mit Eutyche und deßcn Zreunden. siz
von seinen Gegnern geleugnet wurde. Und die-ses würde als die zweyte Hauptfrage anzusehenseyn.
X. Unterdeßen ist doch diese Frage unbe-stimmt, aber auch sehr sthrvehr Zu bestimmen.Unserer Einsicht nach, wurde Nicht gefraget, obdieser Unterschied in der Zeitfolge zu sezen, mit-hin sich ein, auch noch so kleiner, Augenbkikdenken laße, da beyde Naturen jede vor sich be-standen, welches zwar Eutychi und seinenFreunden häufig von ihren Gegnern zur Lastund zum Grund der widersinnischen Klage, daßjene sich den Nestorianern näherten, gelegetworden; demungeachtet aber theils nicht erweis-lich, theils von einigen gerade zu geleugnet wor-den; sondern wahrscheinlich wurde gefraget,ob von den Naturen, wenn sie außer ihrer Ver-einigung betrachtet, und wenn sie in ihrer Ver-einigung, oder als vereiniget angesehen werden,einerlei Zahlwort zu gebrauchen? welches dennEutyches schlechterdings und standhaft ver-feinere, seine Gegner aber bejahrten. Hierwar kein Wortstreit, die eigentliche Beschaffen-heit aber und der Werth des Streites berührteerst auf den folgenden Fragen.
XI. Hieraus erklarete sich eins Nebenfta«8e, ob die Ausdrüke, Christus bestehe auszwey Naturen, in zwey Naturen, habe zweyNaturen, völlig gleichgültig und gleichrichtig,oder ob vielmehr nur die erste, wahr, die leztenüber wegen des altgenommenen Unterschieds zuverwerfen? Da Denn Eutyches und stine
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