschwind fertig,sie wurde in der Versamlung abgelesen, gebilligetund unterschrieben, und dieses alles offenbarnach dem Wunsch der römischen Abgeordneten,nur den einzigen Ausdruk aus zwey Naturenausgenommen. Wenn diese die rechte Lesartist, woran die meisten zweifeln, so hatten die vorCyrillUM eifernde Lehrer den Vorzug.
Anm. S. ebenes II. III. IV.
vm. Endlich erhielte diese Formel die kai-serliche Bestätigung mit Beyfügung angedrohe-ter Strafen. ' Aus Mawlii Brief lernen wir