Band 
Sechster Theil.
Seite
494
JPEG-Download
 

494 Geschichte der Streitigkeiten -

Chalcedsn zuverläßigvon einem bloßen Wider-spruch gegen ElMMF Person nicht herzllleiten.Und überhaupt laßer sich nicht zweifeln, daßselbst bey Abfaßung der Vorschrift von Chaletdon die polemische Bestimmung derselben nichtauf Eutychis Person eingeschränket gewesen,sondern auch zugleich auf andere Lehrer sich be-zogen, die mit dieser in keiner Verbindung gestan-den. Hieraus wird man die Ursach einsehen, war-um ich von Eutyche und seinen Freunden hierrede, das ist, warum ich nicht allem des EEchjs, sondern auch aller, welche bis auf dieKu-chenversamlung mit ihm einig gewesen, Lehrbe-griffe in Betrachtung ziehe. Ich werde die Sani-lung in drey Maßen abtheilen. In die erste ge-hören ihre eigne Zeugniße vor: dem was sie glau-ben und lehren, dogmatisch lind polemisch, undzwar erstlich die Zeugniße des Eutychis,ZwerMis, derer, welche ich seine Freunde nen-ne: in die zweyte, die Zeugniße ihrer Gegnervon den Vorstellungen, die sie sich von Eutychisund seiner Freunde Lehren gemacht: in die drit-te, die Zeugniße anderer Schriftsteller, die ent-weder wirklich nur Geschichtschreiber sind, odervou uns als Geschichtschreiber zu betrachten.

§. Lxxxri.

In der ersten Maße wollen wir zuerst EU-tychem selbst hören. Seine Zeugniße Verdis- -mn wiederum in zwey Gattungen getheiler zuwerden. Erstlich haben wir von ihm schriftli-che Aufsaze, die allerdings dem blos mündlichenReden vorzuziehen.

I.