mit Euiyche und deßen Freunden. 46s
. II. Im Grund war diese Versamlung einWerk des kaiserlichen Hofes. Sehr bekäme-Vorurtheile, welche zu vielen göttlichen Einflus,obgleich in ganz verschiednem Srufenverhaltnis,üuf solche Synoden festfezen, haben bishero ge-hindert, die Triebräder scharfsinnig zu entdeken,^ie eine so große Maschine, wie eine solche Ver-eitlung von vielen hundert Menschen ist, inBewegung ftzen und ihr die Richtung geben, diesie haben sollen. Man bemerket sehr deutlich,^ie gemeßene Vorschriften die Ministers gehabthaben müßen, wie eifrig sie sind, ihre einmal ge-thane Vorschlage durchzusezen, und wie oft sietisch darauf dringen, bey entstandenen Zweifeleich vom Hof neue Befehle einzuholen.
1 U. Wir werden nicht irren, wenn wir an«Nehmen, daß gewiße Fehler, die auf den beydeniezten zu EphesUS gehaltenen Versamlungen vor-gefallen, veranläßet, gewiße Maaßregeln zu er-greifen , diese zu verhindern; Die Fehler wa-ten, einem Bischof Gelegenheit zu geben, dieganze Versamlung so nech seinem Willen zu re-gieren^ wie das Haupt die übrigen Glieder desKörpers. Sicher ist es, daß Cyrtllus auf derersten, und Dioskurus auf der zweyten einesolche Rolle gespielet, und beyde meisterlich, nurttiit dem Unterschied, daß der erste dem kaiserli-chen Hof ganz entgegen handelte und daher weittnchr Schwierigkeiten überwinden muste, als derZweyte, der vorhero wüste, daß seine Gesinnun-gen mit dem Hossystem übereinstimmten. Ganzohne Zweifel würde B. Leo gar zu gern eben
vi. Theil. G g diese