578 Geschichte der Streitigkeiten
handelt worden. S. auch Basnage sie lecrls Luk^cb.x. 66. und -Pansens ch'E. äe Lur^ck. p. H.
III. Noch seltsamer ist die Klage, daß dieEutychianer mit den Arianem einerlei leh-reten.
Anm. Leo §. I.XXXV. III. 5. traget diese Beschuldi-gung vor, und zwar aus der Ursach, weil Eutxchesher göttlichen Natur die körperlichen Handlungen undLeide» beilege. Theoöoretu« redet ebendafVH. >- 2-unbestimmter. Es finden sich auch and re Stellen,wo nicht allein Arr'us, sondern auch Eunomius alsVorläufer des Eutxchis angegeben werden. Salighat c«/,. 10. und n. davon gehandelt und die Beschuldigung widerleget, besonders in Ansehung der Men-schensele Christi, doch dürfte dieser Theil scincrAbhand«lung einige Verbesserung leiden können. Wir sor-gen, daß der wichtigste Grund der Anklage übergan-gen worden. Wenn die Entrebianev emeN'atur unddiesen Saz, Gott ist geworben, u. d. g. ohne alleEinschränkung auf die Menschennatur, vertheidigten,so gaben sie erstlich allen Antttrinitarrern, besondersden photiniarreru eine Blöse, die wahre Gottheit Chri-sti zu bestreiken, hernach den Arianern, des
Sohnes mit dem Vater zu leugnen; welches zwar zwi'schen Eutxchianern und Antitrinitariecn nicht diedogmatische, sondern die exegetische Sreitigkeiten er-schwehren muste. Doch davon s. den fünften TheilE. 8t6. wo erinnert worden, daß diese Klage cbeiifalsschon gegen Lyrillum erhoben worden. Sonst musbillig aller Verdacht antitrinr'tarischer Irtümer gegenEurxchem und seine Freunde wegfallen, wenn mannur ihren Eifer vor die unveränderte Beibehaltung dernicänifchen Elaubensformcl bedenket.
IV. Am allerunerwartetesten ist die Kla-ge, daß Eukyches ein Neftorianer sey, unddennoch ist sie nicht ohne Grund, wenn nurwirklich Neftorius das gelehret ha'tte, wasjener unvorsichtig gnug vorgetragen.
Ann».