Band 
Sechster Theil.
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5§o Geschichte der Streitigkeiten

chls und des Dioskuri vereinigen. Er hatwirklich das Glük nicht gehabt, das Nesto-kius so reichlich genoßen, daß scharfsinnige undgelehrte Männer seine Sachs gegen die algemei-uen Klagen übernommen. Vielleicht sind wirsy glüklich, davon einige Ursachen zu entdeken,die anderer Aufmerksamkeit und Prüfung wehrtsind. Erstlich werden wir nun in dem folgen-den sehen, daß die Monophysiten und beson-ders die Akephali sehr verbeten, vor Anhängerdes Eutychis gehalten zu werden. Weil esnun sehr leicht war, zu beweisen, daß die Ake-phali gewis gnug nur in Worten und Redens-arten von den Freunden der chalcedonischenVersamlung unterschieden waren, so entstanddaher ein sehr groses Vorurtheil gegen Eltty-chem. Es war sehr natürlich, den Mann voreinen sehr gefährlichen Kezer zu halten, denselbst diejenige Parthei zu schüzen, nicht wagte,von der man es am ersten erwartet harte. Unddoch ist es nur ein Vorrrrtheil, deßen Ungrundsich aus den wahren Ursachen, warum die Mo-nophysitm nicht wollen Emychiansr seyn,und aus der von ihnen angegebenen Verschie-denheit zwischen ihnen und dem Eutyche, ersterkennen läßet, wovon wir aber hier noch nichtssagen können. Zweytens wenn nur solcheMänner, wie TheodoreMs, die altern Anklä-ger gewesen waren, so zweifeln wir nicht, manwürde in den neuern Zeiten gewaget haben, zufragen, ob sie auch den Mann recht verstandenhatten; Allein da Flavianus, der durch das

allemal