Band 
Sechster Theil.
Seite
560
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z6o Geschichte der Streitigkeiten

XIII. Ob sie daher wohl zugaben, daßChristus aus zwey Naturen sey, so leugne-ten sie doch, daß er zwey Naturen habe; oder ^bestehe Lezt aus Zwey Namren.

Mm. Hier bitte §. LXXXM. IX. §. I.XXXIV. k. IN.r. §. I.XXXVIII. V. VI. VII. §. I.XXXXV. zu ver-gleichen.

XIV. Vielmehr vertheidigten sie den Saz,daß Christus eine Natur habe, mit dem größ-ten Eifer, als ein rechtes Kennzeichen der Or-thodoxie.

Anm. i. S. §.'dxxxill. vm. §. i.xxxi v. i. §. dxxxvm.

v.

Anm. 2. Man wird überall bemerken, daß dieftsWort:eine Natur von ihnen durch das Ansehen des Lycillivertheidiget wird, und zwar mit Recht, wovon unten.

XV. Wie verstanden sie aber, oder worin-nen sezten sie diese Einheit der Natur Christi?Zuweilen erklärten sie sich so, daß sie alle Ver-wandelung, Trennung und Vermischung leu-gneten. Zuweilen redeten sie so, daß sie dasWort eine Natur nur von der Natur desSohnes Gottes nahmen und den Zusaz, dieFleisch worden billigten, welches eben Eyril-li Ausdruk war, und, wenn er gleich entschul-diget werden kann, doch immer den Fehler hat-te, daß das Abstractum da gesezt wurde, wodas Concretum stehen solle. Zuweilen erklär-ten sie sich aber härter, indem sie lehrten, nichtbeyde Naturen hatten in der Vereinigung ihreEigenschaften behalten, oder, die menschlichesey aufgehoben worden, die göttliche aber allein