Band 
Sechster Theil.
Seite
491
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mit Eutpche und deßen Freunden. 491

wie doch hier nicht behaupten) dennoch in der'Form von ihnen sehr verschieden waren, da sielmmer eben in Beziehung auf die chalcedomfchen^eftze eine polemische Bestimmung erhielten, dieue zu Eutychis Zeiten nicht hatten. Hierausentstehen zwey Folgen, man kome zu EurychtsZeiten über dieje Fragen nicht völlig so streiten,Wie nach der chalcedomschen Kirchenversam-lung, und, man muß vorhero die Streitigkeitenwik Eutyche und den zu Chalcedon. festgesezten^ehrbegrif nach seiner dogmatischen und polemi-schen Seite kennen, ehe man die wahre Beschaf-senheit der spätern Streitigkeiten mit denMono-Vhysilen einsehen und beurtheilen kan. End-sich wollen wir noch als bekannt vorauösezen,weiches wir erst unten erweisen müßen, daß wirk-lich die MonophysiLM nichtsweniger als Ver-theidiger des Emychis seyn wollen. Ob nundreses Vorgeben gegründet sey, oder nicht, dasläßet sich nicht entscheiden, ehe man EutychisUnd seiner Freunde Lehrbegrif kennet. Und ausdiesen Betrachtungen ist unser Entschlns entstan-den, in diesem Abschnitt blos die Streitigkeitenzu erzehlen und zu untersuchen, welche zwischenEmyche und seinen Freunden, aus der einen,Uns shren Gegnern gefichret worden, die Strei-tigkeiten, welche die Kirchenverssmlung zu Chal-kedon entscheiden sollen, und durch Bestimmungeiner auf diese Streitigkeiten sich beziehenden Lehr-vorschrift zu entscheiden gesucht und entschiedenZu haben, geglaubet. Aus diesen allen entste-het die Nothwendigkeit, die Streitigkeiten, wel-