492 Geschichte der Streitigkeiten
che vor der Kirchenversamlung zu Chülceddtlvorhergegangen, von den Streitigkeiten, die erstDurch dieselbe veranläßet worden, abzusondern/und alsdenn können wir der Vorstellung der er-stem keinen andern Plaz anweisen, als diesen»Wir müßen aber aus eben der Urfach uns hierein Gesez vorschreiben und andern als nöthigeVorsicht empfehlen, daß wir bey der historische"Untersuchung keine andern Zeugen zulaßen, alswelche erweislich nur von Eutvche und seine"Gönnern, die vor, oder zu der Zelt der chalct-donischen Kirchenversamlung ihre Meinung vo"den streitigen Religionsfragen vorgetragen, undeben so nur von den Gegnern dieser Parrhei z"eben dieser Zeit reden, mithin alle ausschließe",welche nicht von Eutyche , sondern von EUlt?chianern reden, welche die Kirchenversamlungzu Chalccdon gekannt und verworfen. Den"daß das ein Fehler sey, entweder von Eutycht,auf die Monophysiten, oder von Monophyst-ten auf den Emychem zu schließen, und ihreDogmatik so wol als Polemik schlechthin als bey-den gemeinschaftlich zu betrachten, ob er gleichaltern und neuern Schriftstellern sehr gewöhnlichist, wird leicht begriffen werden. Nach diese"Einschränkungen, wollen wir unsere Untersu-chung so eintheilen, daß wir erstlich die unsüberlieferten Nachrichten von den Lehrsäzen bey-der Theile und Wechselsweisen Widersprüchen ge-gen einander samten; zweitens aus denselben dieeigentlichen Lehrsaze beyder Theile herleiten, drit-tens einige Vorstellungen neuerer Gelehrten er-