mit Euryche und -eßen Freunden. 46 e§. 1.XXIV.
Bis hieher haben wir die wichtigsten undun-Zwek treffenden Begebenheiten dieser Kir-chenversarttlung zu Chalcedon in ihr Licht zu se-!en gesucht. Wjr haben mir Vorbedacht ieztkeine Rüksichc genommen auf die Klagen,Welche gegen dieses Concilium in den folgendenZeiten erhoben worden, und in der That betreffnn sie auch sehr wenig historische Umstände. Un-terdessen scheinen uns noch drey dergleichen Um-stände zu verdienen, daß wir hier ihrer gedenkenu>w mit ihnen unsere kritische Erzehlnng be-sthiießeri.
I. So gewis es ist, daß die Kirchenversam-st'ng zu Chalcedon, einen sehr großen Eifer ge-Ten NesWrnmi bewiesen und gewis ihn vor ei-
Kezer erkläret, wovon wir gnug ZeugnisseEgecheiler haben, so sehr bemüheten sich dieje-^lgen, welche über die Schlüsse von Chalcedonder Folgezeit miSvergnüget waren, die Väter^ beschuldigen, daß im Grund dle NestorianeuDieses Conciliunr beherrschet. Aus diesemdrund floß eine merkwürdige Tradition unterihnen, daß selbst Nestorius auf die Kirchenver-st>»nlung zu Chalcedon berufen, und nur durchstillen Tod zu erscheinen, verhindert worden.Obgleich es nicht an neuern Gelehrten fehlet, dieDieser Erzehlnng Beyfall zu geben, kein Bedeu-tn gefunden, fo ist sie doch viel zu unwahrschein-lich, als daß wir sie annehmen tönten. Manillüste die Glaubwürdigkeit der Akten zu sehr in
Zwcl-