mitEurpche und deßen Freunden. 459
wlt ihnen in bald entferncterer, bald nähererVerbindung stehen. Aus den Auszügen der Ak;ten siehet man, baß noch andere Streitigkeitenauf derselben behandelt worden, die aber keinesur Glaubenslehre gehörige Fragen betreffen,und daher so wenig, als die daselbst gemachteEirchengeseze hier untersuchet werden dürfen.Nur eine Sache können wir nicht übergehen, dieDar gerade zu die euLychianische Händel nichtangehet, jedoch in das nachherige Betragen desB. das wir kennen müßen, einen großenEinsins gehabt. Diese war eine Erneuerung,Bestätigung und Erweiterung der Vorzüge, wel-che der Bischof zu Constantinopel genos. EsWürde uns zu weitlauftig seyn, die wahre Be-schaffenheit dieser Vorzüge zu untersuchen, undvor uns ist es auch nicht nöthig. So viel ist ge-wis, daß man dem Bischof von Rom den RangNicht nahm, den er über alle übrige BWöffe,Und daher auch die zu Constantinopel, behau-ptete; so daß es unbegreiflich zu seyn scheinet,warum die römischen Abgeordneten sich so heftigWidersezet und Leo eben so heftig den Widerspruchffrtgesezet, dcmungeachtet ist es sichtbar, daßPein B. von Constantinopel nicht blos ein ho-her Rang, welchen ihm schon die Kirchenversam-lung zu Constantinopel zuerkannt, sondernauch ein wahrer Primat über Kleinasien, Pon-to und Thracien eingestanden und dadurch seineMacht sehr vergrößert worden, und hierinnenhat man wol die Ursach des Verdrußeö zu se-ien , den Rom darüber bezeiget.
Anm. !.