Band 
Sechster Theil.
Seite
467
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mit Eukyche und deßen Freunden. 467

glauben wir doch, daß nicht er; oder seine Ab-geordneten , sondern Anawlius die Sele desgroßen Körpers gewesen und obgleich dieser insehr wichtigen Srüken mit Leo einverstanden war,so war er es doch weder in allen, noch in allenUmständen der erstem. Aus unsern Bemerkun-gen scheinet klar zu seyn, daß Leo immer ein ge-heimes Mistrauen gegen den Mann gehabt, vondem er vorhersehen konte, daß ihm sehr leicht fal-len muste, ein ttebergewicht des Ansehens zu er-langen und zu behaupten. Der Grund davonwar zweyfach: erstlich Hie Gnade des Hofes,denn daß dieser Anawlium untersrüzte, wüsteMm wol Leo ans Erfahrung; zweyten^ derBeyfall der morgenländischen Bisckdffe, welche>lu Zweifelsfali es gewis eher mit dem Bischofvon Constantinopel, als mit dem von Romhalten würden: jener konte schaden und nüzen,dieser keines von beyden, wenigstens unmittel-Harrhun. ..

VI. Unterdeßen hatte doch Leo auä) unstrei-tig ein großes Ansehen, aber bey Hof mehr, alsdey den Bischösten. Seine politische Starke beydieser Gelegenheit bestand in dem Vorurcheil vorAne Orthodoxie, welches er wol der regierendenKaiserin zu danken hatte. Der seinem Brief anNavianum geschenkte Beyfall, der Beytrittdes Anatolii und denn die vorläufig erhalteneUnterschriften, diese waren dieStüzen, aufwei-ten diesmal das Ansehen des römischen Bischofshch gründete. Wären diese nicht gewesen, Leohätte noch viel weniger gewonnen.

Gg 2 VU. Von