mir Emyche und deßen Freunden. 54z
-»der Mensch nicht durch die Würde (ckgmcatL)--verzehret. Denn, jede von beyden Naturen^,, (Lat. torma mrggue aus Phil. Il^ 5. ) thut„in Vereinigung mit der andern das, was ihr»»eigen ist, so, daß das Wort wirket, was des„Wortes ist, und das.Fftisch verrichtet, was deS„Fleisches ist. Das eine von diesen thut Wun-»cher, das andere unterwirft sich den Beleidigun-gen. Und wie das Wort nie aufhöret, an„Herrlichkeit dem Vater gleich zu seyn, so ver-lieret das Fleisch nie die Natur unsers Ge-schlechts. Einer und ebenderselbe ist, welches„oft muß gesaget werden, wahrhaftig der Sohn„Gottes und wahrhaftig des Menschen Sohn. „Dieses wird denn durch Beispiele aus der Le-densgeschichte Jesu Christi erkläret, dabei ein-Auen Begebenheiten sich die Eigenschaftenveyder Naturen offenbaret, unter denen einesder schönsten ist: der Mensch weinet überden Tod des Freundes, Gott aber wektdiesen vier Tage schon todten Freund wie-der auf. Der Schlus ist wieder merkwürdig:"Nicht ebendieselbe Natur, welche saget; ich"Und der Barer sind eines, saget auch: der"Vater ist größer, denn ich. Denn obgleich"Nil Herrn Jesu Christo eine Person, Gottes"Und des Menschen, ist, so ist doch ein anders,"Uns welchem zwischen beyden die Gemeinschaft"der Leiden, und ein anderes, aus welchem die"Gemeinschaft der Herrlichkeit entstehet. Von"Uns hqt er die Menschheit, die geringer ist, als
»der