576 Geschichte der Streitigkeiten
»
weiter gegangen zu seyn, und nicht bloß eine Aehnlich«keit der Lehrsätze, sondern selbst einen historischen Ur«sprung der Eutpckianer, von den Apollinaristcn gclch«ret zu haben. Hieher gehöret denn diese merkwürdigeNachricht des Theodoren in n. L. LL,-. V. cap. z- -„mit diesen Jrtümern hat Apollinaris nicht allein seine„Freunde, sondern auch einige der Unsrigen angestekt-
„Allein nachhero-sind zwar alle, wenige ausge<
„nommen, wieder vereiniget und zur KirchcngenreiN'„schaft gelaßen worden; sie haben aber die vorige„Krankheit nicht abgeleget, sondern viele, die vorher»„gesund waren, damit angestekt. Denn aus dieses„Wurzel sind in der Kirche die Lehren entstanden, daß„nur eine' Natur der Gottheit und Menschheit sey/„und daß man der Gottheit des Eingebornen das Lc>^„den zuschreibet, u. a. welche beydes unter dem Von„und den gottesdienstlichen Lehrern Streitigkeiten vec-„anlaßet, welches aber viel spater geschehen. „ Es ißwohl sehr wahrscheinlich, daß der Mann von seine»Zeiten rede, doch aber auch so unbestimmt, daß er vi'bleicht die ersten Gegner des Neftorii, wenigstens N>ndarunter begreifet. Unterdeßen scheinet er doch in derHauptsache Recht zu haben, ob wir gleich die Mut^maßungen des Tillemonr rom. XV. p. 4ZQ. der sog^Personen errathen will, nicht gutheißen könne»-Wichtiger ist die Seilte Anmerkung, daß eben dienUebereinstimmung mir Apsllinare von den Morgenlandern schon dem Cprillo zur Last geleget worden-S-den fünften Theil dieser Rexerhifforie S. 8^'Viertens, ist nicht zu vergeßen, daß Eurpches diesesAnklage widersprochen, wie schon §. UXXXXVI. X^l-erinnert worden.. Vergleiche noch §. XXXIX. VIU'Anm 2. Nur ist zu bedauern, daß er und se>»^Freunde nirgends den Unterschied zwischen seiner »Edes Apollinaris Vorstellung gnau angezeiget. Unt<^deßen hat er doch dadurch den Obersaz: wer,Apollinaris, lehret, ist ein Kezer, eingestanden. SE'Wir endlich fünftens diese ganze Klage beurtheilen,würden wir zugeben, daß Eutpches, wie Apollinairein einigen Stüken, geredet, wohin denn freilich b»Worr eine Natur, gehöret; daß aber sich in den Gru»den ein Unterschied finde; Apollinaris auch siwlnicht so irrige Vorstellungen gehabt, wie ihm zurgeleget worden; wie im dritten Theil S. 19z. sw'v.