54» Geschichte der Streitigkeiten
„Mittler zwischen Gott und Menschen, drk„Mensch Jesus Christus auf einer Seite stet«„ben und auf der andern nicht sterben tonte.'„Also ist in der ganzen und vollkommenen Mew„fchennatur der wahre Gott geboren worden,„ganz in dem Seim,gen und ganz in dem Unsri-„gen. „ Leo erkläret das leztere dahin, daßChristus zwar die Schwachheiten der Meu--schennatttr, nicht aber die Sünde angenommen,und besonders die freiwillige Erniedrigung seinergöttlichen Majestät keinen Eintrag gethan.
AnnN i- ca/>. III. p. Zirl üzg-2lnm, 2 . Im Anfang sind die Worte umurgue nakvrs«orfublt-mli,e merkwürdig. Dieses leztere hat erst Mucs«nell als die rechte Lesart in den Text aufgenvmmqn. -
IV. Leo wiederholet diese Vorstellung vonder Vereinigung beyder Naturen, daß jede ihreEigenschaften unverändert beybehalten, undschärfet denn weiter dieses ein: „die Natur,„nicht die Schuld ist von der Mutter des Herrn„angenommen worden, und obgleich der Herr„Jesus Christus aus dem Leib einer Jungfrau„geboren worden, so ist doch deswegen, weil„seine Geburt ein Wunder, seine Natur nicht„von unserer verschieden (nec — noüri eik„ngmrae 6Mmilis) denn der, welcher wahrer„Gott ist, eben der ist auch wahrer Mensch, und„in dieser Einheit ist nichts falsches, indem die„Niedrigkeit des Menschen und die Hoheit Gott s„tes beysammen sind. Denn wie Gott nicht„durch das Erbarmen (miler-mone, vielleicht»-Erniedrigung) verändert wird, ss) wird auch